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Top Rezension
Mein Blick durchs Schlüsselloch...
in eine fremde Welt. Geheimnisvoll, für meine Nase aussergewöhnlich, verlockend, voller Eleganz und Luxus, aber fast ein bisschen bedrohlich. Ich komme mir vor wie damals, als ich das erste Mal vor einer Chanel-Boutique stand, aber die Schwellenangst mich noch davon abhielt, einzutreten. Bin ich würdig genug für so einen Duft? Oder käme ich mir damit overdressed vor? Zu welcher Gelegenheit könnte ich ihn überhaupt tragen und - gefällt mir das überhaupt?? Fragen über Fragen!
Beim Kennenlernen von Parfum Sacré überfallen mich die Blüten und Gewürze so, dass ich gar nichts von einer mir sonst geläufigen Kopfnote wahrnehme. Was sich hier als Angeruch präsentiert ist mehr, als andere Parfums im gesamten Verlauf zu bieten haben. Allerdings kommen mir diese opulenten Noten etwas trocken und staubig vor. Das ist erst mal etwas seltsam. Hier lässt wieder einmal die in manchen Kommentaren schon beschriebene Theatergarderobe mit ihrem Schminke- und Puder-Hauch grüßen. Sie scheint auch etwas überheizt zu sein, denn der Duft lässt mich etwas nach Luft japsen. Ich wünschte, die Gewürze wären weniger dominant und es gäbe im Auftakt ein paar kühlere, klarere Noten.
Schon wohler fühle ich mich mit dem Abklingen der Kopfnote, denn nun zeigt sich Parfum Sacré sanfter, schmeichelnder und wie ein Foto durch einen Weichzeichner verschwimmen die harten Konturen, bzw. die fast aggressiven Gewürznoten des Auftakts. Die Blüten geben dem Duft nun die Leichtigkeit, die mir erst einmal gefehlt hat. Die arrogante Diva wird nun zugänglicher, aber holzige Noten verhindern, dass es romantisch, kitschig wird.
Das schönste an Parfum Sacré ist für mich die Basis. Noch immer würzig, aber unheimlich weich und "privat", die große Robe wird nicht mehr gebraucht. In diese Basis kann man sich fallen lassen. Jetzt ist das für mich das sprichwörtlich ganz große Kino. Sogar mit Happy-End. Nur wäre ich in dem Film einfach die falsche Besetzung.
Auf meiner Wunschliste wird Parfum Sacré nicht zu finden sein. Aber ich werde gerne ab und zu einen Tropfen genießen und dabei an die Frau denken, aus deren Nachlass mein goldener Mini stammt und zu der dieser Duft wunderbar gepasst hat. Vielleicht hat sie ihn ja vor Jahren beim Kapitäns-Dinner auf der Queen Elizabeth II getragen. Ich begnüge mich mit dem Blick durchs Schlüsselloch.
Beim Kennenlernen von Parfum Sacré überfallen mich die Blüten und Gewürze so, dass ich gar nichts von einer mir sonst geläufigen Kopfnote wahrnehme. Was sich hier als Angeruch präsentiert ist mehr, als andere Parfums im gesamten Verlauf zu bieten haben. Allerdings kommen mir diese opulenten Noten etwas trocken und staubig vor. Das ist erst mal etwas seltsam. Hier lässt wieder einmal die in manchen Kommentaren schon beschriebene Theatergarderobe mit ihrem Schminke- und Puder-Hauch grüßen. Sie scheint auch etwas überheizt zu sein, denn der Duft lässt mich etwas nach Luft japsen. Ich wünschte, die Gewürze wären weniger dominant und es gäbe im Auftakt ein paar kühlere, klarere Noten.
Schon wohler fühle ich mich mit dem Abklingen der Kopfnote, denn nun zeigt sich Parfum Sacré sanfter, schmeichelnder und wie ein Foto durch einen Weichzeichner verschwimmen die harten Konturen, bzw. die fast aggressiven Gewürznoten des Auftakts. Die Blüten geben dem Duft nun die Leichtigkeit, die mir erst einmal gefehlt hat. Die arrogante Diva wird nun zugänglicher, aber holzige Noten verhindern, dass es romantisch, kitschig wird.
Das schönste an Parfum Sacré ist für mich die Basis. Noch immer würzig, aber unheimlich weich und "privat", die große Robe wird nicht mehr gebraucht. In diese Basis kann man sich fallen lassen. Jetzt ist das für mich das sprichwörtlich ganz große Kino. Sogar mit Happy-End. Nur wäre ich in dem Film einfach die falsche Besetzung.
Auf meiner Wunschliste wird Parfum Sacré nicht zu finden sein. Aber ich werde gerne ab und zu einen Tropfen genießen und dabei an die Frau denken, aus deren Nachlass mein goldener Mini stammt und zu der dieser Duft wunderbar gepasst hat. Vielleicht hat sie ihn ja vor Jahren beim Kapitäns-Dinner auf der Queen Elizabeth II getragen. Ich begnüge mich mit dem Blick durchs Schlüsselloch.
7 Antworten


Und eine teure Seife wie sie meine Oma hatte, taucht vor meinem inneren Auge auf.
Mein Duft wird es nicht werden, aber ab und an Zuhause tragen werde ich ihn schon ;-)