Shooting Stars

Uden 2007

Uden von XerJoff
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Platz 23 in Unisex-Parfums
8.6 / 10 1749 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von XerJoff für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2007. Der Duft ist zitrisch-frisch. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Zitrus
Frisch
Süß
Holzig
Cremig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
ZitroneZitrone GrapefruitGrapefruit
Herznote Herznote
SandelholzSandelholz GuajakholzGuajakholz RoseRose RumRum
Basisnote Basisnote
VanilleVanille MoschusMoschus AmbraAmbra KaffeeKaffee
Bewertungen
Duft
8.61749 Bewertungen
Haltbarkeit
7.71636 Bewertungen
Sillage
7.41628 Bewertungen
Flakon
9.11590 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.61285 Bewertungen
Eingetragen von DirkDS, letzte Aktualisierung am 26.05.2024.
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion „Shooting Stars”.

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist
Sculpture Homme (Eau de Toilette) von Nikos
Sculpture Homme Eau de Toilette
Lafayette Street von Bond No. 9
Lafayette Street
Sculpture Parfum von Nikos
Sculpture Parfum
Allure Homme Édition Blanche (Eau de Parfum) von Chanel
Allure Homme Édition Blanche Eau de Parfum
Wood & Spices von Montale
Wood & Spices
L'Homme von Prada
L'Homme

Rezensionen

86 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
DonJuanDeCat

2035 Rezensionen
DonJuanDeCat
DonJuanDeCat
Top Rezension 35  
Hm… ähnelt er einer gewissen Skulptur??
Hallo Leute, da bin ich wieder!
Uhh,… für die einen bin ich hier wohl eine Plage, andere wiederum scheinen sich aber tatsächlich zu freuen, von mir hier zu hören bzw. zu lesen, und das freut mich dann ebenfalls :D
Doch zuerst einmal ein Frohes und Glückliches Neues Jahr allerseits :)

Ich hoffe, ihr hattet einen angenehmen Jahreswechsel und Silvester. Ich selber war mit paar Freunden bei meinem Bruder, es war toll, es gab was nettes zum Essen und wir haben viel getrunken und allgemein dummes Zeug gemacht :D
Nee, geböllert haben wir nicht, da auf dem Land mehr Tiere unterwegs sind und diese ja auch richtig Angst vor Krachern haben, aber dafür haben wir viel getrunken, rumgealbert und, typisch Nerdmäßig, mit unseren Lichtschwertern rumgespielt… und ja, ich weiß wie das grad klingt… :DD

Wie dem auch sei, ich beginne das Jahr mit einem neuen Kommi. Diesmal zu Uden von Xerjoff, der ein zitrisch frischer Duft sein soll (ihr wisst ja, irgendwann ist jeder Winter zu Ende, so dass ich jetzt schon mal einen frischen Duft hier vorstelle… und weil ich eben diese Duftprobe heraus gefischt hatte :D). Und jaaa… es ist mal wieder ein Herrenduft! Hättet ihr sicher nicht gedacht, dass ich auch mal einen Herrenduft testen würde, oder? Argh… viele denken sicher noch immer, dass ich NUR Damendüfte testen würde, aaaargh, ich könnte mich wieder aufregen, ABER: Ich sollte das neue Jahr positiver beginnen, nicht wahr? :D

Also beruhige ich mich wieder, meckere nur innerlich (he he) und beschreibe mal, wie der Duft hier so riecht, der übrigens für viele ganz ganz toll duften soll!

Der Duft:
Der Duft beginnt mit einer sehr netten Zitronen-Grapefruit Kombination, die toll duftet, frisch (aber nicht wirklich erfrischend) riecht und auch leicht würzig rüberkommt, was an den holzigen Noten liegen dürfte. Und ob ihr es glaubt oder nicht,… der Duft erinnert mich extrem an Sculpture von Nikos. Es ist fast so, als ob Sculpture und Uden Duftzwillinge wären. Sogar der markante, synthetische Touch kommt hier deutlich zum Vorschein. Das mag vielleicht einige stören, vor allem bei einem so teuren Duft, aber naja… diese Synthetik ist ganz okay, jedenfalls gehört er nicht zu den störenden synthetischen Noten, die meiner Meinung nach viele Düfte so billig und „schnell zusammengemischt“ erscheinen lassen. Von daher ist also alles okay und weiter geht’s :)
Rum und Rose kann ich nicht wirklich heraus riechen, dafür geht es mit einem schönen, süßlichen Amberduft weiter, zu dem sich auch ein wenig Vanille dazugesellt, der vermutlich später wie üblich stärker werden wird.
So einige Stunden später werden dann die Ähnlichkeiten zum Sculpture immer geringer. Der synthetische Touch verschwindet allmählich und der Duft riecht dann mehr nach Amber, während Nikos Sculpture eigentlich fast durchgehend so riecht, wie er beginnt. Kaffee riecht man übrigens nur sehr wenig, und das auch nur, wenn man an der gesprühten Stelle schnüffelt. Und mit Amber und Vanille endet der Duft auch größtenteils und riecht damit eigentlich zu jedem Zeitpunkt ganz nett.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Ausstrahlung finde ich okay, er ist kein richtiger Kracher, aber aus der Nähe bzw. nicht allzu großer Entfernung ist er gut an einem riechbar.
Die Haltbarkeit ist da schon wesentlich besser und hält mehr als zehn-zwölf Stunden.

Der Flakon:
Der Flakon ist leicht aufgebläht und hat auf der Vorderseite eine metallisch-goldene Plakette mit dem XerJoff-Logo darauf. Der Markenname wurde in den runden Hals eingraviert, darauf setzt der goldene Deckel an, der mich wie immer an die königlichen Kronen vom damaligen Unterägypten erinnert. Es gibt aber auch eine rechteckige Flakonvariante, der in der Höhe leicht breiter wird und auf der Vorderseite eine größere goldene Plakette zeigt, auf der man neben dem Logo auf das Profil einer Frau mit welligen Haaren sehen kann, von der (passend zum Namen) eine Sternenschnuppe ausgeht. Beide Flakons sind schön und sehen hochwertig aus, mir gefällt die rechteckige Version allerdings etwas besser.

So,… also ich finde Uden sehr gelungen, aber das ist auch kein Wunder, da mir ja auch Sculpture von Nikos sehr gut gefällt und diese beiden Düfte sich wirklich extrem ähnlich riechen. Zumindest in den ersten wenigen Stunden. Und da man wie beschrieben sogar den synthetischen Touch riechen kann, den es auch beim Sculpture gibt, muss man diesen Touch schon mögen, da die Ähnlichkeit der Düfte ja schon einige Stunden hält, bevor sich der Duftverlauf komplett verändert.

Denn wie gesagt wird der Duft dann mehr ambriger… oder wie man das so sagt, er bekommt also eine immer stärkere Amber-Note und mischt sich zusätzlich noch mit der Vanille, wo zudem auch die Synthetik verschwindet. So oder so, mir gefallen beide Phasen des Duftes. Wem allerdings die erste Phase aber mehr gefällt, dem empfehle ich dann lieber Sculpture als diesen Duft hier. Zumal Scuplture (online gekauft) mehr als 10 mal weniger kostet als dieser Duft hier :D

Hm, Uden ist für mich übrigens ein alltäglicher Duft ist, der vor allem im Frühling und Herbst gut wirkt und den man aber auch sehr gut zum Ausgehen verwenden kann!

Also dann, das war’s, habt einen schönen Abend und bis bald :)
8 Antworten
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
DerDefcon

131 Rezensionen
DerDefcon
DerDefcon
Top Rezension 28  
Schwere Leichtigkeit
"Uden" aus der Shooting Stars-Kollektion war so ein Xerjoff-Duft, auf den ich besonders gespannt war. Sowohl hier im Forum als auch in den Weiten des World Wide Web (sagt das überhaupt noch jemand so) wird er als ein sehr gefälliger, unkompliziert zu tragender sowie hochqualitativer Duft beschrieben - nein - sogar gefeiert. Durch einen Tausch gelangte ich an eine Probe, welche ich am Tag ihrer Ankunft sofort testete. So wurde mir auch klar, was mit Alltagstauglichkeit und Unkompliziertheit gemeint ist.

"Uden" startet mit einer zitrischen Frische, ohne dabei irgendwelche Toilettenreinigerassoziationen - welch ein Wort - hervorzurufen. Die zügig einsetzende Vanille, untermalt mit nicht zu wenig Cremigkeit, weiß dies gekonnt zu verhindern. Ob das Cremige dem Amber, dem Kaffee oder gar dem Sandelholz geschuldet ist, kann ich nicht sagen, da ich keine der einzelnen, soeben genannten Duftnoten separat herausrieche. Dass manche hier den Kaffee als besonders prominent auftretende Komponente wahrnehmen, macht mich ein wenig neidisch, da dies dem Duft wahrlich eine ordentliche Portion Einzigartigkeit verpassen dürfte. So wie "Uden" sich aber auf meiner Haut präsentiert, erinnert es mich doch arg an "Allure Homme Édition Blanche". Das ist auch nichts Schlechtes, handelt es sich bei dem Chanel ebenso um ein tolles Wässerchen, das jedoch - und ich komme einfach nicht drumherum, es deutlich zu sagen - um einiges günstiger ist. Ich würde zwar nicht behaupten, dass beide absolut identisch sind, da der Xerjoff am Ende doch nochmal etwas mehr Tiefe besitzt, während wir bei dem Chanel-Duft etwas mehr zitronige Frische und dafür weniger Cremigkeit über den gesamten Duftverlauf vorfinden. Die Parallelen sind allerdings deutlich erriechbar.
Wir können daher festhalten, dass es sich bei "Uden" aus der Shooting Stars-Kollektion um einen wirklich tollen Duft handelt. Dieser hält lange auf der Haut, ohne aber - für Xerjoff nahezu untypisch - mal nicht das gesamte Umfeld zu kontaminieren. Das gekonnte Spiel zwischen zitroniger Leichtigkeit und vanillig-cremiger Schwere weiß zu gefallen und erinnert in seinem Konzept sehr stark an "Naxos", bei dem allerdings mit Honig und Tabak gearbeitet wurde. Wer also einen Alltagsduft sucht und bereit ist, sich nicht die finanzielle Frage zu stellen, kann hier sogar blind zugreifen. Anecken wird man mit diesem Wässerchen wahrlich nicht. Ich empfehle trotzdem, auch mal "Allure Homme Édition Blanche" zu schnuppern, der übrigens, anders als der dichtere "Uden", auch hochsommertauglich ist. Den Xerjoff sehe ich vorzugsweise im Frühling und vielleicht noch an milden Sommertagen, nicht aber bei über 30 Grad.
11 Antworten
10
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
7
Duft
Leimbacher

2768 Rezensionen
Leimbacher
Leimbacher
Hilfreiche Rezension 25  
Na, wer bist Uden?
Xerjoff hat mit Clive Christian ja mittlerweile den Ruf die teuersten (normal kaufbaren, d.h. Ohne Sonderanfertigungen oder Diamantenflakons) Parfums der Welt zu verkaufen. Edel sehen sie ja schon aus, auch tolles Marketing bzw. Ideen, ich sag nur Meteoriten-Stück. Aber ob Nio, Mamluk, Uden und Co. auch dufttechnisch astronomisch gut sind, müssen sie mir noch beweisen. Uden konnte dies heute nicht so wie erhofft. Mein erster Xerjoff-Test (JTC-Düfte zähle ich jetzt mal nicht mit) war teilweise sogar eine richtige Enttäuschung. Ich hatte aber auch einen 100% Duft erwartet. Zumindest müsste ein Duft dies bringen, damit ich überhaupt mit dem Gedanken spiele 300€ oder mehr für einen Duft auszugeben. Wahrscheinlich würde ich in diesen Preisregionen mit einem oder mehreren Parfumos sharen und versuchen den Flakon abzugreifen. Aber dazu muss dann natürlich erst noch der Richtige kommen - und über die letzten 2 Jahre ist es nicht gerade leichter geworden bei mir 100% zu erzielen. Ein kleiner, erlesener Kreis hat sich da gebildet.

Auch wenn ich ihn noch nicht oft getragen habe, erkenne ich jetzt schon die Chamäleon-Qualitäten Udens. Ob alt oder jung, sportlich oder kuschelig, casual oder Anzug, Chillen oder Party, nischenverhaftet oder Mainstream-Hänger - hier bekommen alle ihr fett weg, jeder auf seine Kosten, alle werden bedient - und das freihaus. Eine riesige Stärke, wenn man Düfte immer und überall tragen kann und er abliefert und gefällt. Allerdings auch etwas schade, dass sich nicht für eine Richtung entschieden wird. Aber dafür sind diese fließenden Übergänge durch die einzelnen Phasen magisch und nicht bei günstigen Parfums zu finden. So gekonnt, fein und subtil zumindest nicht.

Uden wird von zitrisch-pudrig bis hin zu kuschelig-warmen Kaffee mit Rum-Schuss zu allem was man sich vorstellen kann. Er hat mehr Seiten und Facetten als ein magischer, bunter Würfel aus den 80ern. Am Anfang denkt man an einen sportlichen Duft, dann geht er immer mehr in die Rum-Note, man könnte ihn zu dieser Zeit glatt als einen Frapin-Duft durchgehen lassen. Dann wärmt er noch mehr auf, ohne seine Leichtigkeit durch Ambra und Moschus komplett zu verlieren. Bis nur noch ein sanfter, fast gourmandiger Kaffee-Moschus-Film auf der Haut ist, mit ihr sagenhaft fusioniert. Wird also immer besser und hört sich nicht schlecht an. Die komplette Hälfte eins verschläft der Duft aber, spielt sein Talent und seine qualitativ übermächtigen Karten nicht aus. Das gelingt erst zu spät. Anfangs verliert der Duft sogar klar gegen das gleichzeitig getestete JS Exte Man für 8€. Auch insgesamt verliert Uden knapp, wodurch ich dank der rigorosen Preispolitik nochmal 10% abziehen muss.

Flakon: dickes Glas, wie frisch aus des Sultans Schlafzimmer geklaut!
Haltbarkeit: nach 6 Stunden riecht die Umwelt nichts mehr. Auf der Haut bleibt er aber über 10.
Sillage: Durchschnitt. Wirklich Durchschnitt. Und das ist sowas von gar nicht was man erwartet und will. Es ist einfach ein sauteurer Allrounder! Basta.

Dieser Xerjoff ist für mich weiter weg von meinem Konto, Portemonnaie und Sammlung, als Bruno Banani Düfte von der Qualität die zweifelsohne in Uden steckt. Trotz Vielseitigkeit, safem Fahrwasser von Mainstream-Hits und dem wunderbaren Drydown muss da mehr kommen. Wird es auch bei bestimmt irgendeinem der Xerjoff-Allstars!
3 Antworten
6
Preis
10
Flakon
7
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
XerjoffLover

30 Rezensionen
XerjoffLover
XerjoffLover
Top Rezension 19  
Direkter Vergleich von Uden & Sculpture & Chanel Blanche / Ist Uden überteuert oder sein Geld wert?
Ich habe viel vom Uden gelesen. Jeder mag ihn, er hat extrem gute Bewertungen und trotzdem liest man immer wieder, dass er sein Geld nicht wert sei… es gäbe viel billigere Alternativen und Xerjoff wäre den Hype nicht wert. Sculpture Homme Eau de Toilette ein Drogerie Duft würde Uden das Wasser reichen können, was steckt also dahinter? Ich habe das sehr ausführlich getestet und eindeutige Ergebnisse.

Ich hab den Uden in einem Laden gerochen und fand ihn irgendwie “ok”. Hat man schon einmal gerochen und er wirkt nett, aber mehr auch nicht. Nach all den Reviews und Bewertungen habe ich dann eine Abfüllung bestellt. Langsam gefiel er mir immer besser und besser. Im gleichen Moment war ich jedoch skeptisch, ob er wirklich etwas Besonderes ist oder nicht? Ich konnte mir schon vorstellen, dass ein Designer wie der Allure Homme Édition Blanche Eau de Parfum auch so riechen könnte. Man muss dazu wissen das ich von Drogerie Düften direkt auf Xerjoff gewechselt bin. Designer hatte ich also nie, Xerjoff ist dass, was ich als “normal” halte. Genau dieser Fakt und meine unerfahrene Nase werden dann im Test genau den Unterschied machen.

Der Sculpture Homme Eau de Toilette war schon nach 10 Minuten kein Vergleich mehr. ja das Opening ist vergleichbar aber man riecht den qualitativen Unterschied sofort Der Sculpture ist dünner, künstlicher, schwächer und absolut kein Vergleich. Der Chanel hingegen ist eine andere Nummer, doch jetzt erstmal zum Uden, wie riecht er denn nun?

Uden fängt sehr zitrisch an und ist dabei ein Mix aus Zitrone, Orange und Grapefruit. Er wirkt dabei aber sehr natürlich, fein und absolut nicht synthetisch. Im Gegensatz zu anderen Parfums gibt es absolut keine Klostein-Note, dass wird wirklich niemand riechen. Nach ca. 10 Minuten wird der Uden, der bis dato absolut frisch war, zusätzlich recht süß. Angenehm süß und nicht vollkommen zuckersüß. Dazu kommt dann eine Vanille Note und eine gewisse Tiefe. Die Tiefe ist für mich undefinierbar, es könnte Rum, Rose, Kaffee oder etwas anderes sein. Es sind definitiv mehrere Noten, die sich perfekt zu einer eigenen Komposition formen. Genau diese Komposition + der zitrische Anfang ergibt den Duft Uden. Er ist extrem fein aufgelöst, stark aber er stört absolut nie, dazu hat er den “ich muss ständig daran riechen Effekt”. Nach jedem Sniff erkennt man wieder ein anderes Detail und er wirkt regelrecht “warm” beim riechen. Ja ich bilde mir ein eine wirklich physische Wärme beim riechen zu spüren. Die Zitrone rückt dann weiter in den Hintergrund aber bleibt immer deutlich da. Die oben beschriebene Komposition wird immer stärker und der Duft cremiger und gourmandiger.

Wenn man den Uden an sich alleine riecht, fällt dies nicht unbedingt in der ganzen Fülle auf. Was ich damit meine? Ich hab ihn direkt mit dem Allure Homme Édition Blanche Eau de Parfum verglichen und das sorgte für einen absoluten Schock! Das Opening war bis zur Minute 10 nahezu identisch aber genau dann ging es steil nach unten. Der Chanel wirkt dann sehr eindimensional und die zitrische Note dominiert,wird jedoch immer künstlicher. Beim Drydown wirkt es fast wie eine Zitronenseife, wie die bittere Schale einer Limette, irgendwie nicht wirklich angenehm. Der Chanel ist wesentlich schwächer, eindimensional und künstlicher. Selbst meine Freundin bestätigte das in einem Blindtest mit den Worten: “Die haben ja nichts gemeinsam, das ist zu 100% der Teure Duft.” . Der Uden wirkt wie ein fettes und teures Schokoeis, eine absolute Sünde und unfassbar lecker. Der Channel wirkt wie ein billiges und fettarmes Eis, was man halt essen kann. Der Uden wirkt einfach unfassbar gut kompositioniert, edel, komplex, natürlich und einzigartig. Er ist der absolute King im Feld der zitrisch süßen Düfte. Der Chanel ist trotzdem ein guter Duft mit sehr guten Bewertungen aber im Vergleich zu Uden ist er fast nur ein “Witz”. Das hätte ich ohne den direkten Vergleich nicht direkt gerochen, da mir die Erfahrung fehlt. Ich hätte nie gedacht, dass der Unterschied so unfassbar groß ist. Durch den Test habe ich mich erneut in ihn verliebt. Nun kommt aber das größte Problem des Udens… seine Performance:

Die Sillage ist in den ersten 2-3 Stunden ist wirklich gut, man nimmt den Duft sehr gut wahr. Er umhüllt einen und nervt dabei nie. Nach 3 Stunden zieht er sich dann leider sehr zurück und wird ab 4-5 Stunden hautnah und bleibt so 8 Stunden. Die Performance ist ok aber für den Preis leider nicht wirklich befriedigend. Er hält dabei trotzdem wesentlich besser als der Chanel. Damit ist Uden absoluter Luxus für mich. Er ist einfach die edelste Form, die es für Geld zu kaufen gibt und er hält dabei nur mittelmäßig. Das extrem leckere Vergnügen ist sehr kurz und dazu noch sehr teuer. Trotzdem liebe ich ihn unendlich. Er ist frisch und süß, edel aber er passt in absolut jede Situation, ich denke er wird 96% der Menschen gefallen. Brauch man ihn? nein…. aber es ist absolut geil ihn zu besitzen und ich würde ihn wieder kaufen.

Nach all meine Test sage ich also: Ja der Uden ist sein Geld wert!
6 Antworten
9
Preis
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
DarkWinterCS

276 Rezensionen
DarkWinterCS
DarkWinterCS
Top Rezension 16  
Xerjoff Nummer 9 - Goldenes Paradies
Was ist ein Signature Duft ? Die meisten würden wahrscheinlich sagen, dass ein Signature der Duft ist, an dem man unverwechselbar erkannt wird von Familie, Freunden oder dem täglichen Umfeld. Ein Duft, mit dem man direkt verbunden wird und der für einen selbst steht, wie es unsere Eltern oder Großeltern schon „ihren“ Duft hatten. Zu diesen Zeiten war es aber auch recht unüblich größere Sammlungen von Düften zu horten und jeden Morgen sich darum Gedanken zu machen, welcher Duft getragen wird. Somit waren für uns die jeweiligen Personen schon am Duft erkennbar.
Heutzutage ist das Thema Signature Duft in meinen Augen überholt. Denn zu viele Düfte erscheinen, wir in unserer Community tauschen Düfte und Proben untereinander aus und jeder lernt immer mehr dazu und hat ein riesiges Arsenal an getesteten Parfüms. Dadurch ändert sich der Geschmack wie ich es schon in meinen letzten Blogbeiträgen geschrieben hatte und die Sammlung ändert sich ebenfalls. Wird aber auch die letzte Bastion, der Signature dadurch gebrochen ?
Meine Antwort darauf ist JA !
Denn erst durch die ganzen Proben und Düfte lerne ich mich und meine Duftvorlieben kennen und erweitere meinen Horizont immer weiter. Ich möchte mich selbst nicht einschränken, indem ich einen Duft auswähle, der mich in meinen Augen am besten repräsentiert und den ich dadurch häufiger trage als andere. Es gibt sicher Düfte, die ich mehr mag als andere oder mich mehr ausdrücken als andere, aber mein Signature darf dadurch auch gerne mal wechseln, je nachdem in welcher Duft- und Lebensphase ich mich befinde. In meinen über zwei Jahren auf Parfumo hatte ich bisher drei Signature Düfte. Erst war es Spicebomb vor Parfumo, dann Black Phantom, der mich bis vor einigen Monaten immer begleitet hat und mich auch gut präsentiert hat. Danach wurde es Ombre Nomade, der mehr repräsentiert hat, welche Düfte ich aktuell getestet habe und der mehr meinem aktuellen Geschmack entsprach.

Nun aber sehe ich eine Ablösung kommen. Nicht nur, weil ich Ombre Nomade verkauft habe, sondern weil ich wieder neue Sachen für mich entdeckt habe und mich meine Duftreise zurück zu einigen Gourmands und generell leicht süßlicheren Düften geführt hat. Xerjoff Uden stand auf dem Plan und von diesem Duft hatte ich schon so einiges gehört. Ich hatte zwar ganz am Anfang meiner Parfumo-Zeit eine Miniprobe erhalten, aber diese war keinesfalls repräsentativ für eine vollwertige Testung. Somit freute ich mich auf das Erlebnis, da der Duft in der Community sehr beliebt ist und ich keine Vorstellungen hatte, was mich hier erwartet.

Selbst nach dem Test des Duftes kann ich nicht genau sagen was ich vorgefunden habe. Eine durchaus wilde Kombo an verschiedenen Noten, die mich als großes Ganzes einfach überzeugt haben. Der Start war durchaus gewöhnungsbedürftig für meine Nase, aber nach einer Viertelstunde ist das ein hervorragender Duft, den ich auch nicht erwartet habe. Eventuell bin ich hier auch etwas vorbelastet, da er für mich nach einem Duft gerochen hat, den mein Vater vor locker 20 Jahren mal hatte. Wie erwähnt, der zitrische Anfang hat mich etwas abgeschreckt, da noch eine Note eingearbeitet war, welche mir nicht so recht in die Nase wollte und unpassend daherkam. Sobald aber die Kopfnote verschwunden war, blühte der Duft in seiner kompletten Pracht auf. Helle Hölzer, eine wundervolle Cremigkeit durch Sandelholz und Moschus, welche kombiniert mit den alkoholischen Noten so sanft und weich war, dass ich am liebsten dran geleckt hätte. Wow, einfach wow. Nach und nach kamen dann wärmere harzige Noten hinzu, welche die gewisse Süße vermittelt haben und für die Haltbarkeit des Duftes förderlich sind.
Ein Traum von Duft, sodass ich kaum aus dem schwärmen rauskomme. Vor allem weil er so unglaublich tragbar, dezent und dann doch wieder präsent ist. Den Alltag kann ich mir mit diesem Duft sehr gut vorstellen.
Dazu eine feine aber nicht zu laute Sillage, die den Hals des Trägers zart einnebelt und bei Umarmungen seine Noten zur Geltung bringt. Wie erwähnt wird die Haltbarkeit des Dufts durch die harzigen Noten verlängert, weshalb er definitiv seine sechs Stunden hält, wenn nicht noch länger. Auch die aktuellen Temperaturen knapp unter 20 Grad scheinen den Duft soweit zu unterstützen, dass er selbst bei intensiven Tests einem nicht zu viel wird. Mir kam das durchaus entgegen und der Duft wird ähnlich seinem Shootings Stars Kollegen Starlight im Herbst und Frühling noch mehr seiner Stärken zeigen.

Wird Uden also mein neuer Signature ?
Für den Moment JA ! Denn der Duft überzeugt mich auf ganzer Linie und ich habe bald einen Miniflakon davon. Er wird sich aber höchstwahrscheinlich zukünftig mit dem Xerjoff Homme streiten müssen, sofern mir hier ein gebrauchter Flakon angeboten wird. Denn hat nochmal ganz andere Eigenschaften, welche mich noch etwas mehr faszinieren.
4 Antworten
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Statements

402 kurze Meinungen zum Parfum
SonarIDSonarID vor 4 Monaten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Was für eine Sculpture
In the 90' Style
Komm lass uns ein bisschen Rum machen
Was bist du denn für ein Moschus Ochse ?
23 Antworten
ShakingShaking vor 4 Jahren
9
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Sillage nicht 235 € würdig:

„Lirum, larum, Löffelstiel,
wer das nicht kann,
der kann nicht viel,
lirum, larum, leck,
und Uden ist weg."
0 Antworten
Andi136Andi136 vor 3 Jahren
Unpopular opinion: So besonders ist er nicht - zitrische Kopfnote, süß-warme Holz-Kaffee Basis. Schon mal für weniger €€ anderswo gerochen.
4 Antworten
TerraTerra vor 7 Jahren
10
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Erinnert an APOM pH mit viel Vanille + Kaffee. Riecht nach gewöhnlichem Mainstream, aber irgendwie doch viel besser. Enorme Außenwirkung.
3 Antworten
N1ceNoseN1ceNose vor 3 Jahren
9
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Ein weicher Zitrusduft, welcher gekonnt mit tieferen, nicht typischen Noten spielt ohne dabei zu schwer/gourmandig zu werden! Speziell toll!
1 Antwort
Weitere Statements

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Diskussionen

Themen zum Parfum im Forum
FragleoFragleo vor 3 Jahren
Beratung
Erkennbarer Unterschied bei Xerjoff Uden?
Xerjoff hat vor ein paar Jahren nur das allgemeine Design geändert und damit sind nicht automatisch Reformulierungen einher gegangen. Von "Oud Stars - Fars | XerJoff" hatte/habe ich beispielsweise einen alten...

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