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Ooonidda

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Rezensionen
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Erwachen nach der Feuerzeremonie
Dank dem Sharing von MartialScent könnte ich einen Schnupperer von Shaman ergattern und voller Spannung sprühe ich ihn mir auf den Unterarm und erwache draußen in der Kälte neben einem fast erloschenen, noch glimmenden Feuer. Erstaunt, ahnungslos und unsicher was mich erwartet und ohne eine Erinnerung an das, was vorher passiert ist.

Shaman eröffnet herb, holzig, kalt und sehr rauchig. Ich vernehme weder Seerose noch Magnolie, ich nehme an sie sind lediglich zur aromatischen Untermalung da. Vielleicht wurden sie aber gestern Nacht, während der Feuerzeremonie, in das Feuer geworfen, welches gerade neben mir ausglimmt. Die größeren Scheite und das Haupt-Feuer wurden von der Feuchtigkeit des Nebels und dem Morgentau gelöscht und so dominiert der kalte Rauch und das Holz.

Die Herz- und Basisnote lässt den Nebel lichten und ich merke ich bin auf einer Wald-Lichtung. Es ist Herbst, zu der Frische und Sauberkeit des Waldes, ich tippe es ist der Wachholder, mischt sich eine angenehme schwere. Es ist der Duft des November-Morgens, die kühle Frische und die angenehme erdigkeit des Waldes.

Ich trage Leder Kleidung, Wildleder, starres, starkes Wildleder, keine samtig-weichen Lederhandschuhe. Es ist vielmehr ein schwerer Rauleder-Mantel. Das Leder wurde wenig verabeitet, es ist starr und hat ein eigenes Aroma, es soll beschützen und isolieren und kein Accessoire sein. Meine Kleider riechen nach dem Feuer der letzen Nacht und etwas warm-balsamisches kommt durch, jedoch nur subtil und weit entfernt. Hat der Schamane etwa eine Iris mit ins Feuer geworfen?

Wer war ich vorher? Wer bin ich jetzt?
Der Schamane hat die Feuerzeremonie vollzogen und ich bin meinen wilden Ahnen am Feuer in dem dem Wald begegnet, nun bin ich wieder alleine. Eine seltsame Aufregung und Ruhe liegen in der Luft. Wie nach einem wilden Traum. Ich atme tief durch und genieße das ausglimmende Feuer. Die Aufregung und der Duft beruhigen sich, doch die Rauchnote bleibt und verweilt noch ein wenig auf meiner Haut.
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Das Meer, die Blumen und der Wind
Es war ein heißer Sommertag am Schwarzmeer. Der Duft des Meerwassers ist stark und warm-algig. Am Abend hat es kurz gestürmt, und das Meer ist wilder geworden, nun ist die Luft auch frischer.
Die nahegelegenen Blumenbeete und Sträucher dünsten ihren warmen, süßlichen Duft aus, die Nachtblüher öffnen sich, und ihr Aroma liegt in der Luft. Ich sitze an einer Klippe im Park, in meinem frisch gewaschenen Hemd, und starre aufs Meer hinaus.
Der Duft der frischen Wäsche vermischt sich leicht mit dem frischen Schweiß, während mir die Tropfen den Rücken hinunterlaufen. Ich rieche sie alle: die Blumen, die salzig-algige Meeresluft, und es ist schön – stickig-fleischlich und frisch zugleich.

Ich bin verliebt. Du riechst wie ein Sommer in der Heimat am Meer – nicht zitrisch-würzig wie in Südeuropa am Mittelmeer oder frisch-kühl an dem wilderen Atlantik.
Es ist eher die Schwarzmeer-Küste – nicht so glamourös, nicht so sauber und laut. Eher ruhig, krautig, blumig, salzig und leicht algig.
Kein großer touristischer Kurort, eher eine kleine Stadt mit einem noch in der UDSSR angelegten Park, voller Blumenbeete. Dort sitzen wir abends, nah am Meer, an der Klippe, im Blumenduft, und die erste, gerade so frische Brise nach einem heißen Tag schleicht sich ein.

Danke an Highcell für die Probe und die olfaktorische Heimreise.
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Ein warmer Herbst Abend
Die Melancholie und Gemütlichkeit des letzten warmen Herbstnachmittags. Das ist die Erinnerung die Cierge de Lune in mir weckt.
Er ist nicht außergewöhnlich laut, auch nicht bahnbrechend neu oder gar experimentell. Er ist schön und sanft und unfassbar tröstend und melancholisch zugleich.

Zu Beginn ist er süßlich-scharf aber noch nicht würzig. Der Kristall Akkord erschließt sich mir nicht, ich vermag ihn nicht einzuordnen, bilde mir jedoch ein die frische Spritzigkeit, die die Normalität der Alltagsluft durchschneidet sobald man ihn aufsprüht mag es wohl sein.
Dann folgt der Pfeffer mit der Blüte. Eine Sanftheit und Würze, welche die süße der Vanille abmildert, sie kommen nicht nacheinander sondern zusammen als eine blumig-cremige sanft gourmande Wolke. Die Würze ist nicht schneidend, nicht charakteristisch, sie fängt viel mehr die Vanille auf und lässt sie nicht süß wie ein Gebäck wirken sondern gibt ihr Ernsthaftigkeit.

Nach einer Weile mischen sich die Basisnoten ganz subtil dazu. Ich habe mein Handgelenk fast vergessen und frage mich nun was hier so schön vertraut anmutet, so weich und warm und so subtil melancholisch. Es ist die Verbindung aus der Sauberkeit des Moschus, der Melancholie des Weihrauchs und die kuschelige Vertrautheit des Wildleders. Die Vanille ist immer noch da und umschmeichelt die Basisnoten vielleicht ist es auch der Amber es ist eine subtile Wärme die nun herrscht eine traurige Wärme.

Es ist der letzte warme Tag des Herbstes man kann die Kälte in der Ferne riechen, während die Sonne einen gerade so noch wärmt. Die Erinnerung an den Sommer und die Blüten ist bereits fern, die Sonne ist warm und gelb und strahlend, der Wildleder Mantel duftet vertraut in der Sonne und die Melancholie der bleuen Stunde Naht.
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Hermann hat ein Date
Irgendwie geht mir Hermann à mes côtés me paraissait une ombre von ELdO nicht aus dem Kopf während ich mein Handgelenk ernschnuppere.

Am Anfang is une Amourete sehr herb, wie einige schon vor mir sagten medizinisch. Der feine Cardamom wird vom Rosa Pfeffer eindeutig besiegt. Doch dann plötzlich schimmert etwas warmes durch den krautigen, herben Start. Es ist die Iris, die auch sofort den Pfirsich vorschiebt. Dieser ist ölig, schwer, klebrig und cremig wie ein Pfirsich Bonbon, das in der Handtasche warm geworden ist und am Papier klebt beim auswickeln. Im Hintergrund wird es erdig, der Start vermischt sich mit der erdigen Note und man weiß nicht wo Cardamom-Pfeffer-Neroli aufhört und wo der Patchouli anfängt. Klebrig süß und erdig kühl und weich und das leicht pudrige der Iris setzen sich bald zur Ruhe, es ist die Vanille und die Holznote die nun angekommen sind.
Die Gegensätze fallen in einander und verbinden sich. Die Holznote vereint das wilde Gemisch und passt perfekt zum pudrigen, süß-klerbrigen und zum erdig-herben. Die Vanille nehme ich nicht dezidiert wahr aber sie macht das ganze rund und warm. Das Thema voll getroffen ein wildes Treffen zweier Gegensätze aufbrausend und willst und doch harmonisch in sich vereint.
Ein eigenartiger, fesselnder Duft ich komme seit 2 Tagen von meinem Handgelenk nicht los, er tendiert ins männliche, meine Haut bevorzugt initial das herbe und nicht das pudrige, doch die Wärme und die Süße kommen zum Vorschein sobald man stehen bleibt und inne hält, der Herbstduft ist gefunden.

Kommen wir zurück zu Hermann, ich versteh meine Assoziation besser nach eine kurzen Blick, Pfeffer und Patch das kalt erdig würzige von Hermann findet sich auch hier wieder, doch ist dieser Duft wilder, wärmer, körpernaher.
Der melancholische Hermann ist wohl zum Date gegangen, mit einem Pfirsich Bonbon im Mund zur Aufmunterung und einer Iris in der Hand als Flirt Versuch und war erfolgreich.
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