
Floyd
608 Rezensionen

Floyd
Top Rezension
44
Wohin wir gehen, wenn wir gehen
Du und ich. Werden Sterne zählen. Aus orangefarbenen Samenkristallen. Irgendwo unter verschmierten Blättern. In knirschendem Laub aus klammen Kräutern. In vertrauten silbergrauen Schleiern, einem Flüstern von schweren schwelenden Hölzern. Wenn sie schwarz und feucht allmählich erkalten. Haut aus blankem Leder bilden. Dann flimmert ein Film aus Aldehyden Erinnerungen von Polaroidblüten, die irgendwo vorüberwehn. Wir werden Wurzeln von Sauerampfern, ein Glimmen in schwefelgrünen Nebeln, die in den Böden allmählich verholzen zu Knollen dunkler Moschusrinden. Du und ich. Komm, wir folgen den Spuren von süßem Staub, wenn wir schlafen.
**
Benjamin Esposito aus New York gründete House of Mammoth im Jahre 2018. "Independent and artisan perfumery [...] is rebellious in the sense that it is outside of the corporate machine. It doesn’t need to be produced at a large scale with the cheapest possible materials, and it doesn’t need to appeal to the broadest possible audience." schreibt er auf Ca fleur bon über die amerikanische Indie-Artisan-Szene. Nicht zuletzt seit er im Jahr 2023 für 'Voices' den Art and Olfaction Award in der Kategorie 'Artisan' erhielt, ist er in einer Linie mit Künstlern wie Dawn Spencer Hurwitz, Manuel Cross, Chris Rusak, Shawn Maher oder Diane St. Clair zu verorten.
"You and I (will die)" wurde 2025 bei eben diesen Art and Olfaction Awards mit dem People's Choice - Artisan Award ausgezeichnet, was aufgrund seiner ungewöhnlichen, vielschichtigen und dennoch durchaus gefälligen Machart wenig verwundert. Da sind zu Anfang süßlich-erdige Möhrensamen, die von säuerlich wirkenden Kräutern austariert werden und auf dem leitmotivisch durchgängig wahrnehmbaren haitianischen Vetiver (die helle, mild-säuerliche, wurzelknollige Sorte) sanft prickelnd wirken. Veilchenblatt unterstreicht leicht feucht-laubartige Noten, bevor geräucherte Hölzer sich in hellgrauen Geweben darüber legen, in glatte, dunkel-ledrige Noten übergehen, während blumige, dezent seifige Aldehyde alles in einen flirrenden Dunst hüllen. Süßlich-heller Jasmin macht ein bisschen Schmuddel dazu und harmoniert mit den leicht schwefelig-grünen Moschusnoten der Trüffel, die sich in der Basis zeigen, wo erdig-holziges Patch die wurzelige Säure des Vetiver etwas relativiert.
Ein grün-säuerlicher, wurzelig-holzig-erdiger Duft, der in seiner Dichte viele spannende, dezent schillernde Facetten zu Tage fördert und sich auf diese Art das ganze Jahr über zu fast jeder Gelegenheit tragen lässt.
(Mit Dank an Xecut)
**
Benjamin Esposito aus New York gründete House of Mammoth im Jahre 2018. "Independent and artisan perfumery [...] is rebellious in the sense that it is outside of the corporate machine. It doesn’t need to be produced at a large scale with the cheapest possible materials, and it doesn’t need to appeal to the broadest possible audience." schreibt er auf Ca fleur bon über die amerikanische Indie-Artisan-Szene. Nicht zuletzt seit er im Jahr 2023 für 'Voices' den Art and Olfaction Award in der Kategorie 'Artisan' erhielt, ist er in einer Linie mit Künstlern wie Dawn Spencer Hurwitz, Manuel Cross, Chris Rusak, Shawn Maher oder Diane St. Clair zu verorten.
"You and I (will die)" wurde 2025 bei eben diesen Art and Olfaction Awards mit dem People's Choice - Artisan Award ausgezeichnet, was aufgrund seiner ungewöhnlichen, vielschichtigen und dennoch durchaus gefälligen Machart wenig verwundert. Da sind zu Anfang süßlich-erdige Möhrensamen, die von säuerlich wirkenden Kräutern austariert werden und auf dem leitmotivisch durchgängig wahrnehmbaren haitianischen Vetiver (die helle, mild-säuerliche, wurzelknollige Sorte) sanft prickelnd wirken. Veilchenblatt unterstreicht leicht feucht-laubartige Noten, bevor geräucherte Hölzer sich in hellgrauen Geweben darüber legen, in glatte, dunkel-ledrige Noten übergehen, während blumige, dezent seifige Aldehyde alles in einen flirrenden Dunst hüllen. Süßlich-heller Jasmin macht ein bisschen Schmuddel dazu und harmoniert mit den leicht schwefelig-grünen Moschusnoten der Trüffel, die sich in der Basis zeigen, wo erdig-holziges Patch die wurzelige Säure des Vetiver etwas relativiert.
Ein grün-säuerlicher, wurzelig-holzig-erdiger Duft, der in seiner Dichte viele spannende, dezent schillernde Facetten zu Tage fördert und sich auf diese Art das ganze Jahr über zu fast jeder Gelegenheit tragen lässt.
(Mit Dank an Xecut)
Aktualisiert am 01.07.2026, 11:41 Uhr
35 Antworten



Aldehyde
geräuchertes Holz
haitianisches Vetiver
Kräuter
Leder
Möhrensamen
Veilchenblatt
Jasminum grandiflorum
Moschus
Patchouli Absolue
Trüffel
Wasserblumen
FrauKirsche
Xecut


































