Ogami
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Mi casa es mi casa
Jedes Mal, wenn ich am Flakon rieche, flüstert er mir leise ins Ohr: „Nimm mich mit ins Büro!“ Ich würde Explorer niemals zu einem Date tragen. Aber ich würde ihn tragen, wenn ich meinem Chef gegenüber sitze und sage: „Vertrau mir, ich hab' das Projekt im Griff!“ Explorer ist für mich der Inbegriff von Seriösität und Gepflegtheit.
Es hat eine gewisse Würze und Schärfe, die eine höfliche Distanz zum Gegenüber aufbaut (daher auch ungeeignet für ein Date). Gleichzeitig schleicht sich aber auch eine dezente Süße ein, die verhindert, dass man unnahbar und verschroben wirkt. Er ist eine förmliche Einladung, die sagt „Komm gerne vorbei, aber fühl dich nicht wie zu Hause. Mi casa es mi casa.“
Deswegen ist Explorer vielleicht auch nicht nur für ein Date ungeeignet, sondern generell eher ein Duft für förmliche Anlässe. Wer in seiner Freizeit Explorer trägt, könnte den Anschein erwecken, entweder einen Stock im Ar** zu haben, oder gezwungen zu versuchen, von seinen Mitmenschen als besonders seriös wahrgenommen zu werden. (No offense gegenüber allen, die Explorer in ihrer Freizeit tragen; ihr riecht trotzdem gut!)
Zusammengefasst ist Explorer der perfekte Duft für Dinge, wie: das Büro, die Taufe eines Neffen/einer Nichte, die Hochzeit einer/eines nicht allzu intimen Bekannten, eine Beerdigung oder die Oper.
Nachtrag: Eine Rezension ist immer subjektiv und basiert auf der Wahrnehmung der Rezensent*In. Daher bitte Aussagen nicht persönlich nehmen oder auf alle Menschen verallgemeinern. Jedes Statement müsste eigentlich mit "Innerhalb des Horizontes meiner Wahrnehmung..." beginnen. Aber dann wären Rezensionen unlesbar.
Es hat eine gewisse Würze und Schärfe, die eine höfliche Distanz zum Gegenüber aufbaut (daher auch ungeeignet für ein Date). Gleichzeitig schleicht sich aber auch eine dezente Süße ein, die verhindert, dass man unnahbar und verschroben wirkt. Er ist eine förmliche Einladung, die sagt „Komm gerne vorbei, aber fühl dich nicht wie zu Hause. Mi casa es mi casa.“
Deswegen ist Explorer vielleicht auch nicht nur für ein Date ungeeignet, sondern generell eher ein Duft für förmliche Anlässe. Wer in seiner Freizeit Explorer trägt, könnte den Anschein erwecken, entweder einen Stock im Ar** zu haben, oder gezwungen zu versuchen, von seinen Mitmenschen als besonders seriös wahrgenommen zu werden. (No offense gegenüber allen, die Explorer in ihrer Freizeit tragen; ihr riecht trotzdem gut!)
Zusammengefasst ist Explorer der perfekte Duft für Dinge, wie: das Büro, die Taufe eines Neffen/einer Nichte, die Hochzeit einer/eines nicht allzu intimen Bekannten, eine Beerdigung oder die Oper.
Nachtrag: Eine Rezension ist immer subjektiv und basiert auf der Wahrnehmung der Rezensent*In. Daher bitte Aussagen nicht persönlich nehmen oder auf alle Menschen verallgemeinern. Jedes Statement müsste eigentlich mit "Innerhalb des Horizontes meiner Wahrnehmung..." beginnen. Aber dann wären Rezensionen unlesbar.
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Frisch und intensiv wie ein schwerer Weißwein
Bezogen auf die Jahreszeit gibt es zwei Kategorien von Düften. Die einen muss man in der Saison tragen, denn leichte, frische Düfte verlieren sich im Winter (und waren nie wieder gesehen), während sich schwere, intensive Düfte im Sommer aufdrängen wie ein stark betrunkener Junggesellenabschied. Düfte der anderen Kategorie aber, setzen sich off-season erst richtig in Szene. Zu dieser Kategorie gehört Wakening Woods of Scandinavia. Er ist frisch und intensiv. Er ist die geballte Faust, die dem Winter sagt: „Der Frühling wird kommen, ob du willst und nicht!“
Der Weinhändler meines Vertrauens hat einmal gesagt, er würde gerne eine Weinprobe mit dem Titel „Schwere Weiße und leichte Rote“ veranstalten; denn die meisten Menschen trinken entweder leichte Weißweine oder schwere Rotweine. Wakening Woods of Scandinavia ist ein schwerer Weißwein, der sich nicht davor scheut, neben Rotwein auf der Karte zu stehen.
Wer sofort seine Nase verzieht, wenn in seinem/ihrem Parfum nicht tonnenweise Blütenblätter verarbeitet wurden, sollte lieber Abstand halten. Denn Wakening Woods of Scandinavia riecht selbstbewusst synthetisch.
Der Weinhändler meines Vertrauens hat einmal gesagt, er würde gerne eine Weinprobe mit dem Titel „Schwere Weiße und leichte Rote“ veranstalten; denn die meisten Menschen trinken entweder leichte Weißweine oder schwere Rotweine. Wakening Woods of Scandinavia ist ein schwerer Weißwein, der sich nicht davor scheut, neben Rotwein auf der Karte zu stehen.
Wer sofort seine Nase verzieht, wenn in seinem/ihrem Parfum nicht tonnenweise Blütenblätter verarbeitet wurden, sollte lieber Abstand halten. Denn Wakening Woods of Scandinavia riecht selbstbewusst synthetisch.
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Ein Antiquariat der Düfte oder Snape trägt Encre Noire!
Encre Noire ist wie ein Antiquariat. Beim Durchstöbern stößt man auf viele interessante Gegenstände, die alle für sich genommen einzigartig sind, zusammen jedoch ein mehr oder weniger stimmiges Ganzes ergeben. Außerdem ist jeder Besuch ein Erlebnis, denn neue Stücke kommen hinzu, während alte bereits verkauft wurden. So riecht auch Encre Noire für mich bei jedem Auftragen ein bisschen anders: mal eher rauchig, mal eher holzig und manchmal einfach, naja, anders.
Dinge die ich mit Encre Noire assoziiere: eine Bibliothek, gefüllt mit alten Schriftrollen; einen nebligen Tag im Spätherbst; eine alte Scheune; Severus Snape.
Wer eine neugierige Nase hat, dem kann ich Encre Noire ans Herz legen. Denn für unter 30€ bekommt man ein intensives Dufterlebnis. Wer den Anspruch hat, seine Düfte auch im Alltag tragen zu können, dem rate ich von Encre Noire eher ab. Es sei denn, man ist Antiquar (oder Severus Snape)!
Dinge die ich mit Encre Noire assoziiere: eine Bibliothek, gefüllt mit alten Schriftrollen; einen nebligen Tag im Spätherbst; eine alte Scheune; Severus Snape.
Wer eine neugierige Nase hat, dem kann ich Encre Noire ans Herz legen. Denn für unter 30€ bekommt man ein intensives Dufterlebnis. Wer den Anspruch hat, seine Düfte auch im Alltag tragen zu können, dem rate ich von Encre Noire eher ab. Es sei denn, man ist Antiquar (oder Severus Snape)!
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