Collection Orientale - Noble Leather Yves Saint Laurent 2013
13
Top Rezension
Ein geistbeschwingter Baldachin
Himbeer-Leder (oder hier Trockenfrüchte) ist (sind) gerade voll angesagt in Fluis Nase. Und da gibt es mittlerweile auch schon eine ganze Reihe an vergleichbaren Wässerchen. Angefangen bei Tuscan Leather (dämlicher Preis), über Godolphin (wer bitte braucht 125 ml ?), Vicolo del Sellaio (ein noch nicht so bekannter La Collina Toscana, aber ein Schnäppchen) bis Black Saffron von Byredo.
Obwohl der Flui mit Yves Saint Laurent wenig bis so irgendwie ganz überhaupt nicht kann, wurde heute mal Noble Leather getestet.
Unter den oben angegebenen Düften ist NL echt der filigranste und dabei auch dezenteste. NL ist eher gesponnen denn gearbeitet. Der Duft versprüht so gar nicht den Eindruck des Schweren, des Mühevollen. Es ist genau das Gegenteil, er steht für den olfaktorischen Leichtsinn, für ein seriöses Leder der Nonchalance.
Der orientalische Wesenszug? Fluis Riecher Erachtens ist dieser sehr unverbindlich ausgefallen, überhaupt nicht auftragend. Und das ist nun wirklich schön gestaltet, weil so zurückhaltend, fast schon schüchtern komponiert. Die Vanille ist nicht hinein gesenkt, sondern mehr hinein geweht.
Was das Leder betrifft, so haben wir hier ganz fein gesponnenes Leder. Es tut sich ein gespannter Baldachin auf. Ein Leder-Baldachin mit orientalischen Stützen. Dagegen ist Tuscan Leather eher ein massiver Wolkenkratzer und ein Wasserfall, wohingegen NL eine feine Fontäne bedeutet.
Durch die hinein gehauchte Vanille spannt sich der Baldachin etwas und beginnt sich ein wenig zu wölben. Hier ist meines Riechers Erachtens ein starker Kontrast zu Tuscan Leather, der seine geballte Rauchigkeit zur Schau stellt, auszumachen. NL kehrt seine Geistbeschwingtheit zur Schau.
NL brodelt nicht, er glimmt, fein ausgewogen. Er drängt niemals über sich selbst hinaus. Ich finde an NL faszinierend, dass er nicht in die Tiefe strebt, im nehme das Gegenteil wahr, das noble Leder strebt gewissermaßen nach oben.
Das Leder möchte ich ein wenig in eine verträumte Richtung deuten. Die Süße ist der Geist, der den Körper baut. Ohne die Süße wäre Nobile Leather nicht Nobile Leather und ein unentschiedener Geist. So stark im Hintergrund, und dadurch doch so sehr im Vordergrund spendet die Süße die seelische Kraft.
Obwohl der Flui mit Yves Saint Laurent wenig bis so irgendwie ganz überhaupt nicht kann, wurde heute mal Noble Leather getestet.
Unter den oben angegebenen Düften ist NL echt der filigranste und dabei auch dezenteste. NL ist eher gesponnen denn gearbeitet. Der Duft versprüht so gar nicht den Eindruck des Schweren, des Mühevollen. Es ist genau das Gegenteil, er steht für den olfaktorischen Leichtsinn, für ein seriöses Leder der Nonchalance.
Der orientalische Wesenszug? Fluis Riecher Erachtens ist dieser sehr unverbindlich ausgefallen, überhaupt nicht auftragend. Und das ist nun wirklich schön gestaltet, weil so zurückhaltend, fast schon schüchtern komponiert. Die Vanille ist nicht hinein gesenkt, sondern mehr hinein geweht.
Was das Leder betrifft, so haben wir hier ganz fein gesponnenes Leder. Es tut sich ein gespannter Baldachin auf. Ein Leder-Baldachin mit orientalischen Stützen. Dagegen ist Tuscan Leather eher ein massiver Wolkenkratzer und ein Wasserfall, wohingegen NL eine feine Fontäne bedeutet.
Durch die hinein gehauchte Vanille spannt sich der Baldachin etwas und beginnt sich ein wenig zu wölben. Hier ist meines Riechers Erachtens ein starker Kontrast zu Tuscan Leather, der seine geballte Rauchigkeit zur Schau stellt, auszumachen. NL kehrt seine Geistbeschwingtheit zur Schau.
NL brodelt nicht, er glimmt, fein ausgewogen. Er drängt niemals über sich selbst hinaus. Ich finde an NL faszinierend, dass er nicht in die Tiefe strebt, im nehme das Gegenteil wahr, das noble Leder strebt gewissermaßen nach oben.
Das Leder möchte ich ein wenig in eine verträumte Richtung deuten. Die Süße ist der Geist, der den Körper baut. Ohne die Süße wäre Nobile Leather nicht Nobile Leather und ein unentschiedener Geist. So stark im Hintergrund, und dadurch doch so sehr im Vordergrund spendet die Süße die seelische Kraft.
7 Antworten


Schön :-)