Someone Else's Flowers 2022

Someone Else's Flowers von Freddie Albrighton
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6.9 / 10 10 Bewertungen
Ein Parfum von Freddie Albrighton für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2022. Der Duft ist grün-blumig. Es wird noch produziert.
Aussprache Vergleich
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Duftrichtung

Grün
Blumig
Erdig
Ledrig
Frisch

Duftnoten

LevkojeLevkoje AlpenveilchenAlpenveilchen BrunnenkresseBrunnenkresse ChlorophyllChlorophyll ChrysanthemeChrysantheme HyazintheHyazinthe LederLeder MoosMoos PatchouliPatchouli RettichRettich

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft
6.910 Bewertungen
Haltbarkeit
7.310 Bewertungen
Sillage
7.09 Bewertungen
Flakon
7.111 Bewertungen
Eingetragen von 3eins2, letzte Aktualisierung am 29.08.2025.

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Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
9
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
9
Duft
Can777

251 Rezensionen
Can777
Can777
Top Rezension 19  
The Cemetery of Flowers…!
Keiner kannte ihn genau. Und niemand wusste genau wer er war oder woher er kam. Er kam immer zum Wochenende auf den sehr alten Friedhof am Stadtrand. Meistens Sonntags. Sein dunkler Anzug wirkte zerschlissen und abgewetzt . Aber man merkte dass er versuchte gepflegt zu erscheinen. Sein Blick war leer und seine wässrig-grünen Augen waren nach innen gerichtet. Sein weißes Haar umspielte sein hageres Gesicht wie ein Gespinst. Und jeder Schritt wirkte wie der Letzte. Zielstrebig ging er im dorthin wo keiner gerne war. Er ging zum Komposthaufen des Friedhofs. Dort wo der Friedhof aller Blumen war. Genau dort waren die Blumen die niemand mehr haben wollte. Dort wurde alles entsorgt was welkte,was nicht mehr frisch war,was nicht mehr ansehnlich und voller Schönheit war. Der Anblick des Komposthaufens war ebenso skurril wie wunderschön…!

Auf dem modernden Haufen lag alles. Die Kränze der gerade Verstorbenen und die Gebinde der Vermählten. Die Kirche war doch gleich nebenan. Hier lag der Tod direkt neben der Liebe. Man musste sehr bei sich sein wenn man vor diesen Komposthaufen stand. Zu mächtig und laut waren alle Emotionen die dort abgelegt wurden. Es tat weh. Egal in welche Richtung. Und genau dorthin ging der alte Mann. So unglaublich stark und selbstsicher!

Das Chlorophyll der welken Pflanzen und des Todes umschloss den alten Mann fast schon wie eine Aura aus Grün. Leicht narkotisch wie welke Hyazinthen. Er erwählte fast zielstrebig seine Blumen aus den Haufen. Selbst den erdig-schmutzigen Rettich aus dem Gemüse-Beet der Kirche nebenan nahm er oftmals. Die herbe-würzigen Chrysanthemen. Die ledrig-pudrigen Veilchen. Etwas Moos von verwitterten Grabsteinen. Die fleischig-zarten Levkoje. Seine Hände waren voller Erde. Patchouli gleich und voller Schmutz. Fast wahllos und doch instinktiv griff er zu. Er formte eine Strauß daraus. Morbide anzusehen und doch so unglaublich hübsch und wunderschön. Er gab den Tod selbst ein wunderschönes Kostüm. Die Vergänglichkeit schien zu leben!

Dann setze er sich verträumt auf eine der alten und kalten Granitbänke. Sein Blick war leer wie immer. Aber manchmal wurde er hell. Dann sprach er zu dem Strauß den er gebunden hatte mit einen verwitterten Lederband. Er hielt den Strauß wie einen Säugling im Arm. Oder auch wie den Kopf eines geliebten Menschen den er was zu erzählen hatte. Er streichelte auch oftmals den Strauß. So zärtlich,so sanft,so friedlich,so empfindsam und voller Liebe. Manchmal bewegten sich seine Lippen wenn er zu dem Strauß flüsterte. Aber man verstand nie ein Wort. In diesen Momenten wirkte er sehr,sehr glücklich…!

Stunden saß er da bevor er aufstand und mit dem welken Strauß in den Händen in den ältesten Teil des Friedhofs ging,der verwildert war und nicht mehr gepflegt wurde. Dort war eine Stelle ganz weit im Inneren die umgeben war von blühenden Unkraut. Sie wirkte aus der Distanz fast wie ein kleiner Komposthaufen. Es war bloß keiner! In der Mitte war ein zierlich-kleiner und verwitterter Grabstein. Er war umgeben von verwelkten Sträußen. Man konnte sie kaum noch zählen. Es waren unendlich viele. Dort legte der alte Mann den Strauß ab. Dieser Ort war so still,dass man noch nicht mal die Vögel zwitschern hörte. Aber was man hören konnte war sein weinen. Nie lange,…ganz kurz nur…!

Wenn man sich den Grabstein näherte und ein paar der Sträuße beiseite schob konnte man noch erkennen was auf ihm stand……

HIER RUHT ANNI…
DU WARST DIE GÄRTNERIN MEINES HERZENS.
IN EWIGER LIEBE….
WILLI

Ende

https://www.youtube.com/watch?v=iytUp61zsUo
30 Antworten
7
Sillage
7
Haltbarkeit
9
Duft
ElAttarine

83 Rezensionen
ElAttarine
ElAttarine
Top Rezension 40  
Die Blumen der anderen
Länger habe ich dieses Zimmer nicht betreten. Was ist das für ein Blumenduft? Was ist das für ein Strauß? Ein irreales und geradezu barockes Bouquet wie aus einem alten Stilleben, zarte Alpenveilchen, saftige Hyazinthen, süßpudrige Levkojen, - und die schönen Chrysanthemen, die ganz am Anfang mal unsere Blumen waren… Ganz frisch ist er nicht mehr, das Wasser auch nicht. Hast Du ihn für sie gekauft? Oder hast Du ihn von ihr oder irgendwem bekommen und hier in der Metallvase mit dem Steckmoos stehen lassen, in die du ihn offenbar ziemlich eilig gestellt hast - sonst wären nicht so viele der fleischigen grünen Stängel geknickt? Du bist gegangen, Deine Liebe und Deine Blumen bekommen jetzt andere, ich vermisse Dich so. Hell und scharf wie Kresse und Rettich der Schmerz in mir. Dass Du dieses Zimmer ab und zu noch benutzt, macht es schwerer.
Ich setze mich auf das dunkle abgewetzte Ledersofa, auf dem wir so oft gemeinsam gesessen haben, stelle meine Füße auf die Erde, und nachdem meine teerbitteren Tränen nachlassen, kann ich spüren, wie die Kraft der Erde in mir aufsteigt und mich ruhiger macht. Der Strauß duftet immer noch wundervoll, und Du wirst lange als Wunde in meinem Herzen wohnen, aber ich bin wieder geerdet und sammle neue Kräfte.
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Melancholisch, herzzerreißend und dabei doch irgendwie kraftvoll und geerdet, dieser Duft schlägt einen Bogen, den ich sehr mag. Er besteht aus drei Schichten, die einander aber überlagern und nicht klar voneinander zu trennen sind. Am Anfang ist das frisch-wässrig-fleischig-Blumige am stärksten, zieht sich aber durch. Hyazinthen und Chrysanthemen sind wahrnehmbar, ergänzt durch einen Hauch Alpenveilchen und ein winziges bisschen süßpudrige Levkoje, aber nur wie ein kurzer Windhauch. Eine zweite Schicht fügt etwas Bitteres hinzu, als ob ein Hauch Teer dabei wäre, grün-pfeffrige Schärfe von Kresse und Rettich, und etwas ganz leicht Metallischisches – das ist für mich oft schwierig, hier fügt es sich aber dezent ein und bleibt gut tragbar. Schließlich wird das Ganze nach und nach moosig-ledriger mit etwas modrig-erdigem Patchouli in der Basis.
Someone else’s flowers bildet für mich eine Duftfamilie mit Fathom V, Spite und vielleicht sogar Ivy Musk. Fathom V unterscheidet sich für mich durch die Assoziation des Tiefseeleuchtens, Spite ist für mich weniger melancholisch, hat aber auch diese Spannung zwischen der weichen, verletzlichen und der stacheligen Seite, wo es hier eher Kresse-Rettichschärfe gibt. Und Ivy Musk hat für mich – obwohl viel intensiver und animalischer – einen vergleichbaren erdig-erdenden Effekt.
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Someone else’s flowers malt geradezu visuelle Bilder – nicht überraschend bei Freddie Albrighton, der beides ist, Tattoo-Künstler und Parfumeur. In einem Interview mit Julia Biró, das auf ALzD nachzulesen ist, spricht er darüber, dass er „ein Gefühl von Verspieltheit und Anti-Tradition bewahren“ möchte. Für Anti-Tradition muss man die Tradition, gegen die man rebelliert, natürlich kennen, und das gilt ganz sicher für Freddie. Er sagt, er verwende „gerne Akkorde, die die Menschen erkennen, aber nicht erwarten, oder ich präsentiere sie auf eine unerwartete und neuartige Weise... Kaugummi, Latex, Rettich, Müsli, Kerzenwachs usw.“. Das gilt hier auf jeden Fall für die Verbindung der Blumen mit dem Rettich-Kresse-Grün-Komplex und der Leder-Moos-Patchouli-Basis. Freddie hatte während der Entwicklung mit unterschiedlichen Versionen experimentiert: Darunter waren welche „die sehr weich und zart waren, einige, die weniger erdig waren, andere, die erdiger waren, einige, bei denen die pflanzlichen Noten zurückhaltender waren und die kommerzieller waren, eher ein grünes Eau de Cologne, einige Variationen, die die metallische, vasenwasserartige Herbheit zähmten.“ Zum Glück ist das Endergebnis nicht das gezähmte, sondern es ist alles: blumig, melancholisch, bitter, zart, wild, scharf, metallisch, modrig-erdig.
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Freddies andere Düfte kenne ich noch nicht, bin jetzt aber ziemlich neugierig.
Ganz lieber Dank geht an HasenNase und Can777 für die Inspiration!
Das Interview mit Freddie Albrighton findet sich auf
https://www.alzd.de/en/2023/03/20/interview-with-freddie-albrighton
-creative-jack-of-all-trades-from-great-britain/

37 Antworten

Statements

4 kurze Meinungen zum Parfum
Can777Can777 vor 7 Tagen
9
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
9
Duft
Halte meinen Kopf!
Zärtlich,sanft und empfindsam wie welkende Blumen. So warm die Erde,die Stille.,deine Haut. Grün,bittere Erinnerungen!
37 Antworten
VrabecVrabec vor 2 Jahren
7
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Hier riecht es wirklich authentisch nach Blumenladen. Saftige Blüten, leicht muffiges Wasser (aber ertragbar) und weichem Lederhintergrund.
2 Antworten
Rieke2021Rieke2021 vor 3 Jahren
6
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
6
Duft
Frische grüne + bittere Kräuter. Leiden in der Luft eines Blumenladens mit moderigen Blättern + Stengeln. Im DD weichgespültes Leder. Naja.
3 Antworten
BobbyBobby vor 3 Jahren
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
5
Duft
Puh... wirklich die (Kunst-)Blumen anderer, zumindest nicht MEINE: Waschküche-der-Großeltern-Vibes, Weichspüler Ariel Typ "Blumenwiese"...
2 Antworten

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Torten Radar

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