"Was wichtig ist, ist die Rose"
Hier hätte Christian Dior seinem Landsmann Gilbert Bécaud bestimmt aus vollem Herzen zugestimmt und Beifall geklatscht.
Hatte er doch, nachdem er 1951 das "Château de la Colle Noire" in der Provence kaufte, seine besondere Aufmerksam und Liebe der Re-Kultivierung der duftintensiven Mairose gewidmet, die er im Garten seiner Mutter im bretonischen Granville immer bewundert hatte.
Überhaupt war die Gestaltung des Gartens mit zahlreihen Oliven- und Obstbäumen und großzügigen Rosenfeldern, neben der persönlichen Einrichtung der Räume im Château, eine seiner größten Leidenschaften und Urlaubsfreuden.
Dieses Château mit seinem Blumenparadies war sein wahrer Rückzugsort.
"Hier vergaß ich Dior, um wieder Christian zu sein." schreibt er in seiner Autobiographie, die auch in englischer Sprache erschienen ist ("Dior by Dior").
Wenn Christian Dior nicht die Schönheit seinen Garten genoss, machte er von hier aus Ausflüge nach St. Tropez und Cannes, traf dort seine Freunde zum Essen und Plaudern.
Schließlich liebte er gutes Essen, edlen Wein und unterhaltsame Gespräche mit Menschen, die ihm nahestanden.
Das Unternehmen "Maison Christian Dior" kaufte nicht nur inzwischen dieses Anwesen in der Provence und ließ es im alten Glanz wiedererstehen; "Dior Parfums" legte auch die Duftserie "La Collection Privée" auf.
In ihr entdecken wir die private Welt des Christian Dior in Duftform: eine sehr schöne Idee!
Neben dem Elternhaus in "Granville", darf hier natürlich auch das Anwesen seines Herzens "La Colle Noire" nicht fehlen.
Das Herzstück dieses weiblichen Duftes ist die Mairose, auch "Rose de Grasse" genannt.
Inzwischen begann man dort wieder mit dem Anbau dieser einmaligen Duftrose, nachdem die ehemaligen Felder der Geldgier weichen musste.
(Sophie Bonnet beschreibt den daraus erwachsenen Kampf um diese "Ware Blüte" anschaulich in ihrem Kriminalroman: "Provenzalischer Rosenkrieg - Ein Fall für Pierre Durant".)
"La Colle Noire" ist nicht nur ein wunderschöner Rosenduft, sondern auch eine "Ode an die Mairose": sinnlich, honigsüß und allgegenwärtig.
Hier trifft man diese Rosen in ihrer ursprünglichen Duftkraft: zartrosa wie die Sonntagskleidchen kleiner Mädchen, dabei doch würzig und kraftvoll.
Soll doch während der Ernte dieser Blüten die Luft von ihrem rosig-pfeffrigen Duft gewürzt sein.
Auch in dieser Duftkomposition erhält diese Rosendame eine spezielle Würze, die ihre Eigenart noch unterstreicht.
Zusammen mit der Frische von Zitronen, einem Strauß aus Pfingstrosen und natürlich Maiglöckchen (was wäre eine Erinnerung an Christian Dior ohne das Maiglöckchen?) wurde noch ein Korb voll reifer saftiger Pfirsiche und herb-würziger Schwarzer Johannisbeeren beigefügt.
Natürlich dürfen auch die treuen Begleiter der Blütenkönigin Sandelholz und weißer Moschus nicht fehlen. Sie unterstreichen gekonnt die natürliche Persönlichkeit des Duftes und seinen Facettenreichtum; eine gut dosierte Ambergabe verleiht ihm zusätzlichen Glanz.
So entfaltet sich auf der Haut die Impression eines magischen Duftortes, den wir mit diesem "Schlüssel" im Flacon betreten dürfen.
"La Colle Noire" ist ein großzügiges Rosenbouquet; ein Geschenk für jede Frau!
Dieser Duft umspielt seine Trägerin lebhaft und charmant; ganz im Sinn von Christian Dior, der die Frau als einen Höhepunkt der Schöpfung betrachtete.
Wie wir wissen, huldigte er ihr auch in jedem seiner Kunstwerke.
"La Collection Privée" führt mit ihren Düften diese Tradition fort und setzt gleichzeitig liebvoll dem unvergessenen Patron ein Denkmal.
Vielen Dank für die Hintergrundinformationen und den Krimi-Tipp!
Der Duft könnte mir sehr gefallen, da möchte ich doch mal probeschnuppern. Habe ich doch gerade die Rose für mich (wieder)entdeckt.
Du hast mir mit Deiner Beschreibung auch den guten alten Herrn Dior etwas nähergebracht. Dankeschön dafür! Der Duft wäre wohl eher nichts für mich. Bei Düften mit dominanter Rosennote bin ich doch eher raus.
Der Duft könnte mir sehr gefallen, da möchte ich doch mal probeschnuppern. Habe ich doch gerade die Rose für mich (wieder)entdeckt.