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Top Rezension
No. 22 oder wie ich lernte, die Seife zu lieben
Huiuiui Kernseifenalarm! Nach der Gartenarbeit ab ins kleinen Badezimmer, in dem es nur kaltes Wasser gab und wo neben dem Waschbecken stets eine kleine Nagelbürste und ein halbeingetrocknetes Stück gelbe Kernseife lag, in dem sich im Laufe der Zeit immer mehr tiefen Rillen bilden, in denen sich die schwarze Gartenerde absetzte. So die erste Assoziation, als ich Chanels No 22 zum ersten Mal begegne.
Aber da habe ich den Duft wohl grob unterschätzt. Denn nach den ersten Minuten mit der Kernseife auf meinem Arm, verwandelt sich das Seifenstück auf einmal in eine superedle Seifencreme, und zwar mehr cremig als seifig. Und dann geht die erstaunliche Verwandlung weiter: Der Duft löst sich von der Haut, wird glasklar, wie eine durchscheinende Pyramide aus kristallenen Duftmolekülen, fast unnahbar aber trotzdem wunderschön zu tragen.
Für mich wird No. 22 immer mehr zu einem transluzenten Vetiver-Duft, Eleganz in Reinkultur, Perfektion in Höchstform. Schwebender, federleichter Vetiver, von Blumen umhüllt, wie in Einzelkomponenten zerlegt, sich ständig selbst neu erfindend und ergänzend. Wunderbar und so noch nie gerochen.
Perfektion kann ja mitunter mehr einschüchtern als erobern, aber mit Chanel No. 22 geht es mir anders. Ich als alte Guerlain-Tante habe bisher keinen Chanel-Duft gefunden, der mein Herz wirklich und vorbehaltlos erstürmt hätte. Und auch diesem Duft gelingt das nicht - es ist nach dem ersten Date sozusagen mehr eine intellektuell faszinierte Zuneigung als eine Herzensangelegenheit. Aber diese Nummer 22 könnte für mich sehr wohl der Einstieg in das Universum der Chanels werden. Und wer weiß: Mitunter wird ja aus Freundschaft auch echte Liebe!
Aber da habe ich den Duft wohl grob unterschätzt. Denn nach den ersten Minuten mit der Kernseife auf meinem Arm, verwandelt sich das Seifenstück auf einmal in eine superedle Seifencreme, und zwar mehr cremig als seifig. Und dann geht die erstaunliche Verwandlung weiter: Der Duft löst sich von der Haut, wird glasklar, wie eine durchscheinende Pyramide aus kristallenen Duftmolekülen, fast unnahbar aber trotzdem wunderschön zu tragen.
Für mich wird No. 22 immer mehr zu einem transluzenten Vetiver-Duft, Eleganz in Reinkultur, Perfektion in Höchstform. Schwebender, federleichter Vetiver, von Blumen umhüllt, wie in Einzelkomponenten zerlegt, sich ständig selbst neu erfindend und ergänzend. Wunderbar und so noch nie gerochen.
Perfektion kann ja mitunter mehr einschüchtern als erobern, aber mit Chanel No. 22 geht es mir anders. Ich als alte Guerlain-Tante habe bisher keinen Chanel-Duft gefunden, der mein Herz wirklich und vorbehaltlos erstürmt hätte. Und auch diesem Duft gelingt das nicht - es ist nach dem ersten Date sozusagen mehr eine intellektuell faszinierte Zuneigung als eine Herzensangelegenheit. Aber diese Nummer 22 könnte für mich sehr wohl der Einstieg in das Universum der Chanels werden. Und wer weiß: Mitunter wird ja aus Freundschaft auch echte Liebe!
7 Antworten


Bei mir ist es bereits echte Liebe- sowohl zum Eau de Toilette als auch zum Extrait....;)