Deefresh

Deefresh

Rezensionen
1 - 5 von 6
Livin la vida loca
Flashback ins Gestern. Flashback nach Damals vor langer Zeit. Und zwar irgendwo zwischen 1994-1996. Kurze Info vorab: Meine Rezension bezieht sich auf den konga-förmigen, blauen Flakon mit schwarzer Kappe, wie er damals im Umlauf war.

Ich saß bei meinem Freund in seinem VW Golf. Wir waren auf dem Weg zur Bandprobe. Dieser Freund trug sonst nur eher so etwas wie 8x4 oder BAC unter den Achseln. In Autoradio lief der übliche, für mich teil schwer erträgliche, Mainstream. Die größten Hits der 80,70er und angeblich das Beste von Heute. Also DJ Bobo, Haddaway oder der ganze andere Eurodance-Kram. Also alles wie immer. Nur eine Sache war anders: der Duft der mir entgegenkam. Und der war alles andere als Mainstream.
Dieser Moment hat sich so sehr in mein Gehirn eingebrannt. Vor allem in mein Duftgedächtnis.
Definitv musste ich auch das Parfüm haben.
Für mich roch er nach Sommer. Wie "Coco Jambo" aber in Schöner. Ja vielleicht mehr so wie "Livin la vida Loca"

Beim nächsten Sommerurlaub, ich glaube es ging nach Portugal, habe ich ihn dann im Duty Free gekauft. Ich glaube mich auch zu erinnern, das er die Maxi-CD unter den Düften war. Also die Haltbarkeit war schon brutal.

Nun verändern sich Geschmäcker und Formeln. Beides manchmal leider. Ich muss zugeben, dass Havana und ich nicht mehr so beste Freunde sind. Gute Bekannte eher. Manchmal, wenn meine Frau nicht da ist, nehme ich die Probe von der aktuellen Version, die ich ersoukt habe, schnuppere dran und dann ist es doch ein bisschen wie "Summer in the City" gesungen von Joe Cocker.
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Der vergessene Gentleman
Es muss so Anfang der Ende der 1990er oder Anfang der 2000er sein, als eine Duftprobe in einer Zeitschrift eingeklebt war. Und ich war sofort verliebt. Für viele Jahre war es mein Signature-Duft und Kompliment Garant. Die Mischung aus seifiger Frische und würziger Eleganz hat mir ein Gefühl von Sicherheit verliehen. Leider wurde die Produktion ja vor einiger Zeit eingestellt, aber ich habe vor einiger Zeit hier noch einen gut erhaltenen Flakon - samt Inhalt versteht sich - ergattert. Und so steht der Gentleman an einem dunklen und kühlen Ort und wartet darauf, dass ich mit ihm mal wieder in der ach so guten alten Zeit schwelge.
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Ganz in weiss
Wenn ich einfach nur frisch, sauber und zugleich unaufdringlich elegant riechen möchte, greife ich zum L'Homme. Wobei er bei mir tatsächlich mehr im Winter und Herbst zum Einsatz kommt. Maximal Frühling. Für die warme Jahreszeit ist er mir persönlich dann doch einen Hauch zu pudrig. Ich bin dann im Sommer doch eher der "blaue Cool-Water-Afternoon-Swim-Typ". Aber sobald der Herbst anklopft wird das Schätzchen aus dem dunklen, kalten Keller in eine von der Sonne geschützen Ecke ins Bad gestellt.

Ganz oft lese ich hier zu diesem Parfüm den Vergleich mit einem frisch gewaschenen Hemd. Absolut. Kann ich nur bestätigen. Allerdings trage nur ungerne weiße Hemden wenn es nicht wirklich sein muss. Aber mit dem Duft fühle ich mich als hätte ich eines an. Ich glaube als Arzt würde ich den auch tragen. Das erklärt vielleicht die Tatsache, dass ich bei Untersuchungsterminen ganz automatisch "L'homme" wähle.

Obwohl in meine Nase eher der pudrige Anteil steigt, hat er doch etwas Frisches. Für mich halt nichts Sommerfrisches. Frisch im Sinne von clean. Wenn ich zwischen dem auch tollen "Luna Rossa Ocean" oder "L'Homme" als "In the Summertime-Duft" wählen müsste, würde dann doch der L'Homme" gewinnen.

Aber ansonsten ist er ein wirklich Alltagstauglicher Allrounder mit einer soliden Haltbarkeit. In meiner Nase nicht unbedingt ein Ausgehduft. Ich liebe die unaufdringliche, irgendwie doch zurückhaltende, fast schon schüchterne, aber doch elegante Performance. Außerdem riecht er teurer als er ist. Also ein Top Preis-Leistungsverhältnis. Ich sag mal so: Ein Verhältnis was ich immer wieder gerne eingehe.
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Zurück in die Zukunft
Sommer 1993. 80% der Musik, die in den Charts war nervt. Also mich. Zwischen Culture Beat , Haddaway und 2 Unlimited tröstet mich aber der gute Phil Collins mit "Can't turn back the years" über Liebeskummer hinweg. Wahrscheinlich war es auch kein Zufall, dass genau dieser Titel bei der Parfümiere im Hintergrund lief, als ich mich durch die Davidoffs und Joops schnupperte bis ich bei "Eau Sauvage" hängen blieb. Von wegen man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Immerhin konnte man mit dem Klassiker, der er damals schon war, eine Zeitreise ins Jahr 1966 machen. Und von 1993 direkt ins Hier und Jetzt. Also zurück in die Zukunft. Wie der Rezensent ist der Duft wahrlich gut gealtert. Forever young? Ja vielleicht. Jedenfalls habe ich mir damals wirklich null Gedanken darum gemacht, ob ich vielleicht zu jung für den Duft bin. Die Zitrischen Noten machen ihn schon irgendwie zu einem Sommerduft. Sagen mir mal so: Ein eleganter Freshie.
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Der frische Gute-Laune-Gentleman
Wer den "kleinen Bruder" Acqua di Giò mag, wird den Profumo genauso lieben. Jedenfalls geht es mir so. Die Haltbarkeit empfinde ich als eher durchschnittlich. Es gibt Menschen die sagen, dass es ein Allrounder für das ganze Jahr ist. Ja kann man machen. Ist ja sowieso immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich persönlich gönne ihn mir meist im Sommer und gerne zu besonderen Anlässen. Er kommt etwas eleganter und mit mehr Tiefe daher als sein "kleiner Bruder". Ich sag mal so: Im Prinzip kann man mit dem Profumo nichts falsch machen.
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