Ysatis kenne ich, seit es ihn gibt und er gehört zu den Düften, in die ich immer mal wieder hineinschnuppere, weil ich ihn wundervoll finde. Allerdings konnte ich mich nie dazu entschließen, ihn mir auch zu gönnen. Und ich kann gar nicht sagen warum eigentlich nicht. Vielleicht, weil Ysatis so ist, wie ich eben nicht bin: Geheinmisvoll, hintergründig, verlockend... Ysatis lädt zum Träumen ein.
Ich erlebe den Duft unheimlich oppulent, aber keineswegs schwer. Banal ausgedrückt würde ich sagen, es ist ein dunkler, feinwürziger Blütenduft mit einer dezenten Chypre-Note. Aber damit wird man dem Parfum nicht gerecht. Hier hilft mir vielleicht wieder ein Vergleich mit Juwelen: Wenn ich Ysatis rieche, dann denke ich an dunkle Smaragde mit einem satten, goldenen Feuer. Würde ich nicht wissen, dass er bei den - zugegeben edleren - Mainstream-Düften von Givenchy in der untersten Regalreihe steht, dann würde ich ihn wohl kostbarer einschätzen als er ist.
Bleibt zu erwähnen, dass sich die sehr angenehme und vielschichtige Basisnote auf meiner Haut lange hält und immernoch etwas von dem Blütentraum der Herznote festhält, so dass sich der Duft, obwohl er einen deutlichen Verlauf hat, doch als Einheit zeigt. Das schätze ich sehr, denn ich habe Schwierigkeiten, mit Parfums, die sich im Verlauf der Pyramide zu sehr ändern. Ich mag nicht nach einer gewissen Zeit plötzlich ein völlig anderes Parfum auf meiner Haut haben, als ich aufgetragen hatte.
Ich kann nur raten, sich beim nächsten Filialbesuch bei den Orangenen mal wieder zu bücken. Man kann durchaus Schätze finden.
Ysatis ist unverwechselbar, die orientalische Patchouli-Basis markiert den Klassiker und macht den Duft elegant-erwachsen. Für mich ein winterlicher Ausgehduft für besondere Anlässe, sonst ist Ysatis zu schwer und fast schwülstig. Aber ich liebe ihn!
Ysatis ist ein toller Duft. Ich finde, daß er starke Ähnlichkeit mit Giorgio Beverly Hills hat, nur dezenter. Die Duftpyramiden haben ja auch viel Ähnlichkeit miteinander, also keine Einbildung.