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Top Rezension
Magie oder Klassik? Der grüne See
AugustA findet diese Kopfnote fantastisch, selten so eine schone Bergamotte-Ingwer-Anis Kombi gerochen. Explosiv der Moment, Feuerwerk, aber dann entfaltet sich aufsteigend wie ein Sonnenaufgang ein Duft, der sonnig ist und winter-gewürzig zugleich, ein goldener Schimmer wie von Zimt, Ingwer. Und diese Bergamotte-Abstimmung ist unbedingt erwähnenswert und hat mich erst mal völlig für den Duft eingenommen!
Nachdem diese wunderbare Kopfnote erschienen und vorbei ist, verändert sich die Szenerie, und damit die Duft-Farbigkeit völlig. Der Duft ist nun grün-grau. Wird schnell sehr krautig, irgendwie unterirdisch. Herb. Sehr. Also ob das Licht dieses Sonnenaufgangs herausgezogen und umgewandelt worden sei. Er gefällt mir nicht unbedingt sofort dieser Wandel. Er kommt mir ein wenig alt vor, uralt sogar. Auf der Haut wird der Duft etwas stumpf. An der Haut zu reichen, erhöht den Reiz des Duftes nicht, was ich zunächst schade finde.
Nach ca. einer Stunde aber entfaltet sich der Sternanis. Erinnert mich ein klein wenig an den Anis in ACs Mistral Patchouli, aber mit fortschreitender Entwicklung kommt er mir ausdrucksvoller vor, ein Hauch Süße entfaltet sich, vielleicht auch salzige Würze. Am besten wahrnehmbar mit ca. 30 cm Abstand. Und weiter krautig, aber nicht mehr ganz so bodennah. Beginnt nun die Alraune, Ihre Magie zu entfalten? Merk-würdig.
Das ätherische Öl des Sternanis riecht ähnlich wie Minze, aber würziger, nicht so kühl. Der Nebel, an den ich erst denken musste, verzieht sich, grün-warm wird es auch. Irgendwie spielt der Duft mit Veränderungen in der Natur, mit sich erwärmendem Boden, nassen Wiesen, mit Schwankungen, die man sonst eher im See erleben kann, wenn man an einem warmen Sommertag abwechselnd durch warme und kalte Zonen schwimmt. Das Grün eines solchen Sees passt jedenfalls gut zu diesem Duft.
Hexenmagie ist es zwar bei weitem keine, eher Sprachmagie vom Namen her, den Duft magisch zu nennen fehlt mir aber der (Duft-)Schlüssel. Meine Wahrnehmung schwankt zwischen gut gemachtem Kräutermix-Duft und unterschätztem krautig-grünem Neu-Klassiker. Entweder er ist einfach so oder er lässt sich noch nicht ganz erfassen.
Die Nase schweifen zu lassen, tut Duft und Nase zunehmend gut. So das Gefühl nach ca. zwei Stunden und so bleibt es auch etwa drei weitere. Es wird noch ein wenig eleganter, aber die Freude an dem Duft kommt sicher von der Pflanzennähe, die er gut hält und transportiert. Das ist schon außergewöhnlich.
Nachdem diese wunderbare Kopfnote erschienen und vorbei ist, verändert sich die Szenerie, und damit die Duft-Farbigkeit völlig. Der Duft ist nun grün-grau. Wird schnell sehr krautig, irgendwie unterirdisch. Herb. Sehr. Also ob das Licht dieses Sonnenaufgangs herausgezogen und umgewandelt worden sei. Er gefällt mir nicht unbedingt sofort dieser Wandel. Er kommt mir ein wenig alt vor, uralt sogar. Auf der Haut wird der Duft etwas stumpf. An der Haut zu reichen, erhöht den Reiz des Duftes nicht, was ich zunächst schade finde.
Nach ca. einer Stunde aber entfaltet sich der Sternanis. Erinnert mich ein klein wenig an den Anis in ACs Mistral Patchouli, aber mit fortschreitender Entwicklung kommt er mir ausdrucksvoller vor, ein Hauch Süße entfaltet sich, vielleicht auch salzige Würze. Am besten wahrnehmbar mit ca. 30 cm Abstand. Und weiter krautig, aber nicht mehr ganz so bodennah. Beginnt nun die Alraune, Ihre Magie zu entfalten? Merk-würdig.
Das ätherische Öl des Sternanis riecht ähnlich wie Minze, aber würziger, nicht so kühl. Der Nebel, an den ich erst denken musste, verzieht sich, grün-warm wird es auch. Irgendwie spielt der Duft mit Veränderungen in der Natur, mit sich erwärmendem Boden, nassen Wiesen, mit Schwankungen, die man sonst eher im See erleben kann, wenn man an einem warmen Sommertag abwechselnd durch warme und kalte Zonen schwimmt. Das Grün eines solchen Sees passt jedenfalls gut zu diesem Duft.
Hexenmagie ist es zwar bei weitem keine, eher Sprachmagie vom Namen her, den Duft magisch zu nennen fehlt mir aber der (Duft-)Schlüssel. Meine Wahrnehmung schwankt zwischen gut gemachtem Kräutermix-Duft und unterschätztem krautig-grünem Neu-Klassiker. Entweder er ist einfach so oder er lässt sich noch nicht ganz erfassen.
Die Nase schweifen zu lassen, tut Duft und Nase zunehmend gut. So das Gefühl nach ca. zwei Stunden und so bleibt es auch etwa drei weitere. Es wird noch ein wenig eleganter, aber die Freude an dem Duft kommt sicher von der Pflanzennähe, die er gut hält und transportiert. Das ist schon außergewöhnlich.
Aktualisiert am 15.06.2018 - 16:59 Uhr
4 Antworten
CosmicLove vor 6 Jahren
Ich empfinde ihn ähnlich und er wird wohl auch in meinem Bestand bleiben. Übrigens geht es mir mit dem Pourpre entgegengesetzt. Ich lieb halt diesen leicht, fruchtigen .. *_*
Seerose vor 7 Jahren
Mandragore soll wohl die Esoteriker anziehen wie andere Düfte mit Hanfgeruch eine andere Käuferschicht anlocken sollen. Und ganz gewiß darf man keine Alraunen, wenn man sie überhaupt zu finden wüßte, aus dem Boden ziehen. Also: Selber anbauen:-D
Yatagan vor 7 Jahren
Ob meine gleichfalls eher durchschnittliche Bewertung auch mit der Entwicklung zu tun hatte, weiß ich nicht mehr, aber an sich sind mir ja Düfte von AG meist sympathisch. Das etwas blasse Konzept liegt mir. Müsste den hier mal wieder testen.
Mimara vor 7 Jahren
Sehr treffend und bildhaft beschrieben! :) Kennst du auch Mandragore Pourpre? Der ist ähnlich, aber meiner Meinung nach viel besser, ausgewogener und "magischer"!

