Bambus J. G. Mouson & Co. 1930 Eau de Cologne
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Top Rezension
das haben wir damals nicht einmal geahnt, ...
... dass "Bambus" ein Herrenduft ist. Ich bin jetzt noch erstaunt!
Als Teenager versuchten wir mit Macht "erwachsen" zu sein. Ich glaube, daran hat sich bis heute nichts geändert.
Die Beatles beunruhigten die Jugend, der Minirock empörte - und wir ganz jungen Mädchen waren mittendrin!.
Unser "Trendbewusstsein" zeigte sich damals in dunkelblauen Faltenröcken, die in der Taille gekrempelt wurden, im kürzer zu sein. Und - oh, ich schäme mich fast, das zu schreiben - in dunkelblauen Kniestrümpfen, die zu weißen "Hackenschuhen" (wie wir sie damals nannten) getragen wurden.
Das muss ziemlich schrecklich ausgesehen haben; auch war das wohl sehr nahe an einer Art Schuluniform, gegen die wir ja alle sein wollten.
Und unsere Mütter schlugen die Hände zusammen, wenn sie die schwarzen, balkenähnlichen Lidstriche sahen, die mehr oder meist weniger gelungen, unsere jungen, meist noch kindlichen Gesichter "zierten".
Nun war in dieser Zeit die Auswahl der Damen- und Herrendüfte nicht allzu groß. Es gab die Klassiker, von denen wir meist noch nicht einmal gehört hatten. Und einige Firmen, die wie 4711 und Mouson-Lavendel die Mehrzahl der "Parfumnutzer" zufriedenstellte. (Tabac Original für den Mann nicht zu vergessen!)
An das große Sortiment, das jetzt jedes Jahr allein fast mehr Neuerscheinungen lanciert, als es damals gab, war gar nicht zu denken. Das war einfach nicht vorstellbar!
Bei uns Mädchen war nun "Bambus" ganz groß im Kurs. Ein herber, krautiger Duft mit großer Klarheit. Ich erinnere mich, dass er verhältnismäßig lange anhielt. Vielleicht hing das aber auch nur mit unserer Kindlichkeit zusammen.
Er unterschied uns jedenfalls von der "Kölnischwasser-Fraktion". Ha! Das war doch etwas!
Schon allein der Name weckte das Gefühl "vom Duft der großen, weiten Welt!". "Bambus", das klang nach unbekannter Ferne; Aufbruch zu fremden Ufern ...
Der kleinste der Flacons kam in die Schultasche (zu dem "abgeliebten" Kuscheltier), ein größerer stand zuhause auf dem provisorischen ersten "Schmicktischchen".
Wir fühlten uns mit diesem Duft "sehr erwachsen" - auch, wenn es sich heute so brav und bieder anhört.
Wir waren wirklich noch brav!
So sind die Düfte von "Mouson" in meiner Jugend fest verankert. Sie sind eine liebe Erinnerung, die ich gern würde aufleben lassen. Ich scheine mich wohl zurzeit wohl auf der "Straße der Erinnerungen" zu befinden - wer weiß!
Vielleicht habe ich Glück und finde noch ein Liebhaberstück, das eine neue Heimat sucht.
Ich werde mich auf die Suche machen.
Als Teenager versuchten wir mit Macht "erwachsen" zu sein. Ich glaube, daran hat sich bis heute nichts geändert.
Die Beatles beunruhigten die Jugend, der Minirock empörte - und wir ganz jungen Mädchen waren mittendrin!.
Unser "Trendbewusstsein" zeigte sich damals in dunkelblauen Faltenröcken, die in der Taille gekrempelt wurden, im kürzer zu sein. Und - oh, ich schäme mich fast, das zu schreiben - in dunkelblauen Kniestrümpfen, die zu weißen "Hackenschuhen" (wie wir sie damals nannten) getragen wurden.
Das muss ziemlich schrecklich ausgesehen haben; auch war das wohl sehr nahe an einer Art Schuluniform, gegen die wir ja alle sein wollten.
Und unsere Mütter schlugen die Hände zusammen, wenn sie die schwarzen, balkenähnlichen Lidstriche sahen, die mehr oder meist weniger gelungen, unsere jungen, meist noch kindlichen Gesichter "zierten".
Nun war in dieser Zeit die Auswahl der Damen- und Herrendüfte nicht allzu groß. Es gab die Klassiker, von denen wir meist noch nicht einmal gehört hatten. Und einige Firmen, die wie 4711 und Mouson-Lavendel die Mehrzahl der "Parfumnutzer" zufriedenstellte. (Tabac Original für den Mann nicht zu vergessen!)
An das große Sortiment, das jetzt jedes Jahr allein fast mehr Neuerscheinungen lanciert, als es damals gab, war gar nicht zu denken. Das war einfach nicht vorstellbar!
Bei uns Mädchen war nun "Bambus" ganz groß im Kurs. Ein herber, krautiger Duft mit großer Klarheit. Ich erinnere mich, dass er verhältnismäßig lange anhielt. Vielleicht hing das aber auch nur mit unserer Kindlichkeit zusammen.
Er unterschied uns jedenfalls von der "Kölnischwasser-Fraktion". Ha! Das war doch etwas!
Schon allein der Name weckte das Gefühl "vom Duft der großen, weiten Welt!". "Bambus", das klang nach unbekannter Ferne; Aufbruch zu fremden Ufern ...
Der kleinste der Flacons kam in die Schultasche (zu dem "abgeliebten" Kuscheltier), ein größerer stand zuhause auf dem provisorischen ersten "Schmicktischchen".
Wir fühlten uns mit diesem Duft "sehr erwachsen" - auch, wenn es sich heute so brav und bieder anhört.
Wir waren wirklich noch brav!
So sind die Düfte von "Mouson" in meiner Jugend fest verankert. Sie sind eine liebe Erinnerung, die ich gern würde aufleben lassen. Ich scheine mich wohl zurzeit wohl auf der "Straße der Erinnerungen" zu befinden - wer weiß!
Vielleicht habe ich Glück und finde noch ein Liebhaberstück, das eine neue Heimat sucht.
Ich werde mich auf die Suche machen.
6 Antworten


Und wie waren wir erwachsen!
Der Duft war total vergessen, und sofort kommt er in meine 'Hatte-ich'-Sammlung!