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Top Rezension
Haus der Reform – Hafen der Rekonstruktion
Mit den Parfums von Enrico Buccella habe ich mich ja schon hier und da intensiver beschäftigt, wie der aufmerksame Parfumo-Interessierte schon mitbekommen hat. Egal ob jetzt unter der Marke Cerchi Nell´acqua, Les Voiles Dépliées oder halt Sigilli – seine intensiven Kompositionen sind voller Leidenschaft, sehr naturverbunden und absolut außergewöhnlich.
So zeigt auch Pyrgos, benannt nach dem historischen Hafen auf Zypern, der in der Antike als wichtiger Umschlagplatz für damalige Kostbarkeiten dienten, die gleichen Ingredienzien, wie man sie dort als Spuren bei archäologischen Ausgrabungen in Krügen und Gefäßen gefunden hat.
Im Prinzip eine interessante und nachvollziehbare Vorgehensweise, doch leider liest sich die Duftpyramide weitaus geschmeidiger, als was sie in der Praxis hergeben kann. Natürlich geben vor allem Fenchel und Anis den Ton an, wobei die zitrusartigen Begleiterscheinungen von Bergamotte und Orange schnell untergehen bzw. erst gar nicht richtig zum Zug kommen. Lavendel ist sogar soweit nach hinten gedrängt, dass man nur drauf kommt, weil es offiziell angegeben ist. Und vom versprochenen Zimt habe ich mir insgesamt auch etwas mehr versprochen.
So ist Pyrgos ein Duft, der mich mit seiner trockenen Krautigkeit eher an ein etwas betagteres Reformhaus erinnert, vor allem wenn ich zwischen den Tee- und den Gewürzregalen pendele. Vielleicht assoziiere ich mit Fenchel auch zu sehr die Birkenstock-Fraktion, aber ich persönlich mag es weder schmecken noch schnuppern.
Nach etlichen Stunden wird Pyrgos dann weicher, fast als wäre noch das obligatorische Vanille im Spiel mit einem Hauch von Zimt. Das kommt angenehm, aber leider zu schwach und viel zu spät, um meinen Geschmack final doch noch zu treffen.
Für mein persönliches Empfinden würde ich daher eher gerade mal 50% springen lassen. Da jedoch das Konzept bezüglich des Namens bzw. der Historie vorbildlich umgesetzt und recht sauber verarbeitet wurde, könnte ich glatt 90% geben.
Macht dementsprechend 70%! Anis-Amigos und Fenchel-Freunde werden da sicherlich großzügiger bewerten.
So zeigt auch Pyrgos, benannt nach dem historischen Hafen auf Zypern, der in der Antike als wichtiger Umschlagplatz für damalige Kostbarkeiten dienten, die gleichen Ingredienzien, wie man sie dort als Spuren bei archäologischen Ausgrabungen in Krügen und Gefäßen gefunden hat.
Im Prinzip eine interessante und nachvollziehbare Vorgehensweise, doch leider liest sich die Duftpyramide weitaus geschmeidiger, als was sie in der Praxis hergeben kann. Natürlich geben vor allem Fenchel und Anis den Ton an, wobei die zitrusartigen Begleiterscheinungen von Bergamotte und Orange schnell untergehen bzw. erst gar nicht richtig zum Zug kommen. Lavendel ist sogar soweit nach hinten gedrängt, dass man nur drauf kommt, weil es offiziell angegeben ist. Und vom versprochenen Zimt habe ich mir insgesamt auch etwas mehr versprochen.
So ist Pyrgos ein Duft, der mich mit seiner trockenen Krautigkeit eher an ein etwas betagteres Reformhaus erinnert, vor allem wenn ich zwischen den Tee- und den Gewürzregalen pendele. Vielleicht assoziiere ich mit Fenchel auch zu sehr die Birkenstock-Fraktion, aber ich persönlich mag es weder schmecken noch schnuppern.
Nach etlichen Stunden wird Pyrgos dann weicher, fast als wäre noch das obligatorische Vanille im Spiel mit einem Hauch von Zimt. Das kommt angenehm, aber leider zu schwach und viel zu spät, um meinen Geschmack final doch noch zu treffen.
Für mein persönliches Empfinden würde ich daher eher gerade mal 50% springen lassen. Da jedoch das Konzept bezüglich des Namens bzw. der Historie vorbildlich umgesetzt und recht sauber verarbeitet wurde, könnte ich glatt 90% geben.
Macht dementsprechend 70%! Anis-Amigos und Fenchel-Freunde werden da sicherlich großzügiger bewerten.
6 Antworten
DOCBE vor 10 Jahren
M.E. kann im Anis-Universum alles nur besser sein als das selten eindimensionale Anice von Etro. Insofern unbekannterweise Daumen hoch - und auch für den Kommentar
Ergoproxy vor 10 Jahren
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Ungewöhnlich ist der, aber überzeugen konnte er mich nicht.
Hasi vor 10 Jahren
Ich rieche was, was Du nicht riechst, und das ist gelb ;)))
Meggi vor 10 Jahren
Ouzo hin oder her - ich mag Anis und Fenchel.
Achilles vor 10 Jahren
Hört sich aber auch vom Inhalt her so an, als könnte man den bedenkenlos auf seine Pizza sprühen ;)
Unterholz vor 10 Jahren
1
Und wo bleiben die Ouzo-Freunde?? ;-)

