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Jean-Louis Scherrer (Eau de Parfum) von Jean-Louis Scherrer
Flakondesign:
Serge Mansau
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Jean-Louis Scherrer 1979 Eau de Parfum

8.7 138 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Jean-Louis Scherrer für Damen, erschienen im Jahr 1979. Der Duft ist chypreartig-grün. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wurde zuletzt von Designer Parfums Ltd vermarktet.
Aussprache Vergleich
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Duftrichtung

Chypre
Grün
Blumig
Würzig
Holzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
GalbanumGalbanum kalabrische Bergamottekalabrische Bergamotte Schwarze-Johannisbeere-KnospeSchwarze-Johannisbeere-Knospe sizilianische Tangerinesizilianische Tangerine
Herznote Herznote
bulgarische Rosebulgarische Rose Jasmin AbsolueJasmin Absolue Florentiner SchwertlilieFlorentiner Schwertlilie
Basisnote Basisnote
EichenmoosEichenmoos Bourbon-VetiverBourbon-Vetiver Mysore-SandelholzMysore-Sandelholz PatchouliPatchouli
Bewertungen
Duft 8.7
138 Bewertungen
010
Haltbarkeit 8.7
123 Bewertungen
010
Sillage 8.0
121 Bewertungen
010
Flakon 7.8
119 Bewertungen
010
Preis-Leistung 8.6
48 Bewertungen
010
Eingetragen von ExUser, aktualisiert am 09.10.2026
Quellenbasiert & geprüft
Variante der Duftkonzentration
Hierbei handelt es sich um eine Variante des Parfums Jean-Louis Scherrer Eau de Toilette, welche sich in der Duftkonzentration unterscheidet.

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Rezensionen

12 ausführliche Duftbeschreibungen
10Duft 10Haltbarkeit 9Sillage
Medusa00

846 Rezensionen
Medusa00
Medusa00
Top Rezension 77
Mein Geheimtipp an alle Neochyprioties


Als ich vor 10 Jahren auf parfumo aufschlug war das Thema Chypre gar keins oder nur am Rande erwähnenswert. Ja, ich wurde sogar belächelt wegen meiner Chyprevorliebe. Was mir aber am berühmten Arsch vorbei ging. Damals tummelten sich Blumen, Konfekt und Nischenhäuser am Dufthimmel. Letztere eroberten aber erst das allgemeine Duftinteresse und einige wurden immer schräger. Jeder der was auf sich hielt trug angeblich nur noch Nische, jedenfalls wurde es behauptet, aber das Internet ist ja geduldig so wie früher Papier,

Das Haus Scherrer ging auch immer am Mainstream vorbei. Zum Glück!
Jean Louis Scherrer (1935-2013) war ein französischer Modeschöpfer. Er schuf Mode im nüchternen und elegantem Stil. 1979 stellte er mit JLS sein erstes Parfüm vor. Es sollte (damals) eine subtile Verbindung aus 150 Zutaten gewesen sein. Ich finde die Duftschöpfungen des Hauses Scherrer alle grandios, wobei ich jedoch nicht weiß wieviele der Reformulierung zum Opfer gefallen sind.

Für alle, die nun von Praline oder soliflor weg sind, ist JLS eine Offenbarung. Wer sich bisher immernoch schwer getan hat einen Chypre zu erkennen, weiß schon nach dem 1. Sprüher bescheid. AHA; DAS IST EIN CHYPRE! Wobei der gute Scherrer kein Donnerchypre ist, der Euch sofort aus den Pantinen kloppt.
Ich könnte jetzt die Pyramide runter rattern. Mache ich nicht, geht auch nicht wegen seiner Dichte und Subtilität. Aber ich möchte Euer Kopfkino anschalten.
Stellt Euch mal vor ihr sitzt morgens bei Sonnenaufgang auf einer Wiese. Ich meine eine Wiese, nicht auf 3 cm getrimmter englischer Rasen auf dem kein Gänseblümchen, geschweige denn Biene, Hummel oder Schmetterling eine Chance haben.
Es ist noch sehr kalt und es glitzert Eis und ein Hauch von Raureif auf dem Gras. So wie in den letzten Tagen dieses Jahres. Schiebt Euch eine Decke unter den Hintern, sonst verkühlt Ihr Euch die Blase oder andere wichtige Organe.
Trotzdem blühen schon vorwitzig ein paar mutige Blumen und das Moos an der Westseite alter Bäume riecht feucht und an ihm hängen die Perlen des nächtlichen Nebels.
Als die Sonne hoch steigt, zutscht sie den letzten Reif von der Wiese und grüne Schleier ziehen gen Himmel.
Die Vögel zwitschern schon lange an diesem Morgen und wenn sie das nicht tun, dann müßt Ihr das übernehmen, weil Ihr eine wunderbare Entdeckung gemacht habt.
Aktualisiert am 30.04.2021, 02:15 Uhr
25 Antworten
10Duft 7Haltbarkeit 6Sillage
ElysaShades

148 Rezensionen
ElysaShades
ElysaShades
Top Rezension 30
Der hier verdient eindeutig mehr Beachtung
Irgendwie schreib ich in letzter Zeit nur mehr Verrisse. Dabei bin ich eigentlich keine die ständig am meckern ist. Deshalb heut mal ein Duft den ich wirklich sehr mag.

Scherrer ist mir als Modelabel ein Begriff aber Düfte sind mir in Parfumerien noch nie untergekommen. Ich hab mir eine große Abfüllung aus dem Souk besorgt. Aufgrund der guten Bewertungen. Und wenn man dann mit solch einem Schätzchen überrascht wird, weiß man warum Blindkäufe so toll sind ("ich MUSS diesen Duft haben... moment... ich hab ihn ja schon).

Vergleiche zum EDT kann ich euch leider nicht anbieten aber der Duft scheint für mich freundlich in Richtung Chanel No.19 zu nicken. Sie sind keinesfalls Duftzwillinge aber haben das gleiche Thema. Der Scherrer kommt mir insgesamt etwa dezenter und leichter vor.

Schon in der Kopfnote ist das grüne Thema vorherrschend. Schön viel Galbanum. Selbiges soll eine beruhigende Wirkung haben und wird deshalb oft auch als Räucherwerk verwendet. Angelliese hat das wunderschön beschrieben. Grüne Düfte haben immer auch was belebendes, aber dieser hier wirkt gleichzeitig auch erdend auf mich. Mehr in-sich-ruhend und Sicherheit gebend als quietschfidel. Wie eine tröstende Umarmung.

Im Laufe der nächsten Stunden kommen erdige und holzige Noten dazu. So gut ineinander verwoben, dass ich sie gar nicht auseinanderdröseln mag. Aber die Basis ist zu erkennen. Seltsamerweise wirds erst danach blumig. Ich trag den Duft jetzt seit 4 Stunden. Und langsam scheint sich der holzig-erdige Schleier zu heben und es wird zart blumig. Wirklich nur zart. Etwas pudrig die Iris (gibts einen Unterschied zwischen Schwertlilie und Iris?) und der Jasmin etwas schwerer. Des Weiteren schiebt sich nun Patchouli mit einem Hauch von Rose und Vetiver in den Vordergrund. Da wird ja noch richtig opulent. Zwar ohne Megasillage aber es scheint mir als gäbs zum Finale ein richtiges Feuerwerk aus Blumen und erdigen Noten.

Superpraktisch für alle die den Duft am Abend nicht wechseln wollen. Grüne Düfte gehören für mich in den Sonnenschein aber dieses elegante Finale passt auch in einen Ballsaal.

Mir fehlen leider derart berührende Worte wie sie Angelliese verwendet. Aber ich kann sagen dass Jean-Louis Scherrer einer der Düfte ist von denen man eigentlich keine Minute verpassen mag. Ich möchte am liebsten nur sitzen und an mir rumschnüffeln weil hier so unglaublich viel passiert und mich so wohlig einhüllt dass ich das Gefühl unbedingt voll auskosten will.

Viele Düfte gibts nicht die einen so stark berühren.
11 Antworten
9.5Duft 9Haltbarkeit 9Sillage
Greenfan1701

232 Rezensionen
Greenfan1701
Greenfan1701
Top Rezension 32
Sympathieträger
Als ich damals, Mitte der Neunziger, in der Stadt Salzburg arbeitete, kam eine neue Kollegin zu uns.
Die meisten mochten sie nicht, weil sie sich zu viel schminkte, zu laut eindüftelte und zu rasch mit allen "gut Freund" sein wollte.
Mir war sie anfangs insgeheim auch ein wenig zu extrovertiert, aber das legte sich, als wir herausfanden, dass wir beide Fans dieses Duftes vo Scherrer waren und noch sind.
Ich hatte mich bei der Arbeit mit Parfums ja immer ein wenig zurückgehalten, sie aber nicht, sodass manches ein wenig zu schwülstig rüberkam, nur nicht dieser SCHERRER.
Dieser Duft hat die meisten der Leute, denen wir begegneten, verzaubert, denn diese Kombination der verschiedenen Noten, dich ich selber nicht benennen konnte (kann man ja hier nachlesen), die war es wohl, die den Menschen sofort sympathisch in die Nase gezogen sind.
Dazusagen muss ich noch, dass wir natürlich nicht beide am selben Tag Scherrer getragen haben, noch dazu hat es ohnehin unterschiedlich gerochen. Sie ist eine Blondine, ich war damals noch dunkelhaarig, (jetzt silbergrau) deswegen wohl auch die andere Duftwahrnehmung.
Die Kollegin habe ich mittlerweile aus den Augen verloren, aber immer wenn ich nach Salzburg fahre, gedenke ich ihrer, indem ich Jean Louis Scherrer trage. Ein außergewöhnliches Parfum, hat nichts von seinem Charme verloren.
16 Antworten
10Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Paloma58

18 Rezensionen
Paloma58
Paloma58
Top Rezension 32
Die Sache mit der Duftliebe...
Eine gute Freundin hatte sich in den1980ern den Scherrer 1 zugelegt. Zu dieser Zeit war Azurēe mein Signatureduft und meine Freundin liebte die Chypres genauso sehr wie ich. Allerdings war sie den richtigen Lauder-Krachern verfallen Cinnabar (1978) Eau de Parfum , Youth-Dew Eau de Parfum, Knowing Eau de Parfum und außerdem auch Opium (1977) Parfum und Anaïs Anaïs L'Original Eau de Parfum . Allesamt mochte ich an ihr sehr gerne riechen, aber absolut nicht an mir. Mit Opium habe ich es vor wenigen Jahren nochmal versucht und es war wieder nix. Damit muss ich nun leben.
Aber ich schweife ab. Meine liebe Freundin sprühte mir also eine Duftprobe Scherrer 1 auf den Arm und mir war fast, als sprühte sie mir Azurée auf.

Zum Duft:
Scherrer 1 ist ein kein floraler, kein orientalischer, er ist ein grüner Chrypre. Grün verleiht ihm das Galbanum und sicher ist daran auch die Johannisbeerknospe beteiligt. Das leichte Bizzeln in der Nase könnte von der Bergamotte im Zusammenspiel mit der Tangerine herrühren und geht in eine schon leicht herbe Schärfe über. Ich rieche keine Schwertlilie, keine Rose, auch vom Jasmin bemerke ich nichts. Trotzdem sind sie alle da, aber sämtliche Komponenten sind mit der Basis so genial verwoben, dass keine sich in den Vordergrund drängen kann/muss und ein großartiger Dufteindruck entsteht und bleibt und bleibt und bleibt.
Der für mich einzige Unterschied zu Azurée ist, dass dieser etwas zusätzliche Wärme ausstrahlt, die der Scherrer nicht hat, was ich jedoch nicht negativ wahrnehme.

Wenn ich manches Mal lese, der Duft sei streng, unnahbar, Oma, ich weiß nicht was noch; dieser Duft, und ich glaube das gilt für alle Chrypres, muss im Kontext seiner Erscheinungszeit betrachtet werden, wie heutige Kreationen ebenso.
Chypres waren zu ihrer Entstehungszeit die Düfte meist taffer Frauen, die ausbrechen wollten aus manchen Klischees, einen Kontrapunkt setzen wollten zu langen Haaren, flatternden Röcken und ihrem optisch femininen Äußeren. Nicht nur lieb und anschmiegsam, auch frech, aufmüpfig und Raubkatze. Das ist Chypre.
Und was "alt" anbelangt fällt mir auf, dass mir als Chyprefan in den 70ern und 80ern süße, schwere Düfte unglaublich altbacken erschienen. Es gab zu der Zeit eben auch schon die Einen und die Anderen. Nur glättet sich manches mit den Jahren, die Neugier siegt und die Toleranz wächst....auf zu neuen Dufteindrücken!
30 Antworten
9.5Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Duftsucht

137 Rezensionen
Duftsucht
Duftsucht
Top Rezension 23
Ich werf das Handtuch, ich hisse die Flagge, ich hebe die Hände….
…. ich gebe auf. Bei „Scherrer“ kann ich buchstäblich keine einzige Duftnote wirklich eindeutig riechen. Angeregt durch die mutigen Blindtester im Blog und Seeroses gutes Beispiel, schreibe ich inzwischen zuerst, was ich zu riechen meine, um dann am Schluss (mitunter zu meiner großen Überraschung) die Eindrücke mit der Pyramide zu vergleichen.
Und bei diesem Duft kann ich nur die Hände heben und sagen „Ich ergebe mich“. Das einzige, was ich niederschrieb: „Zitrisch-frisch-GRÜN gleich zu Beginn, harzig-würzig, Moos-würzig, nicht vanillig, unsüß! Trotzdem nicht herb, eindeutig blumig. Seifig-cremig. Wunderschön altmodisch“. Sehr mager, ich weiß: Lacht mich deshalb bitte nicht aus!
Auch jetzt, mit Blick auf die Pyramide, kann ich nicht viel mehr über die Duftkomponenten sagen. Aber eines kann ich euch verraten. Nach einer Woche, die so angefüllt war, dass ich permanent vergaß, welcher Wochentag eigentlich war und nach der dritten, arbeitsbedingt sehr, sehr kurzen Nacht in Folge, suchte ich heute Früh einen Duft, der mich umfängt, einhüllt, beschützt und zur Ruhe kommen lässt. Und das tut „Scherrer“ in Perfektion. Weich-würzig umfängt mich dieser Duft und ich atme tief ein, spüre, wie sich in mir Gelassenheit ausbreitet, ein Spaziergang voller Muße, der an duftenden Blumen und Bäumen, kühlen moosigen Steinen, an klaren sprudelnden Quellen vorbeiführt – hinein in das Herz des Waldes, zu uralten Bäumen, unter deren dichtem schützenden Dach sich der Geruch des Waldbodens, der Harze und Moose fängt. Jetzt bin ich ganz im Heute, bei mir, beim Genießen – und die vergangene Woche fällt, wie von Zauberhand weggewischt, in die Vergangenheit. Und ich bin sicher: Morgen, du kannst kommen, ich bin für dich bereit, für all das Neue, das du mir bringen wirst…

Danke, Scherrer!
Aktualisiert am 09.09.2018, 06:25 Uhr
6 Antworten
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40 kurze Meinungen zum Parfum
Frühling im Schlossgarten
Hellgrün-herbe Knospen sprießen
Blütenstaub liegt in der frischen Luft
Weiches Moos verziert Holz-Gemälde
59 56
56 Antworten
Wenn
Sich Johannisbeerknospen öffnen
Sich Moos an Holz schmiegt
GalbanHerzen platzen
Vetiver sacht weht
Erstrahlen Haine grün
Im Seifenglanz
52 46
46 Antworten
Rückgrat
Bollwerk
Zuspruch
Stärkung
Persönlichkeit
Zeitlose Eleganz die mit herb grünem Lächeln
Leuchtend kraftvoll funkelnd tanzt
44 30
30 Antworten
Grüngoldene Schönheit. Wäre ich eine Waldfee, ich trüge diesen.
37 19
19 Antworten
Scherrer zu No 19: " Sei nicht immer so ernst,lass mal das Luder raus!" während sich Sch. in den schwarzen Lederminirock zwängt und die***
34 54
54 Antworten
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