04.10.2026, 14:49 Uhr

Kreisquadrat
92 Rezensionen

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Hilfreiche Rezension
6
Naturseligkeit von botanischer Wonne
Für Jäger von Cheapies sind die Regale der Drogerie sowie die Hallen von TK Maxx immer einen Streifzug wert. Orte, um den einen oder anderen guten Fang zu machen oder ein Parfum zu erlegen, für welches man nicht unbedingt den aufgerufenen Originalpreis bezahlen möchte. So bin ich jedenfalls in den Besitz des "Botanical Bliss" gekommen.
Während die Vorgänger der Reihe trotz ihrer hübschen Flakons (irgendwo zwischen Retro-Landhausstil, romantisierter Western-Ästhetik und Berghütten-Lonewolf) eher enttäuschten, trifft "Botanical Bliss" das visuell vermittelte Thema olfaktorisch schon eher auf den Punkt.
Er erweist sich als ein markanter, stramm-grüner und sehr krautiger Herrenduft. Kompromisslos trocken und unsüß hebt er sich wohltuend vom typischen Mainstream ab.
Der Auftakt wird von einem aromatischen, tiefen Pflanzengrün dominiert, das Erinnerungen an frisch geschnittenes Grünzeug weckt. Dichtgewachsene Wildkräuter, zerquetschte, saftige Blätter und bitterer Stängelsaft. Tief, ätherisch, jenseits einer gefälligen Frische. Das Parfum macht seinem Namen alle Ehre.
Im weiteren Verlauf entfaltet der Duft Nuancen: Neben floral-frischen und erdigen Facetten gesellen sich sanfte Harze und feines Wachs hinzu, unterlegt von einer balsamisch-rauchigen Note. Die spürbare Synthetik ist solide verarbeitet, auch wenn der Mittelteil stellenweise kleine Störnoten bereithält.
Der Ausklang wirkt hautnah und vermittelt mit einer sauberen, seifig-gepflegten Aura eine schöne Reminiszenz an die 1970er Jahre. Dabei nicht ganz so rabiat wie die Originale von damals, aber spürbar retro.
Nach dem Drydown zeigt sich in der Basis zwar eine latent mitschwingende, synthetische Moschussüße, doch das saubere Gesamtergebnis bleibt erhalten.
Hier konnte ich mich jedoch nicht des Eindrucks erwehren, dass er stellenweise zu künstlich duftet. Ob der "Botanical Bliss" darüber hinaus billig wirkt, fällt es mir schwer, mich festzulegen. Da bin ich hin- und hergerissen, weil ich den ersten Stunden viel Sympathie abgewinnen kann.
Als erster der drei Reynolds and REYNØLDS-Düfte zeigt "Botanical Bliss" einen wirklich eigenständigen, unkonventionellen Charakter.
Wer auf der Suche nach einem markanten, maximal grünen Duft ist, macht mit diesem sympathischen Deal für einen Tenner definitiv nichts falsch. Ob man für den "Botanical Bliss" bereit ist, mehr auszugeben, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Während die Vorgänger der Reihe trotz ihrer hübschen Flakons (irgendwo zwischen Retro-Landhausstil, romantisierter Western-Ästhetik und Berghütten-Lonewolf) eher enttäuschten, trifft "Botanical Bliss" das visuell vermittelte Thema olfaktorisch schon eher auf den Punkt.
Er erweist sich als ein markanter, stramm-grüner und sehr krautiger Herrenduft. Kompromisslos trocken und unsüß hebt er sich wohltuend vom typischen Mainstream ab.
Der Auftakt wird von einem aromatischen, tiefen Pflanzengrün dominiert, das Erinnerungen an frisch geschnittenes Grünzeug weckt. Dichtgewachsene Wildkräuter, zerquetschte, saftige Blätter und bitterer Stängelsaft. Tief, ätherisch, jenseits einer gefälligen Frische. Das Parfum macht seinem Namen alle Ehre.
Im weiteren Verlauf entfaltet der Duft Nuancen: Neben floral-frischen und erdigen Facetten gesellen sich sanfte Harze und feines Wachs hinzu, unterlegt von einer balsamisch-rauchigen Note. Die spürbare Synthetik ist solide verarbeitet, auch wenn der Mittelteil stellenweise kleine Störnoten bereithält.
Der Ausklang wirkt hautnah und vermittelt mit einer sauberen, seifig-gepflegten Aura eine schöne Reminiszenz an die 1970er Jahre. Dabei nicht ganz so rabiat wie die Originale von damals, aber spürbar retro.
Nach dem Drydown zeigt sich in der Basis zwar eine latent mitschwingende, synthetische Moschussüße, doch das saubere Gesamtergebnis bleibt erhalten.
Hier konnte ich mich jedoch nicht des Eindrucks erwehren, dass er stellenweise zu künstlich duftet. Ob der "Botanical Bliss" darüber hinaus billig wirkt, fällt es mir schwer, mich festzulegen. Da bin ich hin- und hergerissen, weil ich den ersten Stunden viel Sympathie abgewinnen kann.
Als erster der drei Reynolds and REYNØLDS-Düfte zeigt "Botanical Bliss" einen wirklich eigenständigen, unkonventionellen Charakter.
Wer auf der Suche nach einem markanten, maximal grünen Duft ist, macht mit diesem sympathischen Deal für einen Tenner definitiv nichts falsch. Ob man für den "Botanical Bliss" bereit ist, mehr auszugeben, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
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