ElPostoElPostos Parfumkommentare

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ElPosto vor 64 Tagen
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Eine Begegnung
Es ist spät, blue hour. Sie tappst schon etwas angesäuselt die Strasse entlang. Eigentlich eine Gegend in der man um diese Uhrzeit nicht sein möchte aber das ist ihr jetzt egal.

Ein Typ quatscht sie an, sie mag ihn nicht. Er wird aufdringlich und bedrängt sie. In ihrer not kommt ihr ein leises "hilfe" über die Lippen.

Plötzlich ging alles sehr schnell. Aus dem Augenwinkel sieht sie einen Aschenbecher fliegen welcher den aufdringlichen typen voll erwischt. Aus dem Schatten der nacht , wie aus dem nichts wird der Kerl mit einem Strauß Rosen vermöbelt von einer Gestalt die ein harmlos anmutendes blaues Kleid und etwas zu viel Lippenstift trägt. Sie ist irritiert.

Der böse Kerl liegt benommen dar nieder und sie weiß nicht so recht was geschehen ist.
Die Gestalt im blauen Kleid schaut sie an und spricht mit tiefert Stimme: "geh heim das ist genug für heut"

Mit einem Schädel wacht sie am nächsten morgen auf. Sie hat den Geruch von Rosen in einem Aschenbecher auf welchem komischerweise Lippenstiftreste sind in der Nase. Eigenartig....

1 Antwort

ElPosto vor 69 Tagen
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Der Teleporter
2003,Juli,Westport in Irland, 17 grad Celsius.

Nach stundenlanger fahrt mit dem greyhound-bus quer durch Irland von Dublin nach westport durch das irische Hinterland kommen ich und meine zwei damaligen beste Freunde endlich an. Wir steigen aus dem Bus und riechen sofort: die See ist nicht weit...

Nachdem wir unser Quartier bezogen haben gingen wir die Gegend erkunden und landeten in einem kleinen Wald.
Es riecht nach Moos, altem holz und der Regen weiß nicht ob er Regen sein will oder Nebel. So stellte ich mir Irland vor und so war es gut.

2015, September, in der nähe von Köln, vielleicht 20 grad. Ich halte meinen so ziemlich ersten blindkauf encre noir in der hand und sprühe.
Augenblicklich teleportiert er mich nach westport von damals. Ich bin wieder in diesem wäldchen. Es ist moosig, krautig, holzig und modrig. Es ist gut. Ich will ein Guinness. Ich will zurück. Für immer

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ElPosto vor 72 Tagen
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Gabi, Adam und ich
( mein erster Kommentar, seid nachsichtig)

Es ist 1999, ich bin 15, schwer pubertär und habe keine Freundin. Doch dann kam Gabi, und Gabi war wild und frei und ihr langes Haar spielte mit dem Wind und roch nach patchouli. Zu meinem 16. Geburtstag schenkte sie mir what about adam und als ich ihn zum allerersten Mal benutzte , habe ich ihn nicht verstanden.

Wonach riecht das? Tomaten? Basilikum?
Bis dato beschränkte sich meine olfaktorische Welt auf ck be/one und adam war zu viel für mich. Doch ich trug ihn. Für Gabi. Immer wenn wir uns sahen. Und dann trug ich ihn auch wenn ich sehnsucht nach ihr hatte . Irgendwann trug ich ihn immer und er wurde mein erster signature-duft. Denn auch er war anders, wild und frei. Ich fiel auf wenn ich ihn trug und fühlte mich gut dabei.

Unserem damaligen alter geschuldet hielt das mit Gabi und mir nicht lange. Doch adam ist geblieben. Insgesamt 7 Flakons habe ich mir selber noch gekauft bevor er verschwand.

Heute besitze ich noch einen knapp zur hälfte gefüllten flakon. Ich hüte ihn wie einen schatz. Manchmal im Frühling oder Sommer gönne ich mir einen sprüher, atme tief ein und frage mich was Gabi wohl grad macht.

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