Sandelholz… hmm… das klingt nach einem holzigen Duft! Mu ha ha ha ha!!
…
*grillenzirpen*
…
Niemand lacht…
Na gut, der Witz hat es nicht gebracht. *seufz*
Also schön, was kann ich also zu dem Duft schreiben? Sandelholz ist der erste Harry Lehmann Duft überhaupt, den ich nun teste. Bekommen hab ich ihn als nette Beigabe von einer lieben Parfuma bei einem Dufteinkauf über den Souk (vielen Dank :)
Das Besondere bei den Düften von Harry Lehmann ist, dass es die Düfte entweder nur in ihrem Laden in Berlin zu haben gibt, oder diese auch über ihre Website bestellt werden können. Sie werden nach Gewicht verkauft (bzw. zu einem bestimmten Preis pro 10 ml bei EDTs und EDPs oder pro 100 mL bei Colognes und After Shave) und man kann die Düfte auch in eigene Flakons füllen lassen, die man entweder zum Geschäft mitbringt oder vorab per Post sendet.
**Der Duft:**
Hm, der Duft ist etwas schwierig zu beschreiben, da hier meiner Meinung nach nicht nur Sandelholz alleine duftet. Der Anfang ist eher etwas frischer, bevor der Duft die Hölzer ausstrahlt. Ja, ich rieche irgendwie mehrere Hölzer als nur Sandelholz. Eines dieser holzigen Noten erinnert mich sogar entfernt an eine Eiche. Dies kann an den aufblitzenden grünen Noten liegen.
Später gibt es eine, ich sage mal, alt-moderige Note. Das ist hier eigentlich interessant gemeint und nicht etwa, dass das moderige stechend abstoßend ist. Es duftet so ähnlich wie eine Garage bzw. ein Keller/Dachboden mit alten Holzmöbeln darin, die ihre beste Zeit hinter sich haben, aber noch immer benutzbar sind und wo man beim Öffnen so eines Raumes eben mit diesem Geruch konfrontiert wird, wo einem sofort klar wird, dass hier einige Gegenstände schon länger rumstehen, aber man eventuell den einen oder anderen abgestellten Schatz gleich finden wird. Fehlt eigentlich nur der Staub, der in der Luft herum wirbelt :)
Das einzige, was mich aber stört, ist eine leicht chemische Note im Hintergrund, was vermutlich der Alkohol und die Inhalte des Duftes sind, die hier etwas stärker hervorkommen. Mit der Zeit wird diese störende Note zwar ein wenig schwächer, verschwindet allerdings nie ganz. Später ist der Sandelholz übrigens noch besser erkennbar und der Duft ist allgemein warm und sanft ausgefallen, mit einem leicht süßlichen Touch.
Und das war’s dann auch schon, da der Duft wie beschrieben bleibt und sich nicht weiter entwickelt. Ich find’s ganz okay, auch wenn er nun nicht wirklich etwas Besonderes bzw. supertoll riechendes geworden ist.
**Die Sillage und die Haltbarkeit:**
Die Ausstrahlung ist überdurchschnittlich ausgefallen. Zwar nicht auf längerer Distanz riechbar, muss man aber auch nicht unbedingt ganz nah ran kommen, um ihn wahrnehmen zu können.
Die Haltbarkeit ist ganz okay. Klar, nach vier bis fünf Stunden verliert er deutlich an Stärke, aber dafür bleibt er eben acht bis zehn Stunden auf der Haut.
**Der Flakon:**
Bei den Flakons kann man diverse aussuchen (wenn man keinen eigenen mitbringt), in die diese Düfte abgefüllt werden sollen. Allerdings sehen die Flakons nicht so besonders super aus und sind eher schlicht geraten, aber das ist auch bewusst so gewählt worden, damit die Düfte günstiger angeboten werden können. Die Etikette auf den Flakons zeigen eine Waage mit den Initialen von Harry Lehmann (also ein H und ein L). Das Etikett mag zwar etwas altmodisch rüberkommen, aber mir gefällt es.
Okay, dieser Duft ist weder besonders gut, aber auch nicht unbedingt schlecht. Er kommt mir leicht unfertig vor, allerdings heißt es auf der Website von Harry Lehmann auch, dass die Düfte untereinander mischbar sind, also etwa so ähnlich wie die Jo Malone Düfte, die man auch untereinander layern kann.
Daher kann es gut möglich sein, dass dieser Duft vor allem mit weiteren Lehmann Düften sich beim zusammenwirken besser entfaltet. Hier heißt es also einfach nur mal ausprobieren (und hoffen, dass beim mischen diese chemische Note im Hintergrund dabei auch mehr verschwindet, da sie doch einen etwas synthetischen Eindruck hier hinterlässt).
Von der Duftrichtung her ist er ein Duft für mäßig warme bis nicht zu kalte Tage, also am besten Frühling und Herbst. Man kann ihn eher in der Freizeit und so verwenden, da er alleine zum Ausgehen etwas zu unspektakulär ist.
Ja, den Geruch kenne ich. Im alten Haus ( Anfang 1900) meiner Großeltern, das schon länger leer stand, roch es so. Das ist das alte Holz. Macht den Duft wiederum interessant.
die Beschreibung klingt gut, den Dachboden hatte ich bildlich vor Augen :).
Auf die Merkliste kommt er aber nicht, ich möchte lieber nicht wie alte Holzhütte riechen ;).
*Holzpokälchen*
Das mit den Gewicht und den ml verstehe ich nicht. Entweder nach Gewicht, dann bekommt man für 10 mg mehr als 10 ml bei 80% Alkohol.
Oder eben nach Menge. Erkläre es mir bitte.
Auf die Merkliste kommt er aber nicht, ich möchte lieber nicht wie alte Holzhütte riechen ;).
*Holzpokälchen*
Oder eben nach Menge. Erkläre es mir bitte.