
Soraya40
3 Rezensionen

Soraya40
3
(M)Ein Duft für die Ewigkeit
Große Liebe. Und große Trauer. Sie erfasst mich jedes Mal, wenn mein Blick auf den nur noch zu gut einem Viertel gefüllten Flakon fällt, der sich in meinem Schränkchen verbirgt. Und dazu die Frage: Warum zur Hölle stellt man einen solchen Duft ein?
Aber von vorne: Wir haben eine lange gemeinsame Geschichte, dieser Duft und ich. Ich muss 14 oder 15 gewesen sein, als die Jungs in unserer Clique anfingen, sich gehörig mit allem Bekannten einzudieseln, was der Duftmarkt der 1990er so hergab. Manches war gut, manches war schlecht, nur ein Duft jedoch – allerdings nicht an jedem Träger – stach für mich ganz deutlich hervor und fixte mich so an, dass ich ihn unbedingt mein Eigen nennen wollte. Klar, Fahrenheit Eau de Toilette , der Kantige, Herbe unter all den Freshies und Süßlingen. Wenn ich mich richtig erinnere, war das der erste Flakon, der bei mir einziehen durfte, allerdings kam ich im Alltag damit einfach nicht klar: Ich liebte die DNA des Dufts, aber die maskuline Kante war dann doch nicht das, was ich als Teenie an mir selbst riechen wollte. Und so begab es sich, dass ich eines Tages einer Verkäuferin einer großen Parfumkette mein Leid klagte: Ich liebe Fahrenheit Eau de Toilette , aber an mir ist er einfach zu männlich. Gibt es denn nichts Holzig-Würziges für Frauen? Oder, in diesem Alter zutreffender, für junge Mädchen?
Schon damals bin ich vor Schreck zusammengezuckt, als die Dame mit leuchtenden Augen den wohl hässlichsten Flakon gezückt hat, den ich jemals anzusehen gezwungen war. Hilfe. Eine neongelbe Pestbeule mit warzigem schwarzen Deckel? Noch bevor ich mich wehren konnte, hielt sie mir den besprühten Teststreifen unter die Nase – und ich war im Himmel. Das. Ist. Er. Das ist mein Duft. Der an sich schnell erklärt ist: Es ist Fahrenheit, nur in viel weicher, runder, sanfter, zarter. Als hätte man ihm die Ecken abgeschmirgelt, ohne ihm die Besonderheit zu nehmen.
Nie mehr danach habe ich einen Duft derartig mit mir selbst assoziiert. Ab diesem Moment war er für rund fünf Jahre als logische Konsequenz mein einziger Duft, mein absoluter Signature Scent, von dem einige Leute dachten, es wäre einfach ich, die so riecht, bis sie eines Tages verblüfft feststellten, dass dieser tolle Soraya-Geruch in Wahrheit einer neongelben Kugel mit Warzendeckel entströmt.
Kurz bevor er eingestellt wurde, habe ich mir zum Glück immerhin noch einen Flakon zugelegt. Von diesem zehre ich bis heute. Ja, ich liebe diesen Duft immer noch, aber nicht aus Nostalgie, sondern weil er einfach großartig ist. Er hat als Signature Scent in der Jugend funktioniert (wobei ich zugegebenermaßen wohl nie der Typ „süßes Teeniegirl“ war), und er würde auch heute, 30 Jahre später, für mich immer noch genauso funktionieren. Also trage ich ihn äußerst sparsam, ich will den nämlich auch mit 75 Jahren noch gelegentlich verwenden können.
An Haltbarkeit und Sillage gibt es nichts zu meckern, beides ist gut, aber nicht in-your-face.
Natürlich gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass dieser Duft – so oder so ähnlich – irgendwann wiederkommt, denn dann schließe ich sofort ein Dauerabo ab, fest versprochen. Der neue Flakon darf aber bitte gerne hübscher ausfallen.
Aber von vorne: Wir haben eine lange gemeinsame Geschichte, dieser Duft und ich. Ich muss 14 oder 15 gewesen sein, als die Jungs in unserer Clique anfingen, sich gehörig mit allem Bekannten einzudieseln, was der Duftmarkt der 1990er so hergab. Manches war gut, manches war schlecht, nur ein Duft jedoch – allerdings nicht an jedem Träger – stach für mich ganz deutlich hervor und fixte mich so an, dass ich ihn unbedingt mein Eigen nennen wollte. Klar, Fahrenheit Eau de Toilette , der Kantige, Herbe unter all den Freshies und Süßlingen. Wenn ich mich richtig erinnere, war das der erste Flakon, der bei mir einziehen durfte, allerdings kam ich im Alltag damit einfach nicht klar: Ich liebte die DNA des Dufts, aber die maskuline Kante war dann doch nicht das, was ich als Teenie an mir selbst riechen wollte. Und so begab es sich, dass ich eines Tages einer Verkäuferin einer großen Parfumkette mein Leid klagte: Ich liebe Fahrenheit Eau de Toilette , aber an mir ist er einfach zu männlich. Gibt es denn nichts Holzig-Würziges für Frauen? Oder, in diesem Alter zutreffender, für junge Mädchen?
Schon damals bin ich vor Schreck zusammengezuckt, als die Dame mit leuchtenden Augen den wohl hässlichsten Flakon gezückt hat, den ich jemals anzusehen gezwungen war. Hilfe. Eine neongelbe Pestbeule mit warzigem schwarzen Deckel? Noch bevor ich mich wehren konnte, hielt sie mir den besprühten Teststreifen unter die Nase – und ich war im Himmel. Das. Ist. Er. Das ist mein Duft. Der an sich schnell erklärt ist: Es ist Fahrenheit, nur in viel weicher, runder, sanfter, zarter. Als hätte man ihm die Ecken abgeschmirgelt, ohne ihm die Besonderheit zu nehmen.
Nie mehr danach habe ich einen Duft derartig mit mir selbst assoziiert. Ab diesem Moment war er für rund fünf Jahre als logische Konsequenz mein einziger Duft, mein absoluter Signature Scent, von dem einige Leute dachten, es wäre einfach ich, die so riecht, bis sie eines Tages verblüfft feststellten, dass dieser tolle Soraya-Geruch in Wahrheit einer neongelben Kugel mit Warzendeckel entströmt.
Kurz bevor er eingestellt wurde, habe ich mir zum Glück immerhin noch einen Flakon zugelegt. Von diesem zehre ich bis heute. Ja, ich liebe diesen Duft immer noch, aber nicht aus Nostalgie, sondern weil er einfach großartig ist. Er hat als Signature Scent in der Jugend funktioniert (wobei ich zugegebenermaßen wohl nie der Typ „süßes Teeniegirl“ war), und er würde auch heute, 30 Jahre später, für mich immer noch genauso funktionieren. Also trage ich ihn äußerst sparsam, ich will den nämlich auch mit 75 Jahren noch gelegentlich verwenden können.
An Haltbarkeit und Sillage gibt es nichts zu meckern, beides ist gut, aber nicht in-your-face.
Natürlich gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass dieser Duft – so oder so ähnlich – irgendwann wiederkommt, denn dann schließe ich sofort ein Dauerabo ab, fest versprochen. Der neue Flakon darf aber bitte gerne hübscher ausfallen.
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