Ich werf das Handtuch, ich hisse die Flagge, ich hebe die Hände….
…. ich gebe auf. Bei „Scherrer“ kann ich buchstäblich keine einzige Duftnote wirklich eindeutig riechen. Angeregt durch die mutigen Blindtester im Blog und Seeroses gutes Beispiel, schreibe ich inzwischen zuerst, was ich zu riechen meine, um dann am Schluss (mitunter zu meiner großen Überraschung) die Eindrücke mit der Pyramide zu vergleichen.
Und bei diesem Duft kann ich nur die Hände heben und sagen „Ich ergebe mich“. Das einzige, was ich niederschrieb: „Zitrisch-frisch-GRÜN gleich zu Beginn, harzig-würzig, Moos-würzig, nicht vanillig, unsüß! Trotzdem nicht herb, eindeutig blumig. Seifig-cremig. Wunderschön altmodisch“. Sehr mager, ich weiß: Lacht mich deshalb bitte nicht aus!
Auch jetzt, mit Blick auf die Pyramide, kann ich nicht viel mehr über die Duftkomponenten sagen. Aber eines kann ich euch verraten. Nach einer Woche, die so angefüllt war, dass ich permanent vergaß, welcher Wochentag eigentlich war und nach der dritten, arbeitsbedingt sehr, sehr kurzen Nacht in Folge, suchte ich heute Früh einen Duft, der mich umfängt, einhüllt, beschützt und zur Ruhe kommen lässt. Und das tut „Scherrer“ in Perfektion. Weich-würzig umfängt mich dieser Duft und ich atme tief ein, spüre, wie sich in mir Gelassenheit ausbreitet, ein Spaziergang voller Muße, der an duftenden Blumen und Bäumen, kühlen moosigen Steinen, an klaren sprudelnden Quellen vorbeiführt – hinein in das Herz des Waldes, zu uralten Bäumen, unter deren dichtem schützenden Dach sich der Geruch des Waldbodens, der Harze und Moose fängt. Jetzt bin ich ganz im Heute, bei mir, beim Genießen – und die vergangene Woche fällt, wie von Zauberhand weggewischt, in die Vergangenheit. Und ich bin sicher: Morgen, du kannst kommen, ich bin für dich bereit, für all das Neue, das du mir bringen wirst…
Scherrer ist für mich auch Beispiel, dass es völlig sinnlos ist, ich an eine Pyramide zu lehnen. Was man riecht???? Scherrer natürlich, was sonst? *ggg* LG!