Bei keinem Duft habe ich so sehr das Bedürfnis, ihn zu beschrieben und schrecke doch gleichzeitig davor zurück, weil es mir unglaublich schwer fällt, die richtigen Worte zu finden.
Er besteht nur aus zwei Duftnoten: Kopalharz und Zedernholz. Aber jedesmal empfinde ich den Duft anders, zeigen sich andere Facetten, bringt er in mir andere Assoziationen zum Schwingen. Und fast jedesmal sind es widersprüchliche Gefühle. Zu Beginn fordert er mich auf unterschiedliche Weise heraus, um mir anschließend innere Ruhe und Frieden zu schenken, die mich dann durch den Tag trägt. Es ist ein ganz besonderes Kleinod. Ein Schatz, für meine Seele.
Einige meiner Assoziationen:
Die Axt schlägt in den Stamm der alten Zeder eine tiefe Wunde.
Trockene Weihrauchwolken schreien aus ihr empor.
Bittere Herausforderung, vor innerem Spiegel:
Schaue hin! Dann gebe ich dir deine Stärke zurück!
Weihraucherinnerung an gregorianischen Gesang,
Seele in melodische Schwingungen versetzend.
Harzigheller Weihrauch im weiten Gewand des liturgischen Tanzes,
Ausdruck spiritueller Haltung.
Nachtrag: Den Solid empfinde ich ähnlich, allerdings startet er mit einem typischen Solid-Vibe, was mir nicht so gut gefällt. Nach einer guten halben Stunde unterscheiden sich die beiden Varianten für meine Wahrnehmung nicht mehr. Der Flakon wird nicht mehr hergestellt. Den Solid gibt es erst seit Kurzem.
Herzlichen Dank Floyd und Can für die Abfüllungen!
Eine sehr starke Dufterfahrung!
Klingt ja fast nach einem Selbstreinigungsritual.
Ich kann mir die Schattierungen der beiden Komponenten gut vorstellen.
Deine schwingenden Assoziationen und widersprüchlichen Gefühle zum Duft sind faszinierend und stark. Bei Copal würden sich unsere Duftseelen bestimmt treffen.
Kopalharz gehört für mich zu den schönsten, eigenständigsten Harzen.. Viele verwechseln es gerne mit Ringelblumen, was ich ja gar nicht nachvollziehen kann ;-)
Klingt ja fast nach einem Selbstreinigungsritual.
Ich kann mir die Schattierungen der beiden Komponenten gut vorstellen.