
ElAttarine
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ElAttarine
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26
Das Meer hat mich gerufen
Da ist ein Wald nah am Meer. Schlanke, helle hohe Eukalyptusstämme. Ätherisches Licht. Weiches Moos und Patchoulierde zu den Füßen der Bäume. Du atmest den frisch-medizinisch-grün-erdigen Waldgeruch tief ein. Da ist hinter den Bäumen das Meer.
Tu mi hai chiamata
ed io ti ho sentito …
Das Meer hat dich gerufen. Du hast den Ruf gehört und bist ihm gefolgt. Jetzt stehst du mit bloßen Füßen im Sand. Dann unter deinen Füßen der Seetang, er ist noch warm von der Sonne des Tages und liebkost deine Fußsohlen beim Darüberlaufen.
Tu mi hai amata
ed io ti ho sì onorato…
Wieder atmest du tief ein, den Geruch des Seetangs, die jodhaltige Salzluft, deine Brust wird ganz weit, irgendwo hinter dir ist blühender Efeu, der seine salzige Aura in die Meeresluft mischt. Du spürst, ja du bist richtig hier, du bist schon immer geliebt. Und in dir steigt eine große Liebe zu allem und jedem auf, die dein Herz und deinen Brustkorb fast sprengt. Du weißt gar nicht, wohin mit diesem ozeanischen Strömen. Uralte Schmerzen und Ängste steigen in dir auf wie traurige Harze, sie werden leichter und leichter, du lässt sie aufsteigen und wegziehen. Und du blickst weiter aufs unendliche Blau des Meeres und des Himmels.
Vasto è il nome Tuo
certo è
l'Amore mio…
Am Himmel siehst du jetzt zarte Blüten erblühen und Sandelsternschnuppen, die sich im Wasser spiegeln und deren Reflektionen von den kleinen Wellen gebrochen und vervielfältigt werden.
Per Amore, per Amore
solo per un Grande Amore.
All das, das Meer, dein Atem, der Himmel, das Licht, ist außen und zugleich in dir. Ganz weich, wunderbar weich-süß-sternenpudrig. Du bist ganz eingehüllt in diesen stillen und friedlichen Zuspruch des Großen Meeressternenbalsams. Jenseits aller Schmerzen und Ängste. Geliebt.
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Auf solch eine meditative Reise ans Meer und in alte Gefühle nimmt mich Blu 1901 mit. Eukalyptus mit seiner medizinisch-ätherischen Frische im Auftakt, erzeugt zusammen mit Moos- und erdigen Patchoulinoten den Eindruck eines lichten Waldes am Meer. Hinzu kommen Seetang und salziger Efeu, die zusammen das Meer und die Weite des Meeres und des Himmels darüber aufrufen. Ganz toll umgesetzt hier - keine klassische Aquatik (die mir selten gefällt). Sandelholz mit einer ganz, ganz feinen Schärfe und eine Ahnung von Blüten erzeugen wieder lichtartige Momente, bevor Benzoe, Würzpudervanille und ein weichpudriger Amberakkord mit Olibanum die Basis bilden.
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Bezieht sich der Name „Blu 1901“ auf den Beginn von Picassos Blauer Periode oder einfach nur aufs Meer? Oder auf beides? Ich weiß es nicht. Erika Gualtieri nimmt oft Bezug auf Werke der Malerei, wenn es um ihre Düfte geht. Chagall und seine Arbeit mit den Farben und dem Blau dürften hier auch eine Rolle spielen. In einem Facebookeintrag vom 19.7.23 zitiert sie Bella Chagall, seine erste Frau, aus ihren Erinnerungen an ihren Mann: „Du tauchst deine Pinsel ein. Rot, blau, weiß, schwarz spritzen. Du ziehst mich in die Ströme der Farben. Plötzlich ziehst du mich vom Boden weg, als würdest du den Schwung mit einem Fuß auffangen, als würde es dir in diesem kleinen Raum zu eng werden. Du erhebst dich, streckst dich, fliegst zur Decke hinauf. Dein Kopf neigt sich nach hinten und du drehst meinen. Du berührst mein Ohr und murmelst.“ Aus: Bella Chagall, Brennende Lichter. Hier geht in der Beschreibung Bella Chagalls der Akt des Malens in das auf dem Bild Dargestellte über wie in Chagalls häufigen Darstellungen des fliegenden Paares. Sowas vermag der Duft hier auch – das Aufgerufene wird in der Vorstellung sehr real und erzeugt Bildergeschichten von Wald, Meer, Weite, Ängsten und Frieden.
Das oben in Abschnitten eingebaute Gedicht stammt auch aus einem Facebookpost von Erika Gualtieri vom 8.7.23.
Tu mi hai chiamata
ed io ti ho sentito …
Das Meer hat dich gerufen. Du hast den Ruf gehört und bist ihm gefolgt. Jetzt stehst du mit bloßen Füßen im Sand. Dann unter deinen Füßen der Seetang, er ist noch warm von der Sonne des Tages und liebkost deine Fußsohlen beim Darüberlaufen.
Tu mi hai amata
ed io ti ho sì onorato…
Wieder atmest du tief ein, den Geruch des Seetangs, die jodhaltige Salzluft, deine Brust wird ganz weit, irgendwo hinter dir ist blühender Efeu, der seine salzige Aura in die Meeresluft mischt. Du spürst, ja du bist richtig hier, du bist schon immer geliebt. Und in dir steigt eine große Liebe zu allem und jedem auf, die dein Herz und deinen Brustkorb fast sprengt. Du weißt gar nicht, wohin mit diesem ozeanischen Strömen. Uralte Schmerzen und Ängste steigen in dir auf wie traurige Harze, sie werden leichter und leichter, du lässt sie aufsteigen und wegziehen. Und du blickst weiter aufs unendliche Blau des Meeres und des Himmels.
Vasto è il nome Tuo
certo è
l'Amore mio…
Am Himmel siehst du jetzt zarte Blüten erblühen und Sandelsternschnuppen, die sich im Wasser spiegeln und deren Reflektionen von den kleinen Wellen gebrochen und vervielfältigt werden.
Per Amore, per Amore
solo per un Grande Amore.
All das, das Meer, dein Atem, der Himmel, das Licht, ist außen und zugleich in dir. Ganz weich, wunderbar weich-süß-sternenpudrig. Du bist ganz eingehüllt in diesen stillen und friedlichen Zuspruch des Großen Meeressternenbalsams. Jenseits aller Schmerzen und Ängste. Geliebt.
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Auf solch eine meditative Reise ans Meer und in alte Gefühle nimmt mich Blu 1901 mit. Eukalyptus mit seiner medizinisch-ätherischen Frische im Auftakt, erzeugt zusammen mit Moos- und erdigen Patchoulinoten den Eindruck eines lichten Waldes am Meer. Hinzu kommen Seetang und salziger Efeu, die zusammen das Meer und die Weite des Meeres und des Himmels darüber aufrufen. Ganz toll umgesetzt hier - keine klassische Aquatik (die mir selten gefällt). Sandelholz mit einer ganz, ganz feinen Schärfe und eine Ahnung von Blüten erzeugen wieder lichtartige Momente, bevor Benzoe, Würzpudervanille und ein weichpudriger Amberakkord mit Olibanum die Basis bilden.
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Bezieht sich der Name „Blu 1901“ auf den Beginn von Picassos Blauer Periode oder einfach nur aufs Meer? Oder auf beides? Ich weiß es nicht. Erika Gualtieri nimmt oft Bezug auf Werke der Malerei, wenn es um ihre Düfte geht. Chagall und seine Arbeit mit den Farben und dem Blau dürften hier auch eine Rolle spielen. In einem Facebookeintrag vom 19.7.23 zitiert sie Bella Chagall, seine erste Frau, aus ihren Erinnerungen an ihren Mann: „Du tauchst deine Pinsel ein. Rot, blau, weiß, schwarz spritzen. Du ziehst mich in die Ströme der Farben. Plötzlich ziehst du mich vom Boden weg, als würdest du den Schwung mit einem Fuß auffangen, als würde es dir in diesem kleinen Raum zu eng werden. Du erhebst dich, streckst dich, fliegst zur Decke hinauf. Dein Kopf neigt sich nach hinten und du drehst meinen. Du berührst mein Ohr und murmelst.“ Aus: Bella Chagall, Brennende Lichter. Hier geht in der Beschreibung Bella Chagalls der Akt des Malens in das auf dem Bild Dargestellte über wie in Chagalls häufigen Darstellungen des fliegenden Paares. Sowas vermag der Duft hier auch – das Aufgerufene wird in der Vorstellung sehr real und erzeugt Bildergeschichten von Wald, Meer, Weite, Ängsten und Frieden.
Das oben in Abschnitten eingebaute Gedicht stammt auch aus einem Facebookpost von Erika Gualtieri vom 8.7.23.
Aktualisiert am 21.06.2024, 04:10 Uhr
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