Jade Man Eau de Cologne

Jade Man (Eau de Cologne) von Jade
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Jade Man (Eau de Cologne) (Jade)
7.0 / 10     2 BewertungenBewertungenBewertungen
Jade Man (Eau de Cologne) ist ein Parfum von Jade für Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist süß-fruchtig. Die Produktion wurde offenbar eingestellt.

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Duft

7.0 (2 Bewertungen)

Haltbarkeit

7.8 (2 Bewertungen)

Sillage

6.5 (3 Bewertungen)

Flakon

4.5 (3 Bewertungen)
Eingetragen von Joe, letzte Aktualisierung am 24.02.2017
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Kommentare

Flakon 6.0/10 Sillage 7.0/10 Haltbarkeit 8.0/10 Duft 7.0/10
1
Aceto di Miele oder "Der Körner fürs Riechhirn"
Oft habe ich mich gewundert, warum zu diesem damals allgegenwärtigen Drogerieduft noch kein Kommentar geschrieben wurde. Meine Erinnerungen waren gemischter Natur. Eigentlich damals in jedem Drogeriemarkt, vor allem bei Schlecker, erhältlich, damals eine feste Größe. Etliche Vorläufer gab es, später kamen noch Number Two, Feature und Zoom hinzu und dann zerfiel die Marke Jade irgendwie. Nicht mehr zeitgemäß, abgenutztes, verwässertes Image, oder von den aufkommenden Mainstream-Aquaten, wie Cool Water, Adventure und Eternit for men zu Grabe getragen, wer weiß...

In meinem Kommentar zu Cool Moon von Femia hatte ich es schon angedeutet, nach meiner Erinnerung gab es mehrere Düfte, die in dieselbe Kerbe hauten. Eine Kategorie, die ich mit "süßlich-stechend" beschreiben möchte.
Allen voran eben Jade Man...

Dieser Duft ist für mich eine echte Hassliebe. Eine große Tiefe gibt es nicht, wie es bei vielen Drogeriedüften der Zeit eben nunmal so war.

Ein Charakteristikum ist der drängende Eindruck von etwas Honigsüßem, dem man nicht entweichen kann, zusätzlich etwas fruchtig-saures, wie bei einem Aceto Balsamico und zudem die schon bei Cool Moon beschriebene klar-stechende Klostein/Scheuerpulver-Note (aquatischer Versuch, bevor man es konnte?), pro forma auch noch einer leichten holzig-ledrigen Basis.

Mit dem Abstand von über zwei Jahrzehnten habe ich die Vorstellung, dass hier wahrscheinlich ein bestimmter neuer Essigester parfümtechnisch ausgeschlachtet wurde. Massenwirksam lanciert und als gesellschaftsfähig etabliert, obwohl sich alles nur um ein paar synthetische Moleküle mit süßlich-fruchtiger Anmutung rankt, und eine Marketing-Abteilung befand, dies sei Duft genug.

Jahre später wurde ich beim Kontakt mit bestimmten Lösungsmitteln (Acetoacetat?) wieder darauf gestoßen, vergaß es aber wieder.

Vor allem komme ich heute darauf, weil nach einem Nostalgie-Nachkauf Jade Man "in your nose" ist, wie kaum ein anderer Duft, den ich kenne, sodass ich etwas synthetisches annehmen möchte. Die Honig-Essig-Ester-Note flutet an, belegt alle Rezeptoren und bleibt in der Nasenschleimhaut hängen, und riecht noch kräftig nach, wenn man nur daran gerochen, den Duft also nicht mal aufgetragen hat. So, wie sich "Angel" mit seiner süßlich-stechenden synthetischen Erdbeer-Note festsetzt, Sergio Tacchini mit seiner strahlend-stechenden Seifigkeit, oder neuerdings Aventus und seine Clones mit der rauchigen Ananas-Note, um mal ein paar spontane Beispiele zu nennen. Penetranz, Dichtmachen der Nase - im guten wie im schlechten.

Eine große Entwicklung gibt es für mich nicht, alles ist dicht mit dem Zeug, das sich in der Nasenschleimhaut so sesshaft verhält, und wenn man erneut an der Haut riecht, gibt es direkt Nachschub. Kräftige Haltbarkeit und Sillage, mit der Gefahr, der Umwelt schwer auf die Nerven zu gehen, wenn sie es nicht mag.

Auf mich hat das eine sehr merkwürdige Wirkung, eine Mischung aus Hingezogensein und andererseits einer spürbaren Alarmreaktion, vielleicht weil einige solcher Ester oder auch Essiggeruch selbst auch evolutionäre Signal- und Warnwirkung haben: Es riecht stechend - Gefahr - es stimmt was nicht mit dem (Zucker-)Stoffwechsel des Gegenübers oder bei einem selbst, das Essen/Getränk ist verdorben usw. ...

Es bleibt etwas synthetisches-experimentelles, vielleicht können wir froh sein, dass diese aggressiven Vorstöße ("wer braucht noch echte Früchte, wenn es doch Frucht-Ester gibt") wieder in der Versenkung verschwunden sind, vielleicht kann man aber auch Parallelen ziehen zur Einführung der nachfolgend gefeierten Moleküle, wie Ambroxan, Calone usw. usf., die den einen oder anderen genauso unkontrolliert anziehen und/oder abstoßen, oder es einfach als ein Lehrbeispiel früherer synthetischer Düfte heranziehen.

Nur kurz noch einmal die Verortung zu ähnlichen Düften:
Cool Moon mit weniger Honig, weniger Essig,klarer, kühler, scheuerpulverartig.
Jade Number Two - mit Betonung eben dieser Klostein/Scheuerpulver-Note und aquatischem Aufsatz.
Cycle - süßlich-harzig, krautiger, elegant.
Boss Spirit - ähnliche Wirkung mit holzig-ledriger Färbung, deutlich größerer Natürlichkeit und Eleganz.
Private Number for Men mit zahmer-süßlichem, künstlich-blumigerem Touch.

Viel Text für einen in der Versenkung verschwundenen Drogerieduft, aber vielleicht mal ein Anfang, auch die geschmähten Drogerieklassiker, die doch jeder hatte, mal aufzuarbeiten oder weiter an der Kategorie "süß-stechend" zu feilen.

P. S. https://www.youtube.com/watch?v=W4MRpz5DNlA

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