Calamity J. Juliette Has A Gun 2009
20
Top Rezension
Marlene Dietrich im Smoking oder "Der blaue Engel"
Nun soll Calamity J ein auch für Frauen tragbarer Herrenduft sein.
Bzw. ein Duft, der die Brücke der olfaktorischen Gleichberechtigung ins 21. Jahrhundert schlägt.
Namenspatin für diesen Duft ist Calamity Jane, der (genauer "die") erste weibliche Cowboy der Geschichte. Eine Raufboldin, die es mit ihren männlichen Kollegen in allem aufnehmen konnte.
Ein geschickter Schachzug zudem von Juliette Has A Gun ist das verkürzte "J" im Namen des Duftes, denn so wird das "Juliette" gleich mit erwähnt und assoziert.
Ehrlich gesagt hätte ich mir Calamity Jane ganz anders vorgestellt: Im verblichen-roten Karohemd und Staub bedeckten Jeans mit ledernden Überhosen, ein verschwitzes Schweißtuch locker um den Hals und den speckigen Hut im Nacken kommt sie mir in meinem Kopfkino mit einer Whiskeyflasche am Hals gepackt lässig entgegen geschlendert.
Doch hier rieche ich... Marlene Dietrich!
In Smoking-Jacket mit Zylinder und Netzstrümpfen, keck eine Zigarette in der Hand und eine schlanke Fessel auf einen Stuhl gestellt - so sieht sie mich unter ihren ewig-langen Wimpern hindurch gelassen rauchend an.
Kopf- und Herznote tanzen bei mir gleich im Entrée durcheinander. Bei Patchouli muss ich vorsichtig sein, darum hätte ich Calamity J nur aufgrund der Beschreibung nie und nimmer für mich in Betracht gezogen. Aber es ist herrlich!
Ein rauchig-blau-graues Patchouli schlägt mir zu Beginn entgegen. Verbunden mit Weihrauch und Lavendel; kühl, distinguiert, klar, erdig-bitter und sehr erwachsen. Trotzdem gleichzeitig damit verwoben, wie das Geflecht einer Kletterpflanze, deren Wege ein eigenwilliges und schönes Muster an die Wand zeichnen, tingeln sich Ambra und Iris mit ins Bild.
In der Basis dann nehme ich nun auch Moschus und Vanille wahr. Moschus lockert das Ganze auf, ohne zu entfremden und gibt luftige Frische dazu und Vanille, trocken und zart, zeigt nun eine Marlene, die die ganze Zeit über göttlich überheblich, verwirrend schön und undefinierbar in ihrem Smoking zur mir rüber schaut - und mir nun plötzlich ihr schönstes Lächeln schenkt!
Calamity J ist für mich die große Überraschung - ich liebe diesen Duft wie am ersten Tag! Er passt in alle Jahreszeiten und zu allen Gelegenheiten, da er mich psychisch erfrischt und motiviert. Stark und attraktiv fühle ich mich mit ihm.
Der Duft ist für mich ein Volltreffer, der Name passt zum Konzept und klasse, dass diese legendäre Frau somit etwas mehr aus der Versenkung geholt wurde. Doch für mich riecht Calamity J wie Marlene Dietrich im Smoking: rauchend und wie im Original aus dem Film-Set von "Der blaue Engel" - halt wie Lola statt Calamity.
Bzw. ein Duft, der die Brücke der olfaktorischen Gleichberechtigung ins 21. Jahrhundert schlägt.
Namenspatin für diesen Duft ist Calamity Jane, der (genauer "die") erste weibliche Cowboy der Geschichte. Eine Raufboldin, die es mit ihren männlichen Kollegen in allem aufnehmen konnte.
Ein geschickter Schachzug zudem von Juliette Has A Gun ist das verkürzte "J" im Namen des Duftes, denn so wird das "Juliette" gleich mit erwähnt und assoziert.
Ehrlich gesagt hätte ich mir Calamity Jane ganz anders vorgestellt: Im verblichen-roten Karohemd und Staub bedeckten Jeans mit ledernden Überhosen, ein verschwitzes Schweißtuch locker um den Hals und den speckigen Hut im Nacken kommt sie mir in meinem Kopfkino mit einer Whiskeyflasche am Hals gepackt lässig entgegen geschlendert.
Doch hier rieche ich... Marlene Dietrich!
In Smoking-Jacket mit Zylinder und Netzstrümpfen, keck eine Zigarette in der Hand und eine schlanke Fessel auf einen Stuhl gestellt - so sieht sie mich unter ihren ewig-langen Wimpern hindurch gelassen rauchend an.
Kopf- und Herznote tanzen bei mir gleich im Entrée durcheinander. Bei Patchouli muss ich vorsichtig sein, darum hätte ich Calamity J nur aufgrund der Beschreibung nie und nimmer für mich in Betracht gezogen. Aber es ist herrlich!
Ein rauchig-blau-graues Patchouli schlägt mir zu Beginn entgegen. Verbunden mit Weihrauch und Lavendel; kühl, distinguiert, klar, erdig-bitter und sehr erwachsen. Trotzdem gleichzeitig damit verwoben, wie das Geflecht einer Kletterpflanze, deren Wege ein eigenwilliges und schönes Muster an die Wand zeichnen, tingeln sich Ambra und Iris mit ins Bild.
In der Basis dann nehme ich nun auch Moschus und Vanille wahr. Moschus lockert das Ganze auf, ohne zu entfremden und gibt luftige Frische dazu und Vanille, trocken und zart, zeigt nun eine Marlene, die die ganze Zeit über göttlich überheblich, verwirrend schön und undefinierbar in ihrem Smoking zur mir rüber schaut - und mir nun plötzlich ihr schönstes Lächeln schenkt!
Calamity J ist für mich die große Überraschung - ich liebe diesen Duft wie am ersten Tag! Er passt in alle Jahreszeiten und zu allen Gelegenheiten, da er mich psychisch erfrischt und motiviert. Stark und attraktiv fühle ich mich mit ihm.
Der Duft ist für mich ein Volltreffer, der Name passt zum Konzept und klasse, dass diese legendäre Frau somit etwas mehr aus der Versenkung geholt wurde. Doch für mich riecht Calamity J wie Marlene Dietrich im Smoking: rauchend und wie im Original aus dem Film-Set von "Der blaue Engel" - halt wie Lola statt Calamity.
7 Antworten


du sprichst mir aus dem herzen:)