1861

Naxos 2015

Naxos von XerJoff
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Platz 1 in Unisex-Parfums
8.9 / 10 6656 Bewertungen
Naxos ist ein beliebtes Parfum von XerJoff für Damen und Herren und erschien im Jahr 2015. Der Duft ist süß-würzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Süß
Würzig
Gourmand
Cremig
Zitrus

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
LavendelLavendel BergamotteBergamotte ZitroneZitrone
Herznote Herznote
HonigHonig Jasmin-SambacJasmin-Sambac KaschmirKaschmir ZimtZimt
Basisnote Basisnote
TabakTabak TonkabohneTonkabohne VanilleVanille
Bewertungen
Duft
8.96656 Bewertungen
Haltbarkeit
8.96412 Bewertungen
Sillage
8.66405 Bewertungen
Flakon
9.26190 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.65688 Bewertungen
Eingetragen von Michael, letzte Aktualisierung am 15.04.2024.
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion „1861”.

Rezensionen

480 ausführliche Duftbeschreibungen
6
Preis
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Ponticus

63 Rezensionen
Ponticus
Ponticus
Top Rezension 123  
Der Weg in das Schlaraffenland
Er hatte sich wieder aufgemacht, war im Traum los gelaufen um seine Fantasien zu verwirklichen. Das Ziel sah er deutlich vor Augen, den Weg fanden seine Füße noch zögerlich. In seinen Träumen war er schon oft im Land wo Milch und Honig fließen, die Braten fertig durch die Luft fliegen, es mehr Wein als Wasser gibt, Käsewürfel den Weg zieren, Häuser aus Kuchen und Zäune aus Würsten gebaut sind. Müßiggang war nicht sein Ziel, dafür Spiel, Spaß und allerlei Kurzweil. Er wollte schöne Gewänder tragen, Hosen, Westen aus feinstem Tuch und edelste Parfüme probieren, die herrlich duften und auch seiner Seele schmeicheln. All das und so vieles mehr hoffte er an diesem Ort zu finden. Er hörte gar von einem Jungbrunnen, aus dem man nach dem Bade um Jahre verjüngt heraus stieg. Leider endete der Traum jedesmal an einer berghohen Mauer aus Reisbrei. Die umgab das Land und durch diese hätte er sich erst durchessen müssen um hineingelangen zu können. Er konnte Reisbrei nicht ausstehen und wachte auf!

Mit den ersten intensiven Gerüchen des Parfüms Naxos fand das Schicksal eine Art Abkürzung zu ihm, einen Trampelpfad aus seinen Träumen in die Wirklichkeit und er wähnte plötzlich ein kleines Stück dieses Traumlandes unerwartet sein eigen. Die edle Verpackung, der wunderschöne Flakon und die ausgezeichnete Verarbeitung ließen schon Gutes erahnen und dennoch wurden die Erwartungen übertroffen. XJ 1861 Naxos von XerJoff ist ein würziges, süßliches Parfüm mit ausgeprägten Honig- und Tabaknoten auf feinst austarierten zitrischen Grundtönen, ein Duft der deiner Nase schmeichelt, dein Herz berührt und deine Seele streichelt.

Der Start von Naxos gestaltet sich überraschend zitrisch-frisch. Die Bergamotte und die Zitrone wollen hier zeigen, daß sie die erste Führung inne haben. Nichtsdestotrotz ziehen sie sich, zügig beginnend, immer mehr zurück ohne je ganz zu verschwinden. Sie bilden sozusagen den zitrischen Weg auf dem Naxos in den nächsten Stunden flanieren wird und auf dem sie ständig präsent sein werden. Kaum ist der Pfad geebnet, wird er auch schon von Honig und Tabak in Besitz genommen. Dabei prescht der aromatische, dunkle Honig ungestüm voran, während der Tabak noch etwas vorsichtig, ein Fuß vor dem anderen, nur erste leichte Duftwölkchen verbreitet. Der cremige, selbst schon würzige Aromahonig wird in seinen Fluß von etwas Lavendel und Blumigem gebremst, gewinnt dabei aber noch mehr an verführerischem Charme. Mittlerweile konnte auch der nun tatendurstige Tabak zum Honig aufschließen, im Gepäck weitere feinste Gewürze. Von hier an machen sich die beiden agilen Burschen gemeinsam auf ihren noch langen duftigen Weg!

Tabak und Honig gehen dabei eine innige Verbindung ein. Manchmal sich treibend, manchmal sich stützend, aber immer in sich ruhend schreiten beide unbeirrt in aromatisch-honigsüßer und herb-würziger Spur voran. Der Duft zeigt sich dadurch sehr harmonisch, denn auch Lavendel, Zimt und Blüten winken fein im Takt und noch recht kräftig vom Wegesrand.

Bevor nun nach reichlich zurückgelegter Strecke der köstlich feinherbe Tabak die Süße des Honigs einengen kann, bekommen die Zwei wärmende süß-balsamische Begleitung. Die ganz leicht marzipanige, vor allem die Süße unterstützende Tonkebohne wird jedoch sofort recht gut auf dem immer noch zitrischen Weg im Zaum gehalten. Mit ihrem leicht vanilligen Charakter kündigt sie allerdings schon ihre große Schwester, die echte Vanille, an. Diese Vanille reiht sich alsbald stimmig ein, ohne sich dabei auffallend zu präsentieren oder gar die Führung zu übernehmen. Jetzt zu viert werden sie alle gemeinsam das letzte Drittel ihrer Strecke zurücklegen, bis sie im Ziel, nach insgesamt etwa zehn bis zwölf Stunden, zusammen mit der noch vorhandenen Zitrik, langsam verduften.

Naxos ist mir Verlockung und Begehren, süße Versuchung und süße Leidenschaft. Naxos ist ein Parfüm, ein Genießen mit allen Sinnen und ein kleines Stück vom großen Glück!

Vor einem Jahrzehnt, zum 150sten Jubiläum, ehrte XerJoff mit der Duftreihe XJ 1861 die Vereinigung einzelner Staaten im Jahre 1861 unter König Viktor Emanuel II. zu einem vereinten Italien. Die drei erschienen Düfte Naxos, Zefiro und Renaissance stehen für großartige Landschaften und das kreative Erbe der Apenninhalbinsel. Als Würdigung finden auch die Farben der italienischen Flagge ihren Platz auf Verpackung und Flakon. In diesem Jahr, also eine Dekade später, erschien mit Decas das vierte Parfüm der Kollektion XJ 1861, die sich nahtlos in das Angebot exklusiver Düfte des Turiner Hauses XerJoff einfügt.

Danke, daß ihr auf meinem Weg mit Naxos Zaungast wart!
66 Antworten
10
Flakon
7.5
Sillage
10
Haltbarkeit
8
Duft
Leimbacher

2762 Rezensionen
Leimbacher
Leimbacher
Top Rezension 35  
Soo legger, soo abgeschaut
Während die zwei anderen 1861er von Xerjoff komplett unterschiedlich sind, aber noch sommerlich oder zumindest im Sommer möglich, ist Naxos wieder eine komplett andere Baustelle. Ein ziemlicher Gourmand-Hammer, der auf Anhieb beeindruckendste & leckerste Duft der Reihe, höchstens noch für kältere Sommernächte denkbar. Frauen lieben ihn, wenn man Süße mag muss man ihn toll finden. Einen Haken gibt es allerdings: es gibt schon etliche, beliebte Düfte die so oder zumindest sehr ähnlich duften. Pure Havane, Herod, Oajan, Ambre Narguile usw. Jetzt wisst ihr in welche Richtung er geht & das er euch schmeckt - jetzt wisst ihr aber auch, dass Kreativität & Besonderheit hier nicht gerade zu finden sind. Aber ein Leggerchen ist er! Trotzdem finde ich beide anderen 1861er wesentlich reizvoller!

Nougatcreme, Honig, Mandel (leicht), Pralinen - eine Art Playboy-Parfum zum Ausgehen, für ein reiches Publikum. Eine Art Nutella Deluxe. Klingt banal & wird dem Duft wenig gerecht, ist aber nicht von der Nase zu weisen. Vielleicht ist er wirklich minimal leichtfüßiger als seine Konkurrenz & kein reiner Winterduft, aber ehrlich gesagt fühle ich mich heute bei über 30 Grad mit ihm nicht allzu wohl. Obwohl es Komplimente hagelt. Komische Welt. Aber es hat auch niemand gesagt, dass die 1861er eine Sommerlinie wird. Das ist spätestens nun klar.

Flakon: dick & trotzdem edel
Sillage: stark, kriecht sogar unter Tüten durch
Haltbarkeit: super - 10 Stunden.

Fazit: wunderschön, aber nichts Neues im Gourmand-Land!
6 Antworten
10
Preis
10
Flakon
9
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Carpintero

56 Rezensionen
Carpintero
Carpintero
Top Rezension 97  
Die Nacht mit Ninah.
„Ninah mit h“ sagte sie und lächelte, als ich sie an der Kasse des Supermarktes nach ihrem Namen fragte. Natürlich war sie mir schon während des Einkaufens ein paar mal aufgefallen — mit ihren wunderschönen goldenen, nein, fast rötlichen Haaren, ihrer blasser Haut, den stahlblauen Augen und diesem natürlichen Look. Ihr Make-Up war matt, aber sie war nicht überschminkt. Ihr goldenes Haar war zu einem Dutt zusammengebunden, perfekt, aber nicht künstlich. Und sie trug enge Röhrenjeans, einen beigen Hoodie und darüber eine weinrote Lederjacke. Ein paar mal liefen wir uns im Laden über den Weg, immer trafen sich unsere Blicke. Aber niemand sagte etwas.

An der Kasse stand sie dann vor mir und ich nahm meinen ganzen Mut zusammen, um sie nach ihrem Namen zu fragen — doch bevor ich das konnte, drehte sie sich zu mir und fragte „Brauchst Du zwei Eier?“. „Wow! Mit so einer Anmache hatte ich nicht gerechnet“, entgegnete ich. Sie wurde rot, knallrot. „Nein, nein…“ — sie deutete auf ihren 4-er Pack Eier: „Ich brauche nur zwei Eier, die anderen kann ich Dir geben, wenn Du willst“, versuchte sie sich zu retten.
Dabei fiel mir ihr Duft auf. Sehr stark, so, als hätte sie ihn sich gerade aufgetragen. Sie roch nach Zitrusfrüchten und Lavendel, so ein ganz leichter, cremiger Barbershop-Vibe erreichte mich. Völlig überwältigt von ihren unglaublichen Augen, dem wunderbaren Parfum und ihrem tollen Stil, fragte ich sie nach ihrem Namen. „Ninah mit h“ sagte sie. „Der Name ist aus Russland“, führte sie weiter aus, „aber ich bin vor hier!“, fügte sie hinzu. Noch bevor ich sie nach ihrer Nummer fragen konnte, lächelte sie mich erneut an, wünschte mir einen schönen Abend und verschwand. „Aber…“ — ich stand da wie ein begossener Pudel.

Unsere erste Begegnung erinnert mich an die KOPFNOTE von XerJoffs Naxos: Spritzig, vibrant, unerwartet, spektakulär. Zitrische Frische gepaart mir beruhigendem, cremigen Lavendel. Stark. Laut. Raumeinnehmend. Und der Name… Ich dachte, XerJoff sei aus Russland.

10 Tage verbrachte ich damit, in sämtlichen sozialen Medien, auf Tinder, Lovoo und Co. nach Ninah mit h zu suchen — ohne Erfolg. Ich musste sie wiedersehen. In unserer Begegnung, da war was. Obwohl es nur ein kurzer Augenblick war, hatte es etwas Bezauberndes, etwas Magisches, etwas Wunderschönes. Ich schaltete sogar eine Online-Annonce — sie blieb unbeantwortet.

10 Tage nach unserer Begegnung, ihren bezaubernden, mitreissenden Duft immer noch in der Nase, durchforstete ich in meiner Verzweiflung sogar ein Online-Telefonbuch. Ninah mit h schien wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Am Abend ging ich völlig deprimiert und unmotiviert auf eine Party, zu der ich eingeladen war. Ich hatte der Gastgeberin bereits abgesagt, doch sie insistierte, ich müsse wenigstens für einen Drink vorbeikommen. Also willigte ich ein. Auf der Party angekommen schaute ich mich um, stiess mit der Gastgeberin auf ihren Geburtstag an, unterhielt mich mit ein paar Bekannten. Unspektakulär. Nach zwei Stunden entschied ich mich, wieder zu gehen. Mir war schlicht zu langweilig. Als ich mir meinen Mantel anzog, packte mich jemand von hinten und sagte mit bestimmter Stimme „Du darfst jetzt noch nicht gehen!“. Ich drehte mich um: Ninah mit h stand vor mir. Sie blickte ich wieder an mit ihren stahlblauen Augen, ihre goldenen, rötlichen Haare hatte sie offen. Sie strahlte über das ganze Gesicht. Und wortlos nahmen wir uns einfach in die Arme.

Sie roch nach Honig, Zimt und Kaschmir: zuckersüss und herb zugleich. Und irgendwie meinte ich, auch noch die zitrischen Noten von unserer ersten Begegnung an ihr zu vernehmen. Vielleicht hingen die Duftnoten noch an ihrer weinroten Lederjacke, die sie auch jetzt wieder trug. Auch ein wenig Lavendel schwingte mit als ich sie wieder losliess. „Ich hab Dich so lange gesucht“, sagte sie. „Ich dich auch!“, entgegnete ich. „Aber woher kennst DU Susi?“, fragte ich sie. „Ich kenn sie nicht, ein Kumpel hat mich mitgeschleppt“, sagte sie und zeigte zu einem grossen Typ, der allein aufgrund seiner schieren Grösse schon aus der Masse hervorstach. War er mehr als nur ein Kumpel? Hatten die was? — All die Fragen, die mich sonst zermartert hätten, spielten in diesem Moment keine Rolle. Ich hatte Ninah mit h gefunden. Und sie mich. Offensichtlich.

Unsere zweite Begegnung erinnert mich an die HERZNOTEN von Naxos: Der zitrische Anfang deutlich verflogen, im Hintergrund aber immer noch präsent, dominieren nun edler, süsser Honig, etwas herber Zimt und wunderschön weicher Kaschmir. Alle Noten ergänzen sich, versuchen sich zu keiner Zeit zu dominieren oder übertönen, sondern fügen sich in einer herrlichen Aneinanderreihung zu einer wundervollen Symphonie.

„Diesmal gehst Du nicht, ohne mir Deine Nummer zu geben“, sagte ich Ninah mit h. Sie lächelte und wir begonnen ein extrem schönes Gespräch. Wir sprachen davon, wie sehr wir das Reisen liebten, wie gerne wir Sport machten, wie toll wir Happy Socks fanden und es stellte sich heraus, dass wir beide Holländisch sprachen. Ich war so geflasht von ihrer Frohnatur, ihrem süss-herben Lächeln, ihrem unschuldigen Gesicht, ihren goldroten Haaren, ihrem umwerfenden Duft.

Im Gespräch stellte sich heraus, dass Ninah mit h über 10 Jahre jünger war als ich. Aber das schien uns keineswegs zu stören, wir redeten und redeten und redeten. Und wir verstanden uns auf einer Ebene, die ich nie zuvor erlebt hatte. Als es bereits spät geworden war, fragte sie mich, ob ich sie nach Hause bringen wollte. Ich willigte ein.

Im Auto trafen sich immer wieder unsere Blicke, sie lächelte verstohlen. Ein paar mal berührten sich unsere Hände als ich zur Gangschaltung greifen wollte. Wieder diese Blicke, intensiv, verführerisch, mit Spannung versehen. „Kommst Du noch kurz mit hoch?“, fragte sie mich, als wir vor ihrem Haus standen. Ich willigte wortlos ein. In ihrer Wohnung angekommen, die Türe war kaum ins Schloss gefallen, küssten wir uns endlich. Sie schmeckte tatsächlich nach Honig, nach Vanille und nach überzuckerten Süsswaren. Nach einem scheinbar ewigen Kuss blickten wir uns an. „Bleibst du?“, fragte sie. Ich küsste sie zur Antwort und wir verschwanden in Ninahs Zimmer. Ninah mit h. Während ich ihre weinrote Lederjacke auszog, roch ich noch einen Hauch Tabak, so als hätte sie diese in einem Zigarrenladen vergessen. „Du riechst so gut“, flüsterte ich ihr ins Ohr. „Danke“, entgegnete sie mir gefolgt von einem weiteren langen Kuss. Wir landeten AUF ihrem Bett, kuschelten uns eng aneinander und begannen plötzlich von New York im Frühling zu sprechen und Ninah mit h sagte, ihr grösster Traum sei es, dort einmal zu heiraten. Wir sprachen die ganze Nacht miteinander, so tiefgründig und intensiv. Unser Gespräch unterbrachen wir nur für den ein- oder anderen Kuss. Danach redeten wir weiter.
Und in den Morgenstunden schlief sie irgendwann in meinen Armen ein. In meiner Nase ein Hauch ihres wunderschönen Duftes.

Gegen etwa 7 Uhr stahl ich mich davon, schrieb ihr aber vorher noch meine Nummer auf einen Zettel und verschwand. Auf dem Weg zu meinem Auto roch ich noch immer die Tiefe und Sinnlichkeit ihres Parfums. Und danach wartete ich auf eine SMS, eine WhatsApp oder einen Anruf von Ninah mit h.

Was aus uns wurde?
Ninah mit h meldete sich drei Tage später. Einen Monat später zog Ninah mit h bei mir ein. 4 Jahre später machte ich ihr einen Antrag. Und im Frühling werden wir heiraten. In New York. Und ich weiss, welchen Duft ich tragen werde:

— Naxos von XerJoff. —
23 Antworten
8
Flakon
10
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Insa

55 Rezensionen
Insa
Insa
Top Rezension 47  
Was erlauben Sie sich eigentlich?!
Okay ich schreibe jetzt trotzdem einen Kommentar, obwohl ich bereits ein Statement geschrieben habe.

Woran das liegt?
Nun ja...an der Sillage.
Ich halte den Arm schon von mir weg und alles was ich rieche ist Naxos!
Honig, Bergamotte, Tonkabohne.
Zum Glück riecht das gut, sonst wäre meine Verzweiflung groß.
Denn mich beschleicht das Gefühl, dass sich Naxos vehement dagegen wehren würde, wenn ich versuchen würde ihn abzuwaschen...

Aber ich will ihn nicht abwaschen.
Nein tatsächlich kommt mir der sadistische Gedanke Naxos an einem heißen Sommertag zu tragen.
Hahahah.
Euer Marc Jacobs Daisy eau so fresh kann einpacken ;)
eau so schade ;( jetzt riecht man nur noch Naxos!

Und die Menschen werden sich fragen was sie da riechen. Ist es ein extravaganter Imker, der sich mit Le Male (siehe Tonkabohne) übergossen hat und nun die Bienen auf uns jagen wird?

Ist das noch Kunst oder schon Erregung öffentlichen Ärgernisses?
Ist überhaupt jemand verärgert, wenn dieser Duft in der Luft liegt? Fragen über Fragen.
Ich persönlich finde Naxos ja ziemlich geil...

Noch zur Klärung des Titels:
"Was erlauben Sie sich eigentlich?!
Sie halten sich wohl für etwas Besseres?"
Der Xerjoff-Träger senkt seinen Blick auf die seltame Gestalt und antwortet bescheiden wie er ist: "Aber nein, ich halte mich keineswegs für etwas Besseres, ich bin besser."

Randnotiz:
Ob das der Träger wirklich denkt oder nur Naxos aus ihm spricht ist nicht klar erkennbar.
9 Antworten
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
Serenissima

1053 Rezensionen
Serenissima
Serenissima
Top Rezension 34  
die Griechen kamen auch nach Sizilien
Der Name "XJ 1861 Naxos" irritierte mich anfangs:
Die Jahreszahl 1861 sagte mir als "Italienerin des Herzens und der Seele" schon etwas: das "Königreich Italien" wurde in diesem Jahr aus der Taufe gehoben.
Der erste König Vittorio Emanuele II bleibt schon durch das monströse Denkmal der "Unità d'Italia", mitten in Rom, in Erinnerung.
Von den Einheimischen auch "Das falsche Gebiss" genannt, ist dieser Koloss schließlich nicht zu übersehen.
Auch hier wurde wieder einmal Größenwahn mit Stil verwechselt; aber als Treffpunkt ist es ideal - dort kann man sich nicht verfehlen; höchstens in der fotografierenden Touristenmenge verlorengehen.
Seit einiger Zeit ist es übrigens möglich, Events auf dem Dach dieses Bauwerks auszurichten: der Blick über Rom ist häufig eindrucksvoller, als die Menschen, die sich dort treffen.
Meist läuft das ohnehin unter dem Motto: "Man sieht sich!"

Aber was hat es nun mit "Naxos" auf sich? Das Internet wurde bemüht - das Internet wusste Rat!
Natürlich kamen die Griechen auch nach Sizilien! Die Ausgrabungen von Taormina sind doch die beste und eindrucksvollste Erinnerung an diesen "Besuch"!
Und "Giardino Naxos" liegt ca. 50 Kilometer südlich Messinas; der Ort gehört zu dieser Gemeinde.
Oh, weh! Manchmal ist das Brett vor meinem Kopf doch eher eine Panzerplatte!

"XJ 1861 Naxos" ist der erste Duft der Marke Xerjoff, den ich testen durfte - danke Gelis: die Neugier war natürlich groß.
Die Pyramide hier klingt sehr verlockend, auch wenn sich herausstellt, dass sie nicht ganz vollständig ist.
Meine inzwischen sehr duft-erfahrene Nase sagte das gleich; eine weitere Recherche zeigte, dass sie sich nicht irrt!

Diese "weiße Schönheit" startet mit Zitrusfrische: Bergamotte (natürlich, welcher Parfumeur würde auf sie verzichten?!) und Zitrone eröffnen den Reigen.
Diese mediterrane Fruchtigkeit trifft recht schnell auf Lavendel?!
Doch, es ist Lavendel - wie die vorab erwähnte Recherche bestätigt!
So öffnet sich mir zum ersten Mal das sinnliche Herz Siziliens: leise und doch duftintensiv und bereit, auf ein berauschendes Abenteuer einzustimmen.
Mit Zimt kräftig parfümierter Honig umfließt eine Fülle weißer Jasminblüten, die großen duftintensiven Dolden der Nachtblüher. Diese geben ihr kräftig-süßes Aroma ohne jede Einschränkung und völlig hemmungslos an ihre Umgebung ab.
Der Honig seufzt vor Wohlbehagen - er schnurrt geradezu!
Auch andere Gewürze spielen eine schmeichelnde Rolle: ich nehme Nelken und Muskatnuss wahr (eine Erinnerung an den weihnachtlichen Gewürzkuchen, der zum jährliches Ritual geworden ist).
Auch jemand wie ich, der nicht ein ganz so großer Freund solcher Duft-Süßigkeiten ist, wird von dieser würzig-weißen Schönheit tief berührt. Sie lockt zu gekonnt ...
Das synthetische Cashmeran verleiht eine moschusartig, leicht erdige Holznote; inwieweit darauf zurückgegriffen werden musste, entzieht sich meinem Wissen.
Aber es schadet dem Duftverlauf nicht. Dieser ist gut so, wie er ist.
Ziemlich bald, eigentlich schon nachdem sich der Lavendel das erste Mal zeigte, treffe ich Tabak: hellen (nicht fermentierten) Tabak, frisch geschnitten: eine Duftnote, die mich immer wieder erfreut.
Das frisch geöffnete Päckchen brachte manchmal mehr Sinnesfreude, als der erste Zug aus der angezündeten Zigarette!
Gerade im Süßen, Blumigen kommt diese Würze sehr schön zur Geltung und harmoniert auch gut mit den vorhandenen Küchengewürzen.
So ist ein wolllüstig-süßes Duftbett für die sämige, warme Vanille bereitet: tiefe Leidenschaft leuchtet auf!
Venus betritt mit wohlduftendem Gefolge die Arena: hier wird ihr gehuldigt!

"XJ 1861 Naxos" erinnert mich an einen breiten, niedrigen Divan mit einer Vielzahl weicher, weißer Kissen und Decken. Alles wirkt bereits ein wenig zerwühlt ...
Dieses "Lotterbett" (welch entzückendes Wort!) befindet sich in einem holzgetäfelten Raum, in dem das Licht allein von einem lustig flackernden Feuer im Kamin und unzähligen Kerzen herrührt.
Ein Knistern, ein Vibrieren breitet sich aus ...
(Pst! Jetzt ziehen wir den weißen, voluminösen Vorhang mit der breiten goldenen Borte vor diese Szene!)
Dieser Duft hinterlässt die Haut warm und honigfarben überhaucht; fast magische Lichtreflexe tanzen auf ihr; der zarte Schattenwurf ist zimtfarben: teils mit feinem Pinsel als Ornament aufgetragen, teils verwischt, fließend - ohne harte Kanten.
Das Blut unter dieser Haut pulsiert ...

Ja, "XJ 1861 Naxos" ist süß - so süß wie eine sündhafte Versuchung; eine gestohlene Nacht!
Ich habe mich auf dieses charmante, verführerische Duftwesen eingelassen und habe es nicht bereut.
(Es birgt Streicheleinheiten für meine zurzeit so wunde Seele; es tut einfach gut!)
Die Haltbarkeit ist wirklich enorm; noch morgens umspielt mich ein Hauch von Zimt und erinnert an frische Apfeltaschen mit dickem süßen Zuckerguss, die gerade aus dem Ofen kommen: "Schatz! Der Kaffee ist fertig!"
Dieser "Morgen danach" ist nicht grauenvoll; nein, er ist voll zärtlich schwingender Duftigkeit, voll Wärme - und er trägt ein Lächeln, wie ein seidig sich bauschendes Negligee.

Diese zauberhafte "weiße Sünde" darf bei mir bleiben, bis die Abfüllung leer ist.
Wir werden sicher schöne Stunden miteinander verbringen, die eine Erinnerung wert sind.

(Nun, liebe Gelis: wurden Deine Erwartungen erfüllt? Ich tat es gern! Und es ist - so ganz nebenbei bemerkt: mein 350. Kommentar hier!)
7 Antworten
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Danny264Danny264 vor 1 Jahr
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Flakon
8
Sillage
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Haltbarkeit
8.5
Duft
Willkommen
In einer Welt
in der Zitrusflüsse durch
Lavendelfelder fließen
Honig auf Tabakplantagen regnet
Zimtig windet
und Tonka süßt
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SalvaSalva vor 3 Jahren
9
Sillage
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Haltbarkeit
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LeoNataLeoNata vor 1 Jahr
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Jüngs, nicht böse sein, aber zu süß und aufdringlich. Das Gemisch aus Lavendel und klebriger, künstlicher Süße banal und unmenschlich stark.
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YataganYatagan vor 3 Monaten
7
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
5
Duft
Synthetisch durch Kaschmiröl mit pudrigen Moschusakzenten, unangenehmer Süße und Tonka-Vanille-Tönen.
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So ordnet die Community den Duft ein.
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Diskussionen zu Naxos

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