Top Rezension
Weniger ist mehr
Minimalismus, die Reduktion bis zum Wesentlichen, das Abwerfen jeglichen Ballastes, alles Überflüssigen, um zum Innersten, zum Wesentlichen zu gelangen - das ist schon lange ein grosses Thema für mich, nicht nur in Bezug auf den ästhetischen Bereich.
Eine alte japanische Teeschale mit besonderem Brand, eine Zeichnung aus zwei/drei Strichen, ein zeitlos-klassisches Möbel, eine schlichte Melodie von Schubert, eine Verszeile, eine Frage von Irvin Yalom.... tiefberührende Nähe großer reiner Schönheit.
In Nu ( 2001) finde ich diesen Minimalismus umgesetzt in Parfumkunst. So verstehe ich auch den Namen:
schnörkellos, ohne überflüssiges Beiwerk, Nacktheit als das Eigentliche.
Beschrieben ist Nu hier schon sehr gut, da kann ich gar nicht viel Neues dazugeben.
Der Auftakt ist fast metallisch klar, ein wenig scharf, frisch, kühl. Kardamom, deutlich leichter durch die Bergamotte.
Orchideenduft kenne ich nur aus den feucht-warmen Gewächshäusern botanischer Gärten, immer schwer und immer völlig unsüß.
Hier ist der Blumenduft trocken, dadurch leichter, sehr kühl, immer noch ganz ohne jede Süße und zusammen mit Pfeffer und der im Hintergrund liegenden Rauchigkeit entsteht eine faszinierende, fast transparente Note.
Holz trägt diesen Duft, sehr gut austariert, nichts ist hervortretend, dominant, nichts ruft laut.
Die Aussage ist eine kühle zurückhaltende Distanz über vibrierender Tiefe.
Nu mag ein Orientale sein, aber mir kommt keinerlei Assoziation zu irgendetwas Arabischem oder Indischem.
Nichts Üppiges, Überbordendes, Buntes, Lautes.
Nu ist zurückgenommen, konzentriert, still statt laut, dunkel statt bunt, minimalistisch statt üppig.
Ein unglaublich schönes Dufterlebnis, ein Kunstwerk, zu tragen für mich selber genauso gut wie zu den besonderem Gelegenheiten im Alltag und am Abend.
Wunderbare Aura, dem Duft entsprechend nicht üppig, aber deutlich bemerkbar.
Haltbarkeit 24 Stunden.
Allerdings wird nicht jede(r) Freude an ihm haben, er ist schon sehr besonders, passt in keine mir bekannte Schublade.
Wer aber gerne auf Schnörkel jeglicher Art verzichtet, könnte ihn lieben.
Ich tue es!
Eine alte japanische Teeschale mit besonderem Brand, eine Zeichnung aus zwei/drei Strichen, ein zeitlos-klassisches Möbel, eine schlichte Melodie von Schubert, eine Verszeile, eine Frage von Irvin Yalom.... tiefberührende Nähe großer reiner Schönheit.
In Nu ( 2001) finde ich diesen Minimalismus umgesetzt in Parfumkunst. So verstehe ich auch den Namen:
schnörkellos, ohne überflüssiges Beiwerk, Nacktheit als das Eigentliche.
Beschrieben ist Nu hier schon sehr gut, da kann ich gar nicht viel Neues dazugeben.
Der Auftakt ist fast metallisch klar, ein wenig scharf, frisch, kühl. Kardamom, deutlich leichter durch die Bergamotte.
Orchideenduft kenne ich nur aus den feucht-warmen Gewächshäusern botanischer Gärten, immer schwer und immer völlig unsüß.
Hier ist der Blumenduft trocken, dadurch leichter, sehr kühl, immer noch ganz ohne jede Süße und zusammen mit Pfeffer und der im Hintergrund liegenden Rauchigkeit entsteht eine faszinierende, fast transparente Note.
Holz trägt diesen Duft, sehr gut austariert, nichts ist hervortretend, dominant, nichts ruft laut.
Die Aussage ist eine kühle zurückhaltende Distanz über vibrierender Tiefe.
Nu mag ein Orientale sein, aber mir kommt keinerlei Assoziation zu irgendetwas Arabischem oder Indischem.
Nichts Üppiges, Überbordendes, Buntes, Lautes.
Nu ist zurückgenommen, konzentriert, still statt laut, dunkel statt bunt, minimalistisch statt üppig.
Ein unglaublich schönes Dufterlebnis, ein Kunstwerk, zu tragen für mich selber genauso gut wie zu den besonderem Gelegenheiten im Alltag und am Abend.
Wunderbare Aura, dem Duft entsprechend nicht üppig, aber deutlich bemerkbar.
Haltbarkeit 24 Stunden.
Allerdings wird nicht jede(r) Freude an ihm haben, er ist schon sehr besonders, passt in keine mir bekannte Schublade.
Wer aber gerne auf Schnörkel jeglicher Art verzichtet, könnte ihn lieben.
Ich tue es!
8 Antworten


Also nochmal: Mit Deinen wunderschönen Kommentaren machst Du mich noch arm, liebe Chypienne!
an geliebt, sondern seine Mode, bei mir hängt noch ein violettes Abendkleid
von 1974, ein Vintage-Traum!
Danke Dir:-)