
Souscent
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Detailliert

Sommerliches Vergnügen
Meine erste Begegnung mit Ffern hab ich schon in meiner Rezension zu
Autumn 24 beschrieben. Diesmal haben mich die Zitrusnoten in der Duftpyramide neugierig gemacht. Was gibt es besseres an einem heißen Sommertag als die herbe Frische von Zitrusschalen?
Summer 25 startet mit einer herben Blutorange, sehr deutlich erkennbar. Schon nach wenigen Minuten beginnt sich das cremig-blumige Herz zu entfalten. Traumhaft schönes Champaka umweht mich, wenn auch immer sehr dezent in der Silage. Dezente Würze und die herbe Zitrik lassen den Duft aber nicht zu feminin werden, er bleibt unisex, wenn auch ins Feminine lehnend, aber niemals zu süß. Im Verlauf wird dann immer mehr vom Jasmin bemerkbar, und schließlich auch der Vetiver, der hier nicht erdig, sondern eher frisch und grün wirkt.
Das ganze wirkt wirklich ziemlich hochwertig, auch ziemlich erwachsen. Glaubt man dem Hersteller, enthält der Duft ausschließlich natürliche Duftöle. Kaum überraschend ist die Haltbarkeit nicht so gewaltig. Mich erinnert der Duft ein wenig an die Ecke im Bioladen, wo die Aromaöle und Raumsprays stehen.
Mir gefällt das,
Summer 25 darf bleiben.
Erwähnt werden soll nochmal die wunderschöne und liebevolle Aufmachung, mit Duftstein, Tee, Kärtchen und sogar einem eigens produzierten Video.


Das ganze wirkt wirklich ziemlich hochwertig, auch ziemlich erwachsen. Glaubt man dem Hersteller, enthält der Duft ausschließlich natürliche Duftöle. Kaum überraschend ist die Haltbarkeit nicht so gewaltig. Mich erinnert der Duft ein wenig an die Ecke im Bioladen, wo die Aromaöle und Raumsprays stehen.
Mir gefällt das,

Erwähnt werden soll nochmal die wunderschöne und liebevolle Aufmachung, mit Duftstein, Tee, Kärtchen und sogar einem eigens produzierten Video.
Sonnencreme meets Gartenkräuter
Über einen Wanderbrief bekam ich die drei Düfte der Marke Vallense unter die Nase.
Gleich vorweg möchte ich bemerken, dass ich sehr angetan war von der Marke, alle drei Düfte sind für mich sehr nischig und kreativ, also für mich eine "Brand to watch", bin gespannt was da noch raus kommt.
Source ist ein Oud-Duft, der sich aber zunehmend in einen hautschmeichelnden, würzigen Honig-Duft verwandelt (auch wenn kein Honig als Note angegeben ist). Und
Spirit ist ein grün würziger Frischling.
Nun aber
Sun : Er startet mit einer einigermaßen eingängigen Sonnencreme-Duft-DNA, cremige gelbe Blüten geben den Ton an, Frangipani, Ylang-Ylang, dazu mischt sich tropisch-fruchtiges. Schön gemacht, eingängig, sehr cremig. Dazu gesellt sich aber eine würzig-krautig-grüne Seite. Basilikum lese ich, Sellerie rieche ich ehrlich gesagt. Spontan steigen Bilder vor meinem inneren Auge auf von eine Garten in der Toskana, in dem mein Mann und ich vor einigen Jahren Urlaub gemacht hatten. Wir hatten eine riesige Terrasse eines Agritourismos nur für uns, ausgerichtet zum Küchengarten, in dem der Hausherr die Kräuter und Gemüse pflegte, die dann abends zu köstlichen, einfachen Gerichten verarbeitet wurden. In dem Garten blühten aber auch Jasminsträucher und andere betörende Blüten. Tagsüber verbrachten wir am Strand, und abends saßen wir auf unserer Terrasse und genossen die Gerüche dieses Gartens.
Diese Erinnerung, vom Tag am Strand und dem Abend im Garten ruft
Sun bei mir hervor. Im Verlauf wird der Duft dann weicher, harmonischer, das herb-krautige mischt sich in die cremigen Blüten, die süßgrasig-ambrierte Basis schwebt noch lange auf der Haut.
Dieser Duft wird nicht bei mir einziehen, aber er hat mir ein schönes Erlebnis wieder näher gebracht. Er erinnert mich an die Wärme der italienischen Sonne und transportiert mich an einen glücklichen Ort. Schön, dass ein Duft das vermag!
Haltbarkeit und Silage sind ganz beachtlich, der Preispunkt von €225 für 100 ml ist jetzt nicht sonderlich bescheiden.
Gleich vorweg möchte ich bemerken, dass ich sehr angetan war von der Marke, alle drei Düfte sind für mich sehr nischig und kreativ, also für mich eine "Brand to watch", bin gespannt was da noch raus kommt.


Nun aber

Diese Erinnerung, vom Tag am Strand und dem Abend im Garten ruft

Dieser Duft wird nicht bei mir einziehen, aber er hat mir ein schönes Erlebnis wieder näher gebracht. Er erinnert mich an die Wärme der italienischen Sonne und transportiert mich an einen glücklichen Ort. Schön, dass ein Duft das vermag!
Haltbarkeit und Silage sind ganz beachtlich, der Preispunkt von €225 für 100 ml ist jetzt nicht sonderlich bescheiden.
Ist das die perfekte Vanille?
Meine Parfumo-Reise begann im Sommer 2022, als ich nach zwei Jahren endlich wieder ganz ohne Maske arbeiten konnte, und mir eigentlich nur ein neues Parfum zur Feier dessen gönnen wollte. Nach Vanille sollte es duften und ganzjährig brauchbar sein. 2,5 Jahre, 50 Flakons, etwa 100 Abfüllungen und über 1000 getestete Parfums später ist die Suche nach der perfekten Vanille immer noch nicht zu einem endgültigen Ergebnis gekommen, wohl auch weil ich mich von Feigen-, Tee-, Amber-, Zitrus-, Sandelholz-, Reis-, und Creme-Düften ablenken habe lassen. Aber als ich heute
Melipona aufgesprüht habe durchfuhr mich dieses Parfumo-Gefühl, dass ihr sicher alle kennt - diese Mischung aus "Was ist das, das brauch ich, das will ich!!" und "Shit, das wird teuer, und das vor Weihnachten!"
Also was haben wir hier: Vanille mit Vanillezucker, also würzige, dunkle Vanille, mit Dr.Ötker-Vanille überzuckert. Leicht ambriert, mit etwas Holz angereichert, das erzeugt eine schöne, runde Tiefe. Ich nehme noch undefinierbare florale Noten wahr, die mit meiner Wahrnehmung spielen. Synthetik ist laut Noten definitiv drin, aber nicht von der aufdringlichen Sorte, sondern eben um eine gewisse Haltbarkeit und Silage zu ermöglichen. Das Ergebnis ist eine Vanille, die man immer und überall tragen kann, zur Arbeit, zu Hause, zum Ausgehen, bei warmen Wetter, bei kaltem Wetter. Die Chanel-Handtasche der Parfums sozusagen.
Bisher dachte ich immer, dass ein reiner Vanilleduft eigentlich dann doch eher langweilig ist und im Grunde erst interessant wird, wenn man ihn mit ihm spielt und ihn layert.
Melipona hat mich jetzt eines besseren belehrt. Vanille, und gut ist.

Also was haben wir hier: Vanille mit Vanillezucker, also würzige, dunkle Vanille, mit Dr.Ötker-Vanille überzuckert. Leicht ambriert, mit etwas Holz angereichert, das erzeugt eine schöne, runde Tiefe. Ich nehme noch undefinierbare florale Noten wahr, die mit meiner Wahrnehmung spielen. Synthetik ist laut Noten definitiv drin, aber nicht von der aufdringlichen Sorte, sondern eben um eine gewisse Haltbarkeit und Silage zu ermöglichen. Das Ergebnis ist eine Vanille, die man immer und überall tragen kann, zur Arbeit, zu Hause, zum Ausgehen, bei warmen Wetter, bei kaltem Wetter. Die Chanel-Handtasche der Parfums sozusagen.
Bisher dachte ich immer, dass ein reiner Vanilleduft eigentlich dann doch eher langweilig ist und im Grunde erst interessant wird, wenn man ihn mit ihm spielt und ihn layert.

4 Antworten
Wo Milch und Honig fließen...
Vor Weihnachten durfte ich an einem Überraschungs-WB teilnehmen mit der Bedingung Duft gegen Rezension, und ich Glückliche kam so an die Marke Nectar Olfaktiv, die dieses Jahr vier Honigdüfte herausgebracht hat. Da ich im Sommer meine Vorliebe für diese Note entdeckt habe eine überaus günstige Fügung.
Suprême Nectar startet mit einer potenten Creme-Wolke aus Honig und Mandel, so betörend wie schmeichlerisch. Dabei entwickelt er sich aber weniger in die Gourmand-Richtung sondern vielmehr in Richtung Luxus-Bodycreme. Ich denke an eine verwöhnende Wellness-Behandlung mit Honig-Peeling und Mandelöl in einem Spa.
Die Silage nimmt nach dem Start rasch ab, so dass der Duft für mich eher als gemütlicher Duft wirkt, den ich zu Hause oder ohne Publikum, nur für mich alleine trage, allenfalls für schöne Stunden zu zweit. Dabei ist der Duft so zärtlich und einhüllend, dass man eigentlich unbedingt jemanden mit auf die Reise nehmen möchte.
Später wird der Duft dann dunkler, holziger, Sandel, Moschus und Vanille geben eine beruhigende Tiefe. Die Haltbarkeit ist jetzt nicht überragend, Silage wünscht man sich auch mehr, aber egal, davon will ich mehr!
Alles in allem eine wirklich schöne Dufterfahrung, für mich ein Saubere-Haut-Duft für den Winter, der einem ein weiches, wohliges Gefühl von Entspannung und Beruhigung gibt.

Die Silage nimmt nach dem Start rasch ab, so dass der Duft für mich eher als gemütlicher Duft wirkt, den ich zu Hause oder ohne Publikum, nur für mich alleine trage, allenfalls für schöne Stunden zu zweit. Dabei ist der Duft so zärtlich und einhüllend, dass man eigentlich unbedingt jemanden mit auf die Reise nehmen möchte.
Später wird der Duft dann dunkler, holziger, Sandel, Moschus und Vanille geben eine beruhigende Tiefe. Die Haltbarkeit ist jetzt nicht überragend, Silage wünscht man sich auch mehr, aber egal, davon will ich mehr!
Alles in allem eine wirklich schöne Dufterfahrung, für mich ein Saubere-Haut-Duft für den Winter, der einem ein weiches, wohliges Gefühl von Entspannung und Beruhigung gibt.
2 Antworten
Der besondere Duft mit besonderem Marketing
Einen Duft wegen seinem Marketing hervorzuheben ist in Zeiten von Social Media und Parfum Influencern fast schon abgedroschen. Bei der Marke Ffern lohnt es sich aber mal genauer hinzusehen.
Darauf aufmerksam wurde ich über Instagram, weil MillerHarris, denen ich folge, auch Ffern folgen. Neben den Bildern, die für den Herbst 24 meine Lieblings Duft-Frucht Quitte featuren, hat mich das Konzept der Marke neugierig gemacht. 4 mal im Jahr wird ein Batch hergestellt und abgefüllt, und das wars, keine Wiederholungen, was weg ist ist weg.
Wenn man den Duft kaufen will muss man sich auf eine Warteliste eintragen, denn obwohl der
Autumn 24 noch gar nicht verkäuflich war, waren die Reservierungen schon voll. Man bekommt dann prompt eine SMS, nicht aufdringlich, aber die Erwartungshaltung wird schon gezielt gesteigert, ob man wohl zu den Glücklichen gehören wird, die eines der limitierten Exemplare ergattern dürfen? Schließlich, kurz nach dem Launch, erfolgte dann die erlösende Nachricht, dass man nun doch noch in den Genuss des Erwerbs eines Parfums kommen kann. Mit ca. €100 für 32 ml ja nicht gerade ein Schnäppchen.
Natürlich konnte ich mich nach diesem Spannungsaufbau nicht mehr erwehren und habe bestellt. Geliefert wird dann neben dem versiegelten Paket mit dem Flakon eine Probe, so dass man wirklich gefahrlos und in aller Ruhe testen und den Flakon unentgeltlich bei NIchtgefallen zurück schicke kann. Abgerundet wird das Ganze durch eineige Goodies wie einen Tee, einen Duft-Diffusor, und sogar ein kleines Poster von einem Quitten-Stilleben.
Wie ist der Duft denn nun so?
Eine wirklich schöne, authentische Quitte erwartet einen, mit natürlicher Fruchtigkeit jenseits von Ambrox-Bomben a la Erba Pura. Dabei wird vor allem die herbe, erdige Seite der Quitte erkundet, unterstichen durch Zitrusschalen, Patchoui und Eichenmoos, was dem ganzen für meine Nase einen etwas maskulinen Touch gibt. Der Duft bleibt schon im Unisex-Bereich, aber meine Assoziation zu Quitte mit Rose, Rosenholz, Birne wird hier nicht erfüllt. Gewürznoten wie distinktiv wahrnehmbares Piment und Muskat erinnern an herbstliches Gebäck und weihnachtliche Stimmung, als Goumand würde ich den Duft aber nicht einordnen, essbar und süß wirkt er auf mich nicht.
Die Haltbarkeit und Silage sind nicht extrem, düfen sich aber bei der Natürlichkeit des Duftes aber durchaus sehen lassen, auf meiner Haut deutlich über 6 Stunden, und die ersten vier davon mit einer gut wahrnehmbaren, aber nicht Raum greifenden Silage. Ich sehe ihn eher an einem Mann über 35, vielleicht jemand, der Natur genießt, und den Herbst für seine Ruhe liebt.
Ob ich den Duft behalten werde? Nein, ich mag die femininere (rosige, süße) Seite der Quitte lieber. Ob ich Ffern weiter beobachten werde. Aber unbedingt!
Darauf aufmerksam wurde ich über Instagram, weil MillerHarris, denen ich folge, auch Ffern folgen. Neben den Bildern, die für den Herbst 24 meine Lieblings Duft-Frucht Quitte featuren, hat mich das Konzept der Marke neugierig gemacht. 4 mal im Jahr wird ein Batch hergestellt und abgefüllt, und das wars, keine Wiederholungen, was weg ist ist weg.
Wenn man den Duft kaufen will muss man sich auf eine Warteliste eintragen, denn obwohl der

Natürlich konnte ich mich nach diesem Spannungsaufbau nicht mehr erwehren und habe bestellt. Geliefert wird dann neben dem versiegelten Paket mit dem Flakon eine Probe, so dass man wirklich gefahrlos und in aller Ruhe testen und den Flakon unentgeltlich bei NIchtgefallen zurück schicke kann. Abgerundet wird das Ganze durch eineige Goodies wie einen Tee, einen Duft-Diffusor, und sogar ein kleines Poster von einem Quitten-Stilleben.
Wie ist der Duft denn nun so?
Eine wirklich schöne, authentische Quitte erwartet einen, mit natürlicher Fruchtigkeit jenseits von Ambrox-Bomben a la Erba Pura. Dabei wird vor allem die herbe, erdige Seite der Quitte erkundet, unterstichen durch Zitrusschalen, Patchoui und Eichenmoos, was dem ganzen für meine Nase einen etwas maskulinen Touch gibt. Der Duft bleibt schon im Unisex-Bereich, aber meine Assoziation zu Quitte mit Rose, Rosenholz, Birne wird hier nicht erfüllt. Gewürznoten wie distinktiv wahrnehmbares Piment und Muskat erinnern an herbstliches Gebäck und weihnachtliche Stimmung, als Goumand würde ich den Duft aber nicht einordnen, essbar und süß wirkt er auf mich nicht.
Die Haltbarkeit und Silage sind nicht extrem, düfen sich aber bei der Natürlichkeit des Duftes aber durchaus sehen lassen, auf meiner Haut deutlich über 6 Stunden, und die ersten vier davon mit einer gut wahrnehmbaren, aber nicht Raum greifenden Silage. Ich sehe ihn eher an einem Mann über 35, vielleicht jemand, der Natur genießt, und den Herbst für seine Ruhe liebt.
Ob ich den Duft behalten werde? Nein, ich mag die femininere (rosige, süße) Seite der Quitte lieber. Ob ich Ffern weiter beobachten werde. Aber unbedingt!
3 Antworten