Berkanlenck

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Rezensionen
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Die Seele Turins
In einer stillen Gasse Turins im Juli mit einem sehr guten Freund auf der Jagd nach etwas ganz besonderem und dann wenn die Sonne goldene Strahlen auf die alten Fassaden wirft, öffnet sich die Tür zu einer kleinen Boutique die in der Via Cavour. Drinnen liegt ein Hauch von Geschichte in der Luft – und der warme, süße Atem eines Duftes, der die Stadt in Flaschen bannt.


Der Duft:
Der Torino Botique Exsklusiv beginnt wie ein Morgenspaziergang entlang in Turin:
Die brasilianische Orange funkelt wie die ersten Sonnenstrahlen auf dem Wasser – frisch, fruchtig, aber nicht grell. Dann ertönt das leise Lachen von Neroli, das von einem Hauch schwarzen Pfeffers neckisch begleitet wird, wie eine elegante Unterhaltung in einem Straßencafé.

Mit der Zeit legt sich der Abend über die Stadt. Guajakholz und haitianisches Vetiver weben eine tiefe, erdige Wärme, während das Karamell und Madagaskar-Vanille sich wie ein samtener Mantel um die Sinne legen. Es ist der Moment, in dem die Lichter angehen und die Stimmen der Stadt zu einem weichen Murmeln verschmelzen.

Torino ist nicht laut. Es ist kein Ruf, es ist ein Blick. Ein Blick, der sagt: Ich kenne meine Geschichte. Und ich weiß, wie man sie trägt.

Die Haltbarkeit ist wie man es von einem Xerjoff erwarten darf – ausgezeichnet, aber tatsächlich nicht sehr sehr Stark perfomed. Auf der Haut entwickelt er sich über viele Stunden, auf Kleidung oder Schal bleibt er oft bis zum nächsten Tag wahrnehmbar. Dabei verändert er seinen Charakter behutsam, sodass jede Phase seines Duftverlaufs ihren eigenen Reiz besitzt.


Mein Fazit:
Also Torino ist kein Duft für jeden. Wer ausschließlich auf frische, sportliche Parfums setzt oder eine extrem laute Sillage erwartet, wird hier nicht fündig. Für Liebhaber von komplexen, warmen Kompositionen mit einer klaren Luxus-DNA ist er jedoch ein Erlebnis. Er trägt die Eleganz einer italienischen Maßanfertigung, die Gelassenheit einer Stadt mit Jahrhunderte alter Geschichte und den unaufdringlichen Stolz einer Marke, die weiß, wie man Exklusivität definiert.
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Côte d’Azur im Flakon
Es war ein glühend heißer Augusttag 2024 in Monaco – 34 Grad, der Himmel wolkenlos, die Luft schwer vom Duft von Meer, Salz und Luxus. Die Yachten im Hafen glänzten im Sonnenlicht wie Juwelen, und über allem lag dieses Gefühl, dass hier alles ein wenig perfekt ist.

Ich war eigentlich wegen eines ganz bestimmten Schatzes gekommen: Yacht Club de Monaco von Xerjoff. Die Boutique lag direkt am circuit de Monaco die berühmte F1 Kurve, und schon beim Eintreten umfing mich eine kühle Brise aus Klimaanlage und feinen Parfumnoten. Das Interieur wirkte wie ein Kunstmuseum, goldenes Licht, jeder Flakon wie ein Ausstellungsstück.


Sergio Momo persönlich stand im Raum. Er begrüßte mich mit einem warmen Lächeln „Willkommen in Monaco“, sagte er, während er mir nicht nur Yacht Club de Monaco präsentierte, sondern auch viele seiner anderen Duftkunstwerke. Jeder Flakon hatte seine eigene Geschichte – von Reisen inspiriert, von Landschaften, von Momenten, die in Essenzen gebannt waren.


Als ich Yacht Club de Monaco auf meine Haut sprühte, vermischten sich die für mich würzig-süßen Noten von Kirsche, Zimt und Rum mit der warmen Sommerluft draußen. Ich trat wieder hinaus in die gleißende Sonne, den Yacht Hafen vor mir – luxuriös, leichtfüßig, zeitlos.

Duftkomposition:
Yacht Club de Monaco ein würzig-süß-fruchtiger Duft mit markanten Akzenten von Kirsche, Zimt und Rum der Duft ist reich, warm und boozy, mit hoher Präsenz im Raum, beeindruckend langanhaltend und gut wahrnehmbar.

Die Performance:
Hält wirklich lange und hinterlässt moderate bis starke Präsenz.

Mein Fazit:
Yacht Club de Monaco ist für mich einer der besten Xerjoff Kreationen. Eine exklusive, und für mich elegante und sinnlich-warme Duftkomposition perfekt für Gourmand-Fans mit Sinn für Luxus und Einzigartigkeit. Die Kombination, die lange haften bleibt und sich präsent entfaltet. Wer auf der Suche nach etwas Besonderem ist, findet in diesem Duft ein kleines olfaktorisches Juwel.


Berkan
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Der Duft der Ruhe spricht: Red Tea Vetiver
Clive Christian’s Red Tea & Vetiver ist eine meisterhaft ausbalancierte Komposition aus rauchiger Wärme und subtiler Frische. Schon der erste Sprühstoß überrascht: ein Hauch von würzigem rotem Tee, leicht herb, dabei hell und aromatisch wirklich fast wie ein frisch aufgegossener Aufguss aus exotischen Blättern.

In der Herznote entfaltet sich der wahre Charakter des Duftes. Der Vetiver tritt langsam, aber bestimmt hervor – erdig, trocken und rau, mit dieser typischen Tiefe, die ihn so unverwechselbar macht. Die Kombination mit der leichten Bitterkeit des Tees erzeugt eine moderne, fast meditative Atmosphäre. Es riecht weder süß noch überladen, sondern elegant, bewusst zurückhaltend.



Kopfnote (Eröffnung)
Bergamotte:
Frisch, leicht bitter-zitrisch mit grünem Einschlag. Bergamotte sorgt für einen eleganten und klaren Start, oft auch leicht aromatisch. Sie wirkt belebend und öffnet den Duft sehr edel.
Primofiore-Zitrone:
Die „erste Ernte“ der Zitrone ist besonders saftig, lebhaft und intensiv. Sie bringt spritzige, helle Frische – deutlich natürlicher als synthetische Zitronennoten. In Kombination mit Bergamotte entsteht ein fast schon prickelnder Zitrusauftakt.


Herznote (Kern des Duftes)
Rooibos-Tee:
Warm, leicht süßlich und teeartig mit holzigen Nuancen. Rooibos bringt eine beruhigende, weich-würzige Tiefe in die Komposition – nicht bitter wie grüner Tee, sondern mild und samtig.
Vetiver:
Erdige, holzige, leicht rauchige Note mit grünem Einschlag. Vetiver ist ein Klassiker in der Parfümerie, der hier für trockene Eleganz sorgt und dem Rooibos-Kontrast eine gewisse Kühle und Ernsthaftigkeit verleiht.

Basisnote (langanhaltender Fond)
Kaschmirholz:
Cremig, weich, leicht süßlich und warm – fast wie eine Mischung aus Holz und Textur. Das Kaschmirholz gibt dem Duft seine luxuriöse, umhüllende Tiefe.
Moschus:
Hautähnlich, sauber, leicht animalisch oder pudrig. Der Moschus stabilisiert die Komposition und verleiht ihr eine subtile Sinnlichkeit im Drydown.
Sandelholz:
Cremig-holzig, samtig und warm. Sandelholz ist bekannt für seine beruhigende, fast meditative Wirkung und verleiht dem Duft ein elegantes, rundes Finish.

Fazit:
Was Red Tea & Vetiver besonders macht, ist seine ruhige Intensität. Er schreit nicht nach Aufmerksamkeit, er strahlt sie aus. Perfekt für Menschen, die Charakter zeigen wollen, ohne laut zu sein und ein außergewöhnlicher Duft für Kenner. Red tea & Vetiver ist kein Mainstream Parfum er ist eine Reflexion von Ruhe, Tiefe und Noblesse. Ideal für kühle Abende, Kunstgalerien oder einfach Momente, in denen man sich selbst genug ist.

Ich hoffe euch hat meine Rezension gefallen,

Berkan
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Einer der besten
Stricker von Pana Dora ist ein echtes Statement kraftvoll, mysteriös und absolut einzigartig. Schon beim ersten Sprühen entfaltet eine intensive, orientalisch holzige Komposition, die sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Duftstruktur ist komplex, dabei aber nie überladen: Würzige Noten treffen auf dunkles Leder, begleitet von einer warmen, leicht süßlichen Basis, die lange auf der Haut bleibt. Ein absoluter Lieblingsduft von mir.
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