Tatsächlich, und nicht gelogen: Nomade ist eine positive Überraschung.
Schon die Kopfnote ist sehr frisch, zitrisch, belebend, untypisch für Chloé-Düfte der letzten Jahre, innovativ. Erinnert an alte Chypres, ohne selbst einer zu sein, bzw. stellt eine neue Interpretation dieses Themas dar: Der Mädchen-Chypre!
Der kleine (süße) Obsteinschlag durch saftige Mirabelle und der unvermeidbare Kuschelfaktor sind ein Zugeständnis an den Mainstream. Man will ja verkaufen und nicht die alten jungen Chloé-Kundinnen verschrecken. Die offensichtliche synthetische Herkunft bringt einen leichten Punktabzug, sonst wäre ich geneigt, ihm 8 oder mehr Punkte zu verpassen.
Aber auch so erfreue ich mich an der retro-Samtigkeit und grünen Haupttendenz.
Nach der superfrischen Kopfnote geht der Duft zunächst in die gourmandige Kuschelrichtung, aber biegt gerade rechtzeitig ab, um cool zu bleiben. Grünlich-säuerlich, holzig-zitrisch und vor allem samtmoosig. Ein Anwärter für die wärmeren Tage, daher ist Name und Präsentation durchaus passend gewählt.
Er bleibt auch eine Weile, weitere positive Neuerung.
Edeltrend.
Ich war auf diese Neuerscheinung auch sehr gespannt, da sich die Noten sehr gut lasen. Leider duftet es auf meiner Haut nach Rasierwasser, dabei hätte ich den so gerne gemocht!;( Gut finde ich die Idee, mal nichts pappsüßes zu releasen.
Ich finde, er ähnelt Poudree von Narciso Rodriguez etwas...