25.09.2025 - 10:39 Uhr

Gaukeleya
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Gaukeleya
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22
Voight-Kampff-Test
Schon 1968 schrieb Philip K. Dick seine hellsichtige Geschichte "Do Androids Dream of Electric Sheep?", die als Vorlage für den sicher uns fast allen bekannten (und stellenweise kultisch verehrten) Film "Blade Runner" von Ridley Scott diente.
Androiden, humanoiden Robotern, in der Regel intelligent, vielleicht sogar (vielen) Menschen an Intelligenz überlegen, fehlt jedoch eines: echte Empathie. Hieraus wird das einzige aussagekräftige Unterscheidungsmerkmal zum Menschen abgeleitet, denn rein äusserlich existieren keine Unterschiede zwischen Menschen und Androiden mehr.
Um Androide aufzuspüren, werden sie von Prämienjägern dem sogenannten Voight-Kampff-Test unterzogen, um sie von Menschen unterscheidbar zu machen. Körperliche und vegetative Reaktionen werden beobachtet, um daran adäquate, "menschliche" Antworten bzw. vegetative Anzeichen von Empathie zu erkennen. Bleiben sie aus, verrät sich der Android als ein solcher. Denn auch die modernsten Androide, die dem Menschen täuschend ähnlich sind, scheitern am Voight-Kampff-Test, weil ihnen empathische Reaktionen fehlen.
Leather Skies ist für mich ein Androidenduft. Er spiegelt assoziativ schon beim ersten Anduften etwas Androides für mich wider mit seinen Nuancen von Kunstleder, Gummi, Barbiehaar und Frischluft unter einer abgeschlossenen Sauerstoffkuppel. Dazu die Süsse, vielleicht der menschlichen Haut nachempfunden; sie hat etwas von einem mehligen Apfel mit pfeffriger Würze, was sich zusammen als Nachbau von Menschenhaut verstehen könnte.
Zum Ende hin schnuppere ich leicht säuerliches Sandelholz, das trockenrauchig und leblos wie Papier bleibt. Alles wirkt sauber, vielleicht sogar steril.
Wenn Androiden schwitzen, dann riechen sie wie Leather Skies, ganz bestimmt.
Der Duft bleibt eigentümlich leblos; und obwohl seine Synthetik mild, weich und versöhnlich daherkommt, keinen stechenden "Chemieunfall" darstellt, fehlen mir persönlich hier ein Hauch von Wärme, Echtheit, Herz, und - um bei den Androiden zu bleiben - von, nun ja, Empathie.
Gleichwohl ist er gerade deshalb auch interessant: er bleibt zwar ein Fremdkörper beim Tragen, passt aber für mich in die moderne Aufbruchszeit der Künstlichen Intelligenz und lässt mich trotz aller Distanz, die er mir vorgibt und sie nicht überwinden lässt, nachdenklich und in gewisser Weise inspiriert zurück.
Mein ganz herzlicher Dank an Pflanze für ihre grosszügige und herzenswarme Geste!
Androiden, humanoiden Robotern, in der Regel intelligent, vielleicht sogar (vielen) Menschen an Intelligenz überlegen, fehlt jedoch eines: echte Empathie. Hieraus wird das einzige aussagekräftige Unterscheidungsmerkmal zum Menschen abgeleitet, denn rein äusserlich existieren keine Unterschiede zwischen Menschen und Androiden mehr.
Um Androide aufzuspüren, werden sie von Prämienjägern dem sogenannten Voight-Kampff-Test unterzogen, um sie von Menschen unterscheidbar zu machen. Körperliche und vegetative Reaktionen werden beobachtet, um daran adäquate, "menschliche" Antworten bzw. vegetative Anzeichen von Empathie zu erkennen. Bleiben sie aus, verrät sich der Android als ein solcher. Denn auch die modernsten Androide, die dem Menschen täuschend ähnlich sind, scheitern am Voight-Kampff-Test, weil ihnen empathische Reaktionen fehlen.
Leather Skies ist für mich ein Androidenduft. Er spiegelt assoziativ schon beim ersten Anduften etwas Androides für mich wider mit seinen Nuancen von Kunstleder, Gummi, Barbiehaar und Frischluft unter einer abgeschlossenen Sauerstoffkuppel. Dazu die Süsse, vielleicht der menschlichen Haut nachempfunden; sie hat etwas von einem mehligen Apfel mit pfeffriger Würze, was sich zusammen als Nachbau von Menschenhaut verstehen könnte.
Zum Ende hin schnuppere ich leicht säuerliches Sandelholz, das trockenrauchig und leblos wie Papier bleibt. Alles wirkt sauber, vielleicht sogar steril.
Wenn Androiden schwitzen, dann riechen sie wie Leather Skies, ganz bestimmt.
Der Duft bleibt eigentümlich leblos; und obwohl seine Synthetik mild, weich und versöhnlich daherkommt, keinen stechenden "Chemieunfall" darstellt, fehlen mir persönlich hier ein Hauch von Wärme, Echtheit, Herz, und - um bei den Androiden zu bleiben - von, nun ja, Empathie.
Gleichwohl ist er gerade deshalb auch interessant: er bleibt zwar ein Fremdkörper beim Tragen, passt aber für mich in die moderne Aufbruchszeit der Künstlichen Intelligenz und lässt mich trotz aller Distanz, die er mir vorgibt und sie nicht überwinden lässt, nachdenklich und in gewisser Weise inspiriert zurück.
Mein ganz herzlicher Dank an Pflanze für ihre grosszügige und herzenswarme Geste!
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schwarzer Pfeffer
Herznote
Leder
Basisnote
schwarzes Sandelholz
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