Casamorati - 1888

(2013)
Casamorati - 1888 von XerJoff
Wo kaufen?
Casamorati - 1888 (XerJoff)
8.0 / 10     127 BewertungenBewertungenBewertungen
Casamorati - 1888 ist ein beliebtes Parfum von XerJoff für Damen und Herren und erschien im Jahr 2013. Der Duft ist würzig-orientalisch. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.

Suchen bei

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteKoriander, Gartennelke, Pfeffer, Safran
Herznote HerznoteRose, Neroli, Ylang-Ylang
Basisnote BasisnoteSandelholz, Patchouli, Amber, Birke

Bewertungen

Duft

8.0 (127 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.8 (93 Bewertungen)

Sillage

7.6 (101 Bewertungen)

Flakon

7.9 (92 Bewertungen)
Eingetragen von Apicius, letzte Aktualisierung am 24.10.2016
  • BewertenBewerten
  • SammlungSammlung
  • SoukSouk
  • EinordnenEinordnen
  • NotizenNotizen

Kommentare

Flakon 9.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.5/10
Erstklassiger Kommentar    11 Auszeichnungen
Ein Nachmittag in Wiesbaden... Teil 2
Mit denen zum Bezahlen vorgesehenen Fars von XerJoff und Galop von Hermès stand ich nun an der Kasse, als die nette Isabella von CB mich fragte, ob ich den noch Duftproben haben möchte.
Da sagt man als echter Parfumorista nicht nein und so bat ich sie um eine Probe von 1888-Casamorati, welchen ich noch vage als interessanter Duft in Erinnerung hatte.
Als nun die liebe Isabella am Werke war und über einen Trichter 1888 ins Behältnis sprühte, kam eine die Sinne erregende Duftwolke entgegen und so bat ich sie sogleich etwas auf den freien Handrücken zu sprühen.

Und dann...,
eine volle Breitseite komplexer Düfte betört die olfaktorischen Sinne, zaubert abermals ein breites Lächeln ins Gesicht und hinterlässt ein wohliges Gefühl an diesem regnerischen Samstag in Wiesbaden.

Nochmals kurz die Nase in das bereitgestellte Kaffeebohnen Flakon gehalten um für einen weiteren Testlauf gewappnet zu sein.
Wieder stellt sich ein wohliges Befinden ein und es fällt anfänglich schwer zu analysieren, welche Ingredienzien nun hier die Sinne derart verzaubern, denn hier handelt es sich um eine wahre "Duftbombe" großen Kalibers!

Tief durchatmen, eine Minute warten und dann ein erneuter Anlauf...
.
Langsam zeichnet sich nun ein Bild ab und man erkennt den würzig frischen Charakter des Pfeffers, Safrans und Koriander in der Kopfnote, zu der sich alsbald die üppig duftenden Blüten der Nelke, des Ylang-Ylang und - ein wenig dezenter - der Rose gesellen, gefolgt von balsamisch fruchtigen Noten des Ambers und Neroli. Das Sandelholz gibt der ganzen Geschichte noch einen männlichen Touch.

1888 versucht nicht mit Finesse und einem linearen Verlauf zu punkten, sondern den Tester mit einem Jab umzuhauen!!
Trotzdem so unbeschreiblich faszinierend, dass ich neben dem bereits abgefüllten Testsprüher auch gleich noch das Flakon mit einpacken ließ.
Als registrierter Neukunde bei CB gab es ja immerhin auch einen Rabatt von 15%, so dass man den samstaglichen Einkauf in Wiesbaden im Geiste (fürs Gewissen) als Schnäppchen verbuchen konnte...;)
.
Das Packaging entspricht dem opulenten Duft-Erscheinungsbild und ist mit dem Schubfach beim Benutzen des Parfums auch sehr praktisch.

PS:
Im Laufe des Nachmittags schwand die würzige Frische zusehend und balsamisch warme Töne dominierten nun das Bild. Die Sillage wurde nun erheblich schwächer, hautnah war der Duft noch deutlich nach über 10 Stunden wahrnehmbar, so wie es auch Leimbacher beschrieben hat.
.
Ähnlich wie Fars auch ein "all year around" Unisex Duft, wie man es auch deutlich anhand der Geschlechterverteilung bei den Benutzern erkennen kann.
7 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    5 Auszeichnungen
Italienische DNA
Casamorati 1888 ein wunderschöner Duft mit der typisch italienischen DNA.

Das bedeute für mich immer eine gewisse Frische, Würze und Spritzigkeit die mich unweigerlich an einen Barbiershop denken lässt, wo Mann sich in einen bequemen Ledersessel setzt, und von geübter Hand eine gute Nassrasur mit dem Rasiermesser bekommt. Am Ende verteilt der Barbier noch etwas Colonia auf den Händen und reibt es einem über die babyglatte Gesichtshaut. So etwas gibt es heute nur noch selten, aber genau das kommt mir bei diesen Italienischen Düften immer in den Sinn, so auch bei Casamorati 1888.

Dabei spielt es keine Rolle, um welche Duftrichtung es sich handelt es ist einfach diese zusätzliche Note, die für mich die italienische DNA ausmacht und die man bei einem verspielten Franzosen, oder berauschenden Orientale, nicht findet.

Die Kopfnote von Casamorati 1888 ist sehr frisch und würzig, nach ca. 15 Minuten kommen dann die Blüten ins Spiel. In dieser Phase muss ich an stark duftende Orchideen denken, gedeckelt von der italienischen Note.
Im weiteren Verlauf ziehen sich dann die Blüten langsam zurück und alles vermischt sich zu einer, ich würde sagen, würzig-balsamischen Note die noch sehr lange erhalten bleibt. Ausdauer hat der auf jeden Fall.

Ich sehe ihn als echten Unisex für Frau und Mann gleichermaßen gut tragbar. Hier kann ich die anderen Kommentare bestätigen wo von einer weiblichen und männlichen Seite die Rede ist.

Casamorati 1888 verkörpert für mich die italienische Lebensfreude (Dolce Vita), das südländische Temperament und auch die Warmherzigkeit, die unseren lieben Nachbarn zu eigen ist. Mir hat er so gut gefallen dass er zur Famiglia gehören darf, er sorgt jetzt für die italienischen Momente in meinem Leben.
4 Antworten
Flakon 9.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 7.5/10
Erstklassiger Kommentar    37 Auszeichnungen
Die Casamorati-Munition
„Nnngnngngnnnn...“ *plopp – sirrrrrr – plick – bsssssssss – bupp *

Ha, wieder ein Treffer! Unfreiwillig-Dschungel-Durchquerer Prof. Dr. sonst.was Meggi legte lässig die schwere Waffe über die Schulter. Verdammich, Arnold konnte in ‚Terminator Zwo‘ mit seiner Pumpgun unmöglich cooler ausgesehen haben.

Warum hatte das dämliche Flugzeug ausgerechnet in den Dschungel abstürzen müssen? Das machte sich zwar dramatisch und abenteuerlich, aber eine Finca mit Pool (und einem anständigen Klo) auf Malle wäre angenehmer gewesen. Und zu schlechter Letzt hatte er auch noch beim Ene-mene-muh verloren, mit dem die Passagiere ausgelost hatten, wer nun Hilfe holen musste.

Vor dem Aufbruch in die Wildnis hatte er sich noch kurz aus dem Wasserspender im Flugzeug eine Erfrischung ins Gesicht gespritzt. Das Wasser hatte sich als mit Zitrone und Nelke versetzt herausgestellt. Offenbar das Zeug, das den Passagieren der ersten Klasse in kleinen Schälchen zum Hände-Reinigen gereicht wurde, wenn es Fingerfood gab. Der Geruch war allerdings natürlich schön frisch gewesen und bald nach Beginn seines Marsches war er dankbar dafür. Die ganzen anderen Aromen ringsum waren nämlich recht anstrengend. Ein voluminöser, beinahe aasiger Blütenduft, der einem alles zuballerte. Und überall lagen matschige Bananen, auf denen man permanent herumrutschte. Dazu dann diese fortwährenden Angriffe.

Da! Da war wieder einer. Mit tückisch zusammengekniffenen Augen näherte sich das Untier. Anlegen, zielen, kräftig abdrücken:

„Nnngnngngnnnn...“ *plopp*

Das Projektil entflog. *sirrrrrr*

Sauberer Schuss! Noch tropfte dem nahenden Biest der Geifer aus dem zuckenden Stachel, doch schon sauste das Plastik heran.

*plick* Ein Treffer!

Das Raubtier wurde glatt ausgeknockt, die Facettenaugen verdrehten sich nach innen, der Professor glaubte sogar, eine winzige Zunge heraushängen zu sehen. Mit einem ersterbenden *bsssssssss* trudelte das Monster gen Boden und schlug mit einem dumpfen, kaum hörbaren *bupp* auf.

Welch‘ ein Glück, dass ihm im Flugzeugwrack kofferweise XerJoff-Casamorati-1888-Duftproben in die Hände gefallen waren. Außerdem ein Bolzenschneider. Wenn man damit ein solches Plastik-Pröbenfläschen nahe dem unteren Ende durchkniff, schoss der abgetrennte Teil wie ein Projektil davon. Man musste zwar überraschend kräftig drücken, bis das weiche Plastik abging und das Werkzeug ganz ruhig halten, aber ansonsten traf das gut und bislang war ein Meisterschuss dem anderen gefolgt. Kein Wunder, immerhin hatte der Professor erst kürzlich beim Großen Jedermann-Preisschießen auf dem Jahrestreffen der Flachland-Cowboys Westerschnatebüll den „Rostigen Ladestock“ für den besten Schützen gewonnen.

Und das Tollste war, dass sich der Eingriff in die Natur in Grenzen hielt, denn der den Röhrchen entströmende Geruch entsprach exakt dem der Umgebung mitsamt vorgeschaltetem Würzwasser-Spender: Kurz was Zitrisch-Würziges, anschließend opulente Blüten und überreife Banane bis zu einem milderen Abgang. Trotz des unzweifelhaft Morbiden darin übte der Duft eine unerklärliche Anziehungskraft aus und der Professor erwischte sich des Öfteren dabei, wie er an seinen Händen schnupperte, die mittlerweile vollgetropft waren vom Inhalt der rund zwei Dutzend partiell verschossenen Proben-Röhrchen.

Doch nun schnell weiter. Wer wusste schon, wie lange die Schützen-Glückssträhne anhielt? Seine Nase ahnte bereits das Ende des Dschungels, der Verwesungsgeruch ließ allmählich nach und es wurde mild-blumig und süß. Draußen dann nur rasch eine Telefonzelle finden.

-------------------------------------------------

Die Geschichte hat einen wahren Kern: Der Sprühkopf meines Test-Röhrchens (vielen Dank an MisterE für die Probe!) gab nach eineinhalbmaligem Drücken den Geist auf. Jetzt war der kostbare Inhalt zu bergen. Sprich: Röhrchen aufschneiden. Messer? Zu gefährlich, kann ja abrutschen. Lieber das Pröbchen umdrehen und unten aufkneifen! Hm. Seitenschneider passt nicht, Kneifzange verschollen; also Bolzenschneider. Röhrchen mit links festhalten, das Werkzeug zwischen rechten Arm und Körper klemmen. „Nnngnngngnnnn...“ Nach ordentlichem Drücken ploppte der abgekniffene Teil plötzlich ab, flog senkrecht empor und sauste wenige Zentimeter an meinem rechten Auge vorbei durch meine ergrauende Haarpracht. Inhalt gerettet. Und doppelt Glück gehabt.
22 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Üppig und geballt
Von weitem fand ich die Flakons doch sehr verspielt, aber als ich Flasche bei meinem letzten Parfumerie-Besuch in die Hand genommen habe, war ich doch sehr angetan davon. Ist fast schon wie ein Sammlerstück. Am Flakon selber roch es auch ganz zoll, so hab ich dann netterweise eine größere Probe bekommen.Seither habe ich ihn mir 3x aufgesprüht, was bei mir aber einen leicht zwiespältigen Eindruck hinterliess...bin etwas ratlos. Ich kann den Duft nicht greifen..nicht erfassen. Ich kann noch nicht mal sagen ob er mir richtig gefällt oder nicht. Das letzte Mal ist mir das bei Ombre Indigo passiert.

1888 ist mächtig..da kommt schon ne richtige Ladung "Duft"..opulente Blüten..fast schwülstig..teilweise betörend..aber ne Dosis von der man(n) schnell genug bekommen kann. Weiss-gelbe Blüten, in der Dominanz Tuberose nicht unähnlich, deutliche femine Ausrichtung..vermischt mit Zimt und scharfer Nelke. Das könnte in der Zusammensetzung auch sehr gut von Amouage oder Sospiro sein. Es kribbelt und kitzelt in der Nase..für mich weisser Pfeffer ohne den typischen Pfeffergeruch. Jede Note schreit um Aufmerksamkeit..ohne die ganz klare Linie zu erkennen. Man kann einzelne Noten irgendwie nicht richtig geniessen...eher ein wahnsinnig komplexer Duftteppich ala Opera oder Chimaera...und nur ganz langsam klart sich der Blick. Die Reizüberflutung legt sich ganz langsam..die Rose traut sich nur zögerlich und schüchtern raus..sie geht in dem Sammelsurium nur leider etwas unter. Trotzdem kann der Duft auch faszinieren...warum? Weiss es nicht..kann ich nicht beschreiben...ich glaube es sind die vielen Facetten und Schichten...das Dichte an ihm. Handrückentests sind hier nicht unbedingt zu empfehlen..der Duft braucht Distanz und Luft zur Nase..dann nimmt man ihn ganz anders wahr. Gar nicht mehr so feminin..edel und hochwertig. Gerade beim Übergang von der Herznote zur Basis dreht er sich ins sehr schöne..auch dann leicht maskulin..mit einem Ticken Frische. Hat aber auch was von Joop Nuit d'ete..irgendwie nicht zu zuordnen.

Ein Fazit fällt mir schwer...alles andere als ein alltäglicher und Alltagsduft..nichts für jeden Tag..sowas muss man schon wollen...kein Duft den man mal so nebenbei trägt...bei 255€ wohl so oder so nicht.Es wird schon ne Menge fürs Geld geboten, exzellente Haltbarkeit mit locker über 10 Stunden. Ob er sein Geld wert ist muss jeder für sich entscheiden..bei mir schwankt das fast jeden Tag...wenn da nur nicht dieser tolle Flakon wäre..Krutzifix;-)))
4 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    8 Auszeichnungen
Einer für alles, und alles für diesen?!
Letztens dachte ich schon, ich teste den braunen 1888 von Casamorati, den hier am besten bewerteten der Reihe. Nein, es war nur der Fiore d'Ulivo, der aber auch eine Erfahrung war. Aber ich wollte von Anfang an den ganz normalen 1888 auf der Haut. Perfekte Gelegenheit: heutiges Parfumo-Treffen in DDorf, wo man als kölner Parfumo mal kurz vergisst, dass es eigentlich die verbotene Stadt ist ;)

1888 startet nicht komplett außerhalb des Rahmens, aber schon etwas wild, unübersichtlich und ohne Hintergrundinfos schwer zu fassen, einzuordnen, geschweige denn beschreiben. Würzige Blumen würde ich das am ehesten nennen, Maskulin vs. Feminin wie mein Vorredner es hervorragend nennt ebenso. Ich würde sogar so weit gehen und sagen: Kopfnote - männlich würzig, wild. Herznote, die fast gleichzeitig mit der Kopfnote aufkommt - weiblich, floral, weich, schön. Basisnote: eine traumhafte, aber wenig innovative Melange aus beiden Geschlechtern, voller balsamischer Größen wie Amber & Sandelholz. Eine besondere Rolle kommt bei dem ganzen Mix auch noch dem Leder/Birkenteer zu gute, die das Ganze für mich dann doch männliche genug werden lässt. Großer Pluspunkt: der geht immer, der kann immer, der will immer!

Flakon: etwas cheesy mit den Bildchen drauf, aber halb so tragisch.
Sillage: in meiner Minute zu stark, ebenso wenig zu schwach. Ein wahrer Alltagskandidat.
Haltbarkeit: 10 Stunden easy

Fazit: solch einen Allrounder, aber kein Langweiler. Solch eine blumiger Duft, und trotzdem warm & balsamisch. Ein Duft von Xerjoff, der nicht alltagstauglicher sein könnte - hätte ich so nicht erwartet, nehme ich aber gerne an!
2 Antworten
Flakon 5.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Schmeichler und Kratzbürste in einem
Selten habe ich bei einem Parfum gleichzeitig zwei so unterschiedliche Duftrichtungen gerochen. Das ist anspruchsvoll und vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ich finde das auch rattenscharf. Beim ersten Test hatte ich wie Armaniac die gleichen Schwankungen zwischen „och nö“ und „wow“. Beim Vollkontakttest bleibe ich beim WOW hängen. „Casamorati 1888“ ist ungewöhnlich und recht eigen.

Eine Seite des „Casamorati 1888“ ist weich und im Gesamteindruck nussig, mit leichter Räuchernote und einer undefinierbaren kleinen Blumennote. Wunderschön, sanft, lecker, harmonisch und rund. Das perfekte, gemäßigt süße Kuschelding.

Die andere Seite ist ein kratzbürstiger Gewürz- und Holzduft, gestützt durch Amber und Patchouli, mit einem Anteil Stinkeding. (Welche Düfte sind eigentlich für das „Stinkeding“ verantwortlich?) Diese Seite ist animalisch und verhalten wild, unangepasst und riecht ein wenig brünftig. Diese Parfumrichtung reißt nach fast zwei Stunden die Hufe hoch.

„Casamorati 1888“ ist für mich wie die die Vereinigung zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen. Zwei entgegen gesetzte Pole werden hier miteinander verbunden, gehen aber nicht in einander über. Beide Pole behalten ihre eigene Persönlichkeit.

Die Sillage finde ich gar nicht sooo kräftig. Klar, auch hier sollte der der Sprühfinger nicht unkoordiniert zucken und die Haltbarkeit liegt an mir zwischen sieben bis acht Stunden. An dieser Stelle bedanken sich Herr Plus-Pol und Frau Minus-Pol für diese schöne Duftprobe bei der Spenderin. Den Duft finden wir beide super.
5 Antworten
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Macchia und Sandelholz
...also das wird mein Nächster!

Erstmals getestet vor 5 Tagen duftet mein Pulli noch immer nach den 1888 wundervoll holzig-würzigen Duftmolekülen! Die Haltbarkeit ist erstaunlich.

Es war mein Erstbesuch bei einer alteingesessenen Traditions-Parfümerie, die Verkäuferin hat mich gesehen, typgerecht eingeschätzt und der erste Vorschlag von ihr war eben dieser Volltreffer. Chapeau!! Die anschließenden Duft-Alternativen sind sämtlich ausgeschieden - 1888 blieb, duftet und heute kam die Abfüllung einer lieben Forums-Kollegin bei mir an. Danke, hierfür.

Da ich nicht mehr spontan kaufe (guter Vorsatz, haha), habe ich mich von ihr ordentlich besprühen lassen und die folgenden Stunden mit der Nase wechselweise an Handgelenk und Rollkragen verbracht.

Der Anfang war sehr würzig, angenehm-ausgewogen, sehr interessant und außergewöhnlich. Aber zum Glück kein "Gewürzduft" wie Lebkuchen oder bekannte "Spice"-Klassiker (grusel). Der beschriebene Pfeffer und der Safran waren für mich nicht deutlich wahrnehmbar, den Koriander und die Nelke habe ich dagegen wahrgenommen, ebenso eine leicht fruchtig-blumige Note. Diese bleibt auch im weiteren Verlauf deutlich spürbar erhalten und erinnert neben dem immer stärker hervortretenden Sandelholz an mediterrane Blüten und Früchte, an rostrote Terrakotta, die Amalfiküste mit weißgischtigen Wellenkrönchen, kurviger Küstenstrasse, aber auch an würzige, blühende korsische Macchia.

Plötzlich, nach ca 30 Minuten tritt dann deutlich der Amber hervor, der dann auch beginnt, mir die Laune zu vermiesen. Die fruchtig-blumige Note begleitet ihn aber ständig und hält ihn zum Glück in Zaum, so daß er nicht alleine das Feld regiert. Dieser interessante Zweikampf dauert 2-3 Stunden an und ich schwanke dabei ständig zwischen "och,nö" und "wow". Dann gewinnt das Sandelholz zusammen mit der leicht medizinisch-riechenden Birke deutlich die Oberhand und bleibt der Nase auch erhalten. Den ganzen Tag. Und am Pulli auch den nächsten. Und übernächsten......bis heute.

Wie gesagt, die Abfüllung kam heute an, ich werde fleissig testen und da ich bei Gefallen gerne mal zum Übertreiben neige, sind nun meine Wohnung und ich in warm-würziges, betörendes Sandelholz getaucht, ich bin ganz umwölkt und grinse dämlich und bin schon auf die Reaktionen der KollegInnen im Job gespannt - Schnupper, schmacht....
6 Antworten

Statements

0815abc vor 18 Monaten
Wie ein leidenschaftlicher Tanz.Mitreißend,abweisend,betörend, allumfassend.+9
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
1 Antwort
Strehliwood vor 131 Tagen
Das Yin&Yang unter den Düften, gegensätzlich und harmonisch zugleich. Ein grandioses Dufterlebnis zwischen Synapsenfasching und Verliebtsein.+6
Flakon 10.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
1 Antwort
Orientpoison vor 7 Monaten
wohltuender Gewürzbasar mit cremigem Unterton; hochwertiger Amber-Birken-Traum; sinnlich verführerisch;+6
Seerose vor 8 Monaten
Harzig, aromatisch, metallischer über den Verlauf, wird würzig, chemisch süß, entfernte Blüten, cremig. Dicke Sillage und ewige Haltbarkeit. Typisch Xerjoff.+6
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 6.5
Gschpusi vor 7 Monaten
Wow - perfekt abgestimmte Gewürzbombe. Patchouli, Kardamom und Rose..., ein "Pusterer" Pfeffer - GEIL !
Haben Will -aber so was von!+5
Flakon 8.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
1 Antwort
Nasenschmaus vor 7 Monaten
Xerjoff ist immer seine Preise wert, doch mein Konto will viel Skonto. Tröstend: Die "Blaue Mauritius" gab´s auch noch nie im Angebot.+5
Ergreifend vor 10 Monaten
Ein üppiger Duft, der mich und meine Umgebung in einen würzig/süßen Mantel einhüllt.
Leises Flüstern des Orients. Umschmeichelnd, liebkosend.+5
Duft 8.5
Gaukeleya vor 17 Monaten
Leiseres Lapidus Altamir + eleganteres Alien + Orangenrauchfreude von Louanges Profanes No.19 + das Gewisse Etwas = Casamorati 1888.+4
Flakon 2.5
Sillage 7.5
Duft 8.0
DaveGahan101 vor 175 Tagen
Ganz toller orientalischer Duft voller Würze und Power, dicht, kräftig und doch facettenreich, 60:40 für Frauen, geht aber auch für Männer!+2
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
2 Antworten
Cita vor 17 Monaten
Maskulin blumig, feminin würzig, facettenreich und satt, eher ein Herrenduft.+2
Duft 8.0

Einordnung der Community


Diskussionen zu Casamorati - 1888

Lilaea in Unisex-Parfum

Bilder der Community