FriendchildFriendchilds Parfumkommentare

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08.11.2014 16:39 Uhr
3 Auszeichnungen
Ich bin ein kleiner Spätzünder, wenn es um das Chanel Haus geht. Seit frühen Jahren ist Chanel immer eine Marke gewesen, die mit sich so viel Klasse und Eleganz transportierte wie keine andere Marke. Schon Kindheitstage waren durchtränkt von "Platinum Egoiste" und später dann "Allure Homme".
Mit dem Hobby und Parfumo kamen sehr viele Aspekte hinzu, wodurch ich anfing Düfte anders wahrzunehmen.
Mit "Bleu de Chanel" war das der gleiche Fall, erst nachdem mein Vater anfing eine Probe davon zu tragen, wurde ich aufmerksamer. So geschehen ist es auf bei diesem Duft. Bezüglich der Präsentation habe ich mich in anderen Kommentaren dazu geäußert.

Der Duft. Der Duft ist mit einer wunderbaren Mandarine gepaart mit einer leichten Minze die viel zu schnell verschwindet. Der Anfang ist nämlich super! Der weitere Verlauf ist leicht grün durch das Salbei und der schwarze Pfeffer gibt dem einen leichten Kick, ähnlich wie bei Bleu de Chanel. Der weitere Verlauf ist für mich ein leichtes Rätsel. Die Basisnote ist so kombiniert, dass für mich Tonkabohne, Moschus und Zeder einen Marzipan-Hauch erzeugen. Das ist das beste Moment, und der bleibt auch so bis zum Schluss.

Trotz allem... ein Duft, der frisch ist, der anklang findet, der einfach aber doch hochwertig gestrickt ist. Der Flankerwahn nimmt auch kein Ende bei Chanel, aber sei es drum, der Duft ist einfach gut. Es gibt Tage in unserem Leben, da brauchen wir was einfaches, was nettes, was uns aber trotzdem sehr viele Komplimente einheimsen wird - das finden wir in den Duft sehr gut ! Die Haltbarkeit ist super, locker 7-8 Stunden.


19.10.2014 14:03 Uhr
11 Auszeichnungen
Tom Ford ist jemand, den ich wirklich schätze in der Modewelt. Es ist ein zutiefst charismatischer Mensch und weiß wie man mit der Mode umgeht. Er hat bei seinem Label überall seine Hände im Spiel, und das merkt man, wenn man sich die Produkte gönnt.

Seit dem ersten Tag auf Parfumo, war Tom Ford Private Blend eine der Parfümlinien, die mich am meisten interessiert haben. Das wunderschöne Tabacco Vanille war mein erster Kandidat und ich war hin und weg.

Doch kommen wir erstmal zum Tuscan Leather. Die Presentation und die Verpackung ist jeden hier bekannt. Die Flakons sind wahre Schönheiten, leider funktionieren die Sprüher nicht so gut, doch das ist hier nicht so schlimm wie ich finde.

Der Duft. Er startet wunderbar! Diese unglaubliche Himbeere die dem Duft das gewisse etwas verleiht. Der Safran macht das ganze leicht salzig stechend, aber in keinesfalls störend. Die Himbeere begleitet den Duft eine lange Zeit über. Später kommt zu den Leder das trockene Amber und schwarzes Wildleder wie man es von wunderschönen Lederjacken kennt. Authentischer geht es wohl nicht mehr.

Wie schon erwähnt, wer den Duft von Leder mag, der sollte diesen Duft unbedingt testen. Er verleiht dem Träger eine unglaublich teure und erwachsene Aura. Viele schreiben, dass man nach "Geld" riechen würde, und das kann ich so stehenlassen, es ist nämlich Luxus in Duftform.

Die Haltbarkeit und die Sillage sind hervorragend, ohne dabei jemanden auf die Füße zu treten. Man wird wahrgenommen aber er übertreibt es nicht. Hierbei gibt es keinerlei Mängel, was ein schöner Kaufgrund ist.

INTRESSANT: Der Rapper Drake widmetet den Duft einen ganzen Song, wo er rappt :" Tom Ford's Tuscan Leather smellin like a Brick." Das heißt das TL so wie Kokain riechen würde. Ich habe ein paar Quellen gefragt, ob das der Wahrheit entsprechen würde, und zwei Quellen meinten, dass der Duft tatsächlich wie Kokain riecht. Vielleicht nur ein Zufall, oder doch gewollt? So entstehen Legenden!

Alles in einem, ein genialer und authentischer Lederduft, der keinesfalls darauf wartet, bei besonderen Gelegenheiten getragen zu werden, sondern ein doch sehr umgänglicher Typ ist. Wer sich für Parfüm interessiert, der sollte ihn auf jeden Fall getestet haben um sich eine eigene Meinung zu bilden!


18.10.2014 12:31 Uhr
6 Auszeichnungen
Der Sommer verging, und dieser Duft war mein treuer Begleiter bei sehr hohen Temperaturen. Anfangs habe ich gar nicht geglaubt, dass ein "EDP" so wenig kostet. Ich hoffe das schöne Parfüm im Internet für ungefähr 10 Euro bestellt bei 35ml Inhalt. Ich hab mir gedacht, für den Preis kann man nichts falsch machen, schon gar nicht wenn man eine Kopie vom SMW von Creed sucht.

Und wisst ihr was? Der Duft ist praktisch SMW mit kleinen Abstrichen, die aber der Preis und die Qualität wieder wegmachen.

Der Flakon ist klassisch, liegt einfach super in der Hand und der Sprüher ist total gut. Er versprüht einen schönen Radius und man ist für den Tag gewappnet! Der Verpackung ist klassisch, nichts weltbewegendes, alles in einem, wirklich sehr nett das ganze!

Der Duft. Hach, wunderschön der Anfang! Zu Anfangs bekomme ich eine schöne Grapefruit die leicht bitter daherkommt, was ich aber toll finde! Die blumigen Noten sind die ganze Zeit über Präsent, kein Zweifel. Aber im ehrlich zu sein, weiß ich nicht genau welche Blumen ich da rieche. Ich würde sagen Veilchen, der Rest ist für mich schwer zu erkennen. Die Karamellnote verleiht dem Duft eine wohltuende Süße, die aber nicht ins kitschige abdriftet, sondern den Duft ergänzt. Bei den Holznoten tue ich mich auch schwer, aber ich tippe mal auf das Sandelholz. Insgesamt kann man sagen, dass es eine sehr blumige Komposition ist, die aber absolut keinem Geschlecht zuzuordnen ist.

Ich bin beeindruckt von dem Duft. Ich hatte eine große Duftprobe vom SMW und hatte einen direkten Vergleich gemacht. Klar, der Creed ist insgesamt reicher, besser ausbalanciert, dafür ist der SIlver sehr viel angenehmer in der Nase für mich. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann wäre der Silver meine Wahl!

Die Haltbarkeit und Projektion sind definitiv gut. 6 Stunden wird man locker wahrgenommen. Mal schauen wie es im Winter aussehen wird.
Wer eine super Duftkomposition sucht, das wird sie in Silver finden. Das Preis - Leistungsverhältnis ist unschlagbar. Ein wirklich gelungener Dufttipp der Community! Testet ihn!!!!


17.10.2014 16:45 Uhr
6 Auszeichnungen
In letzter Zeit habe ich mich ein wenig rar gemacht, was Kommentare angeht. Es wurde sehr viel Sachen getestet, sehr viele Sachen gekauft und sehr viele Sachen verkauft. Also das übliche was einen Parfümverrückten wie uns ausmacht.

Doch dann wurde ich stutzig. CH Men. Ein Duft von Carolina Herrera, den ich nicht wirklich kannte. Ich habe zwar den Flakon vor lange Zeit mal gesehen, aber nie wirklich getestet. Als ich in einer kleinen Parfümerie vorbeischaute, gab es diesen wunderschönen Flakon.

Der Flakon ist klassisch gehalten, der Mantel drum herum ist aus Gummi, und die Präsenz ist wirklich hochwertig. Die Details sind schön, der Sprüher ist gut. Das sieht man gerne, dass man sich Mühe gibt bei einem Flakon.

Der Duft. Er startet wie ich finde mit der leichten Bergamotte mit Grapefruit gepaart mit Muskat und Veilchen. Nach ungefähr 10 Minuten kommt Sandelholz dazu, und das bleibt für die nächste Stunde. Da der Leder-Hype im Moment ziemlich groß ist, könnte der Duft ein paar Leute interessieren, denn zum Schluß bleibt ein schöner Zucker-Vanille-Leder-Amber Vibe zurück. Das ausklingen des Duftes ist definitiv sehr süß, aber nicht pappig oder gar Zahnschmelzvernichtend!

Alles in einem, ein super Geheimtipp. Eine süße Komposition, die allerdings sehr gut gemacht ist. Es ist definitiv kein Einheitsbrei und hebt sich deutlich von der Maße ab.
Die Haltbarkeit ist leider Durchschnitt, er ist eher ein zurückhaltender Duft, aber man wird trotzdem wahrgenommen. 6 Stunden hatte ich mit ihm Spaß!
Ich kann ihn jedem ans Herz legen.


06.12.2013 14:04 Uhr
3 Auszeichnungen
Ich muss gestehen, die Jahre auf Parfumo waren hart, man hat so vieles testen können, was man nie im Leben in einer Parfümerie getan hätte. Genauso impulsiv handele ist ja selbst, denn wenn mir was nicht gefällt, wandert er sofort in die Mülltonne! Man muss manche Menschen zu seinem Glück zwingen.
In letzter Zeit beschäftige ich mich ein wenig mit dem Schaffen von Tom Ford, der wie ich finde, einen genialen roten Faden bei seinen Produkten hinterlässt - gerade bei seinem Parfüms.
Leider kam ich spät zu diesem Werk, da er wie so oft den Pappstreifentest nicht geschafft hat, was ich hier zutiefst bereue.

Der Flakon. Ganz ehrlich, ich finde ihn, bis auf die Farbe eigentlich ziemlich hässlich. Allerdings ist der Sprüher hier hervorragend und gut konzipiert worden.

Der Duft. Der Auftakt ist eigentlich wirklich gut gewählt worden, denn die Mandarine gepaart mit der Bergamotte ergeben wirklich einen schönen Mix. Das Rosmarin verleiht dem Duft einen spritzer Männlichkeit. Danach geht zur eigentlichen Party. Das Oud und der Vetiver harmonieren so unglaublich gut miteinander, dass keiner der beiden das Ruder übernimmt. Wirklich genial ausbalanciert. Dieses grüne Vetiver verleiht der Herznote dieses gewisse etwas, was ihn nicht zu dunkel erscheinen lässt. Das Oud wurde hier auch so eingesetzt, dass es ausnahmsweise wirklich schön ist.
Die Basisnote ist für mich ein wenig flach, den der Moschus wird nur leicht angedeutet wo hingegen das Amber diesen Duft staubtrocken sterben lässt. Würde die Basisnote ein wenig besser gemacht worden sein, dann wäre der Duft ein wirkliches Statement.

Im großen und ganzen kann man schon sagen, dass der Duft einfach zur falschen Zeit erschienen ist. Die Menschen waren einfach noch nicht bereit für einen so "anderen" Duft. Deswegen dachte sich die Marketingabteilung, dass sie ihn jetzt rausbringen, wo der ganze OUD-Wahn ausgebrochen ist - und da hatten sie den richtigen Riecher. Das Original ist in der Tat ein wenig dunkler, ausdrucksstarker als das "Neue", doch die Unterschiede sind so marginal, dass man bei dem neuen bedenkenlos zugreifen kann.


16.06.2013 11:18 Uhr
9 Auszeichnungen
Also 212 Men ist nicht wirklich bekannt in Europa. In Deutschland habe ich ihn bis jetzt nur ein paar Mal gesehen, aber nie wirklich dran gerochen. Ich weiß vor gut über 10 zehn Jahren, war die Schwester meines bestes Freundes in den USA als Schüleraustausch. Zu der Zeit habe ich immer "CK Be" gerockt, daraufhin meinte sie ich solle mir doch bitte "212 Men" kaufen, weil sie "CK Be" nicht mehr riechen könne...
Diese Worte haben mich sehr lange begleitet, und immer mal wieder dachte ich an diesen Duft. Doch irgendwie habe ich nie in Erwägung gezogen, ihn mir zu kaufen.

Erstmal die Verpackung. Sehr simpel gehalten. Der Flakon sieht jetzt nicht atemberaubend aus. Aber was ich gut finde ist der Metallverschluss und der Sprüher, der funktioniert wirklich großartig.

Der Duft.
Der Duft startet sehr intensiv und zugleich total angenehm. Was mir in den Sinn kommt ist einfach nur das Wort "grün". Den Anfang macht frisch geschnittenes Gras mit Petitgrain und einer leichten Lavendel. Bei den ersten drei Minuten empfinde ich einen leichten Bergamotte touch, doch der verfliegt leider sehr schnell.
Das besondere am dem Duft ist definitiv die Herznote. Die Gardenie mit dem Veilchen verbunden mit Ingwer und Salbei ergeben einen wirklich schöne Herznote. Der Drydown lässt den Duft langsam ausklingen, mit Guajakaholz, Moschus, Vetiver und Sandelholz. Der Duft wird nie penetrant, oder schwerfällig.

Alles in Allem muss ich sagen, dass der Duft wirklich gelungen ist. Ich kann den Erfolg in den USA verstehen, dort drüben mag man einfach Düfte wie "212 Men" oder andere saubere. Schon allein hier sieht man, dass der Duft nicht wirklich verbreitet ist. Man bekommt einen große Flasche manchmal für unter 50 Euro. Wer einen langanhaltenden Duft sucht, der trotzdem frisch ist, der könnte hier richtig liegen. Ich kann ihn nur jedem ans Herz legen.


21.05.2013 12:01 Uhr
7 Auszeichnungen
Wer kennt diesen Duft nicht? Es gibt nur wenige aquatische Düfte, die so charakteristisch und ausdrucksstark sind wie Cool Water. Ich selbst bin 1986 geboren, also habe ich ihn nie bewusst wahrgenommen. Keiner meiner Verwandten hatte ihn, mein Vater hatte einen ganz anderen Geschmack. Ich kann behaupten, dass ich ihn anders wahrnehme, als die, die ihn zu der Blütezeit mitbekommen haben und ihn entweder geliebt oder gehasst haben.

Zeit meines Lebens kenne ich diesen Duft. Es ist jene Komposition, die man einfach kennt.

Kommen wir zuerst zu der ganzen Präsentation. Die Verpackung und der Flakon sind zeitlos, keine Frage. Hier wurde das Design dem Duft angepasst. Was ich aber betonen möchte ist die wunderschöne Farbe des Flakons, und die glänzende Verpackung. Ich finde die nämlich ganz schön.
Der Sprüher ist hervorragend. So will ich ihn haben. Er sprüht perfekt.

Der Duft.
Der Auftakt ist wirklich sehr gelungen. Eine wunderbare Wolke aus Lavendel und Minze gepaart mit einer herben Mischung. In der Duftpyramide angegeben als "Grüne Noten"... wie ich finde, kann man das so stehen lassen. Nach rund 10 Minuten kommt das Jasmin und der Neroli hinzu. Vereint mit der Minze und der Lavendel wirklich gelungen. Dieser Teil des Duftes ist das charakteristische von Cool Water. Dieser leicht blumige Akkord gepaart mit der frischen der Minze und dem Lavendel.
Nach ein paar Stunden wird der Duft sehr weich und leicht cremig. Das Sandelholz vermischt sich mit dem Amber und dem "grünen" Eichenmoos.

Die Haltbarkeit des Duftes ist wirklich genial. Von 5 bis zu 9 Stunden kann ich ihn an mir riechen. Allerdings gibt es hier einen Haken. Manchmal nehme ich ihn sehr an mir wahr, manchmal verschwindet er auch spurlos nach 5 Stunden. Gestern hatte ich ihn drauf und nahm ihn 9 Stunden wahr - hervorragend.

Zu der Creed Diskussion will ich nicht eingehen, dazu bin ich nicht kompetent genug. Für die paar Euro bekommt man einen hervorragenden Duft und eine wunderbare Haltbarkeit. Heutzutage nehme ich ihn kaum mehr wahr, als beispielsweise in den 90er, wo man ihn ab und zu gerochen hat. Wer einen wirklich schönen Allrounder Duft sucht, aber nicht viel ausgeben möchte, der ist bei "Cool Water" richtig.


19.05.2013 13:59 Uhr
6 Auszeichnungen
Eines muss man Ellena lassen, ihn interessieren keine Trends. Hermes hat bewiesen, dass sie den richtigen Riecher hatten, Ellena einzustellen.
Als ich meinen Kommentar zu "Terre D'Hermes" schrieb, war ich ein Ignorant. MIt den Jahren auf Parfumo lernte ich viel über meinen eigenen Duftgeschmack kennen. Hätte mir jemand nach meinem ursprünglichen Kommentar gesagt, ich würde mir später mal "Terre D'Hermes" kaufen, so hätte ich es nicht geglaubt.

Obwohl ich ihn am Anfang gar nicht gemocht habe, testete ich ihn immer wieder. Ich wollte einfach dahinter kommen, warum dieser Duft so viele Besitzer hat, und warum er ständig auf der 1 ist.

Als erstes. Der Flakon ist schlichtweg ein reines Meisterwerk. Anders kann ich diesen Flakon nicht beschreiben. Das charakteristische orangene "H" auf der Unterseite... einfach genial. Dagegen muss ich sagen, dass die "Hermessence-Reihe" einfach die besseren Sprüher haben, denn der bei "Terre D'Hermes" ist kein guter.

Der Duft.
Hier sieht man Ellena's Handschrift am besten. Alles was in der Duftpyramide angeführt ist, kann man erschnuppern. Ich finde es eigentlich gut, dass der Duft keine großen Veränderungen durchmacht. Was ich charakteristisch für diesen Duft finde, ist die Orange, die durch ihre Mitspieler wie Grapefruit, Patchouli, Rosa Pfeffer und Vetiver total verzerrt wird. Sie wirkt leicht dreckig und erdig. Es ist eine wunderbar ausbalancierte Komposition. Vielleicht deswegen ist dieser Duft auf der ganzen Welt sehr populär. Heute kann ich den Erfolg verstehen.

Die Haltbarkeit ist wirklich großartig. Ich nehme ihn 7 Stunden an mir selbst wahr, obwohl Leute auch noch 7 Stunden gesagt haben, dass ich gut riechen würde.
Der Duft ist einfach nur männlich. Er ist Selbstbewusst und kompromisslos. Wer sich für ihn entscheidet, der kennt seinen Duftgeschmack.
Man muss ihn einfach getestet haben.


19.05.2013 13:32 Uhr
5 Auszeichnungen
Ich kenne diesen Duft schon eine Weile. Ich hatte ihn damals als Probe bekommen, und habe mich gleich in ihn verliebt. Es war wieder einer dieser Momente, wo man etwas riecht, und sofort denkt, okay, den kaufe ich mir.
Ich habe ihn mir nicht gekauft, allerdings hat ihn meine Mutter bekommen und ich muss gestehen, dass ich mir immer 5-10 ml abzwacke.

Atelier Cologne ist eine Marke, die nicht wirklich "Colognes" in dem Sinne herstellt, sondern es sind Düfte mit dem gewissen Esprit eines Colognes. Wie schon so oft im Forum diskutiert wurde, kann man die Düfte mit einem Eau de Parfum oder sogar Parfum gleichsetzen - falls ich mich irre, korrigiert mich bitte.

Der Flakon ist wirklich wunderschön. Wenn man die Flüssigkeit sieht, dann bekommt man gleich gute Laune. Leider muss ich gestehen, dass der Sprüher nicht wirklich gut ist, er gibt diese kleinen Sprühstöße ab, die ist einfach nicht mag. Aber ansonsten ist die Präsentation des Duftes wirklich gelungen.

Der Duft.
Er beginnt einfach himmlisch. Mich umgibt sofort eine aufgeschnittene Blutorange mit eine zart-bitter Note. Man hat einfach Lust darin zu baden. Ich gebe es zu, bei diesem Duft spare ich keinesfalls an Sprühstößen, denn er wird in keinem Fall aufdringlich.
Diese Orange begleitet den Duft bis hin zum Ende. Nach rund einer halben bis dreiviertel Stunde gesellen sich die Blumen hinzu. Die verleihen dem Duft eine wunderschöne Gartenatmosphäre.
Der Drydown ist einfach schön. Ich nehme ein leichtes Sandelholz wahr, dieses vermischt sich mit dem Amber und dem Ausklang der Blutorange. Ein schönes Ende.

Was mich bei diesem Duft wirklich beeindruckt hat, ist die wirklich gute Haltbarkeit. In den ersten Stunden ist er wirklich sehr sehr stark, aber auf eine nette und unaufdringliche Weise. Ich nehme ihn rund 5 Stunden auf meiner Haut wahr, danach klingt er langsam aus.
Wer einen Sommerduft sucht, der ist bei Atelier Cologne zu Hause. Die Düfte machen echt war her, aber ich finde Orange Sanguine ist einfach das Schmuckstück dieser Reihe. Wer Orangen liebt wie ich, der wird mit diesem Duft seinen Spaß haben.


05.05.2013 14:31 Uhr
9 Auszeichnungen
Als der Duft herauskam, war ich gespannt wie jeder andere. Es ist ja ziemlich selten, dass Chanel einen neuen Herrenduft herausbringt, der nicht zu der Allure-Reihe gehört. Ich habe ihn getestet und war ein bisschen enttäuscht. Ich wollte ihn eigentlich aus trotz gut finden, aber es gelang nicht. Das erste Mal wo er mir positiv aufgefallen ist, war als mein Vater eine Probe von ihm getragen hat. Ich dachte nur, hmm, der riecht ja ganz gut.
Ich fragte ihn was er tragen würde, und er sagte:" Was neues von Chanel!"
Das war glaube ich der Punkt, wo ich anfing, ihn gut zu finden.

Die ganze Verpackung+Flakon+Sprüher sind alle Chanel typisch, wunderschön und zeitlos. Dieser Magnetmechanismus ist wirklich sehr cool gemacht.

Der Duft startet wirklich sehr schön. Der rosa Pfeffer und der Vetiver passen perfekt zueinander, und die zitrischen Noten lassen den Auftakt nicht so aggressiv wirken.
Unterstützt wird das ganze durch das Zederholz und die Grapefruit. Alles wirkt wirklich schön und einfach. Genau da liegt die Stärke. Er wirkt einfach, elegant, frisch und männlich holzig. Der Drydown tritt nach ein paar Stunden ein. Es gesellen sich noch der Ingwer hinzu und das Sandelholz. Weihrauch nehme ich nicht so wirklich wahr.

Der Duft ist wirklich sehr gut komponiert. Er ist gefällig, was nicht gerade ein Minuspunkt ist. Menschen werden den Duft an euch mögen, denn es ist keiner, der negativ auffällt, eher das Gegenteil!
Die Haltbarkeit ist super, er knackt locker die 6 Stunden Marke, und die Projektion ist einfach sehr sehr gut. Wer einen Duft sucht, der unkompliziert ist, aber doch qualitativ hochwertig, der könnte mit diesem Parfüm seine Freude haben.


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