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Sehr hilfreiche Rezension
Polaris
Die gedachten Durchstoßpunkte der verlängerten Erdachse durch das Himmelsgewölbe nennt man gemeinhin Himmelspole. Und in ganz in der Nähe des Himmel-Nordpols steht ein Stern zweiter Größe, den man Polaris oder auch Polarstern nennt. Da er – im Gegensatz zu seinen anderen Gefährten – kaum kreist, ist er am Himmel ein guter Orientierungspunkt.
Als Stern mit einer scheinbaren Helligkeit der zweiten Größe fällt er nicht sofort ins Auge bzw. unter die Nase und ist keineswegs - wie oftmals irrtümlich angenommen - der hellste von der Erde sichtbare Stern des Nachthimmels. Als Orientierung ist er hinsichtlich des Typus´ Lavendelpflanzenidee aber durchaus eine Bauart-Bereicherung in den Weiten des Duftmarktes. Ein wenig oldschoolig und trotzdem mit kleinen eigenen Ideen, leuchtet er uns jetzt den Weg.
Der Flakon ist toll, passt auch zum Thema und hat tatsächlich etwas polarsternartiges.
Der Duft ist nicht der Hellste, der Stärkste, der Neuste. Er möchte gar kein Superlativ sein. Dieser Polarstern ist – wie oben beschrieben – ein guter Duftorientierungspunkt in seinem Metier.
Er startet recht frisch, etwas zitrisch. Dann natürlich Lavendel, ein ganz toll gemachter - krautig-frische Facetten. Ein Mittelmeerraumlavendel, den ich die letzten Jahre hier und da im Süden Frankreichs wahrnehmen konnte. Eine Seelenpflanze. Anspruchslos, auf Felsen wachsend – winterstark. Letzteres unterstützt durch die Spur abrundende Tonkabohne (ich nehme zudem etwas Zimtiges wahr, Kokos auf meiner Haut eher nicht), mit der er ausklingt: ein Seelenduft. An der Luft mit Nasenabstand etwas würziger, pudrig. Ganz hautnah mit der Nase an der Hand wieder frischer, lavendelpieksender.
Am Ende des Himmelspols leuchtet Polaris mir den Herbst schön - kaum kreisend, sich nicht in den Vordergrund drängend.
Mein Stern zweiter Größe.
Als Stern mit einer scheinbaren Helligkeit der zweiten Größe fällt er nicht sofort ins Auge bzw. unter die Nase und ist keineswegs - wie oftmals irrtümlich angenommen - der hellste von der Erde sichtbare Stern des Nachthimmels. Als Orientierung ist er hinsichtlich des Typus´ Lavendelpflanzenidee aber durchaus eine Bauart-Bereicherung in den Weiten des Duftmarktes. Ein wenig oldschoolig und trotzdem mit kleinen eigenen Ideen, leuchtet er uns jetzt den Weg.
Der Flakon ist toll, passt auch zum Thema und hat tatsächlich etwas polarsternartiges.
Der Duft ist nicht der Hellste, der Stärkste, der Neuste. Er möchte gar kein Superlativ sein. Dieser Polarstern ist – wie oben beschrieben – ein guter Duftorientierungspunkt in seinem Metier.
Er startet recht frisch, etwas zitrisch. Dann natürlich Lavendel, ein ganz toll gemachter - krautig-frische Facetten. Ein Mittelmeerraumlavendel, den ich die letzten Jahre hier und da im Süden Frankreichs wahrnehmen konnte. Eine Seelenpflanze. Anspruchslos, auf Felsen wachsend – winterstark. Letzteres unterstützt durch die Spur abrundende Tonkabohne (ich nehme zudem etwas Zimtiges wahr, Kokos auf meiner Haut eher nicht), mit der er ausklingt: ein Seelenduft. An der Luft mit Nasenabstand etwas würziger, pudrig. Ganz hautnah mit der Nase an der Hand wieder frischer, lavendelpieksender.
Am Ende des Himmelspols leuchtet Polaris mir den Herbst schön - kaum kreisend, sich nicht in den Vordergrund drängend.
Mein Stern zweiter Größe.
4 Antworten
Elmar vor 6 Jahren
Sehr schön getroffen!
Melisse2 vor 6 Jahren
Ich habe Deinen Kommentar auch gerne gelesen, den Lavender Extreme finde ich nicht schlecht. Aber er ist mir zu fett. Ich bevorzuge andere Lavendel-Kompositionen.
DOCBE vor 6 Jahren
Interessante Perspektive, gerne gelesen.
Pistazieneis vor 6 Jahren
Sehr gut beschrieben, ich liebe den auch heiß und innig.

