Borabora Giardini di Toscana 2023
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Top Rezension
Südseezauber im Flakon
Bora Bora ist eine 30 km2 kleine Insel im Südpazifik (Bildungsmodus wieder off ;), und auch wenn vermutlich die meisten von uns noch nicht das persönliche Vergnügen hatten, sind uns allen die bezaubernden Bilder von türkisfarbenen Lagunen, malerisch gewachsenen Kokospalmen an weißen Sandstränden, das Ganze umgeben von satter grüner Vegetation als kitschiger Inbegriff eines tropischen Urlaubsparadieses vertraut.
Meine Duftreise zu Giardini di Toscana’s Borbabora hat mich über meine mich regelmäßig im Frühsommer ereilende Sehnsucht nach einem schönen Kokosduft geführt.
Gleich vorweg, dieser Wunsch nach dem typisch süß-cremigen Raphaelo-Kokosduft wird mit Borabora nicht erfüllt. Und wenn wir schon dabei sind, es ist auch kein Duft, der das Thema “authentische Sonnencreme” aufnimmt wie beispielsweise Nivea Sun oder 19 Louanges Profanes, ich habe auch keine Assoziation zum eher tuberosigen Soleil Blanc und es ist kein Pinacoladaduft, wie wir ihn in Virgin Island Water finden.
Mir fällt eigentlich gar kein anderer Duft ein, der wirklich ganz ähnlich wäre. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb ich zu Beginn ein bisschen "gefremdelt" und mich fast etwas überrumpelt gefühlt habe. So als ob ich gerade auf der Insel angekommen bin, und bevor ich mich noch umschauen und orientieren kann, sogleich in traditioneller Manier überschwänglich eine Kette aus frisch geknüpften tropischen Blüten umgehängt bekomme.
Nun also zum Duft:
Er startet wie bereits bildlich angedeutet mit einer großartigen Ladung exotischer Blüten plus einem Hauch Aprikose. Obwohl die Blüten wirklich üppig sind, sind sie zum Glück dennoch nicht schwülstig. Es wird hier in der genau richtigen Dosierung gearbeitet und es riecht an keiner Stelle synthetisch oder überladen. Es ist eher eine warm-weiche natürlich duftende Blütenwolke, in die man gehüllt wird.
Die Aprikose kann ich zunächst eher nur direkt an der aufgesprühten Stelle erschnüffeln. Dafür spielt sie sich aber in der weiteren Duftentwicklung immer wieder in den Vordergrund und diese süße reife Aprikose, die mir dann um die Nase weht, ist wirklich zum Niederknien schön.
Kokos nehme ich einerseits im Laufe der Entwicklung als milchige Creme wahr, andererseits weht mir immer wieder eine nussige, leicht würzige Note um die Nase.
Im Drydown gesellt sich noch eine leicht karamell-gourmandige Facette dazu, die der in Bianco Latte, allerdings in wesentlich abgeschwächter Form, ähnelt.
Ich finde, dass das Thema Südseeinsel hier wirklich perfekt umgesetzt wurde. Es ist schon eine Kunst, so unterschiedliche Duftaspekte wie tropische Blüten, fruchtige, nussige, cremige und gourmandige Noten in solch einer ausgewogenen und harmonisch-weichen Weise zu verbinden.
Im weiteren Duftverlauf wechseln sich diese einzelnen Noten immer wieder ab, gehen ineinander über, vermischen sich zu immer neuen Kompositionen, so dass es wirklich spannend bleibt und es auf dieser Insel immer wieder “Neues zu entdecken” gibt.
Diese Noten wieder in ein malerisches Bild umzusetzen überlasse ich gerne Eurer Fantasie.
Eventuell spürt man in diesem Fall tatsächlich auch, dass das traditionelle in der Toskana ansässige Familienunternehmen Giardini di Toscana auf hochwertige, biologisch und ökologisch nachhaltige Inhaltsstoffe setzt. Sie nennen das bezeichnenderweise “Ökoluxus”.
Fazit:
Borabora vermittelt wahrlich Südseevibes, Leichtigkeit voller bunter Blüten und cremig-fruchtiger, dezent süßer Eleganz, und das in einer spannenden und changierenden Mischung. Ich empfehle, dem Duft ganz entspannt ein bisschen Zeit zu geben, die Duftinsel sozusagen in neugieriger Gelassenheit zu erkunden und die Kulisse der unterschiedlichen Duftfacetten und deren Zusammenspiel in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Der Urlaub aus dem Flakon übt seinen Zauber einige Stunden in gut wahrnehmbarer Form aus.
Und nachdem ich sehr wahrscheinlich auch heuer nicht auf diese traumhafte Insel kommen werde, ist die "Insel im Flakon" nun am Weg zu mir. Aloha.
Meine Duftreise zu Giardini di Toscana’s Borbabora hat mich über meine mich regelmäßig im Frühsommer ereilende Sehnsucht nach einem schönen Kokosduft geführt.
Gleich vorweg, dieser Wunsch nach dem typisch süß-cremigen Raphaelo-Kokosduft wird mit Borabora nicht erfüllt. Und wenn wir schon dabei sind, es ist auch kein Duft, der das Thema “authentische Sonnencreme” aufnimmt wie beispielsweise Nivea Sun oder 19 Louanges Profanes, ich habe auch keine Assoziation zum eher tuberosigen Soleil Blanc und es ist kein Pinacoladaduft, wie wir ihn in Virgin Island Water finden.
Mir fällt eigentlich gar kein anderer Duft ein, der wirklich ganz ähnlich wäre. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb ich zu Beginn ein bisschen "gefremdelt" und mich fast etwas überrumpelt gefühlt habe. So als ob ich gerade auf der Insel angekommen bin, und bevor ich mich noch umschauen und orientieren kann, sogleich in traditioneller Manier überschwänglich eine Kette aus frisch geknüpften tropischen Blüten umgehängt bekomme.
Nun also zum Duft:
Er startet wie bereits bildlich angedeutet mit einer großartigen Ladung exotischer Blüten plus einem Hauch Aprikose. Obwohl die Blüten wirklich üppig sind, sind sie zum Glück dennoch nicht schwülstig. Es wird hier in der genau richtigen Dosierung gearbeitet und es riecht an keiner Stelle synthetisch oder überladen. Es ist eher eine warm-weiche natürlich duftende Blütenwolke, in die man gehüllt wird.
Die Aprikose kann ich zunächst eher nur direkt an der aufgesprühten Stelle erschnüffeln. Dafür spielt sie sich aber in der weiteren Duftentwicklung immer wieder in den Vordergrund und diese süße reife Aprikose, die mir dann um die Nase weht, ist wirklich zum Niederknien schön.
Kokos nehme ich einerseits im Laufe der Entwicklung als milchige Creme wahr, andererseits weht mir immer wieder eine nussige, leicht würzige Note um die Nase.
Im Drydown gesellt sich noch eine leicht karamell-gourmandige Facette dazu, die der in Bianco Latte, allerdings in wesentlich abgeschwächter Form, ähnelt.
Ich finde, dass das Thema Südseeinsel hier wirklich perfekt umgesetzt wurde. Es ist schon eine Kunst, so unterschiedliche Duftaspekte wie tropische Blüten, fruchtige, nussige, cremige und gourmandige Noten in solch einer ausgewogenen und harmonisch-weichen Weise zu verbinden.
Im weiteren Duftverlauf wechseln sich diese einzelnen Noten immer wieder ab, gehen ineinander über, vermischen sich zu immer neuen Kompositionen, so dass es wirklich spannend bleibt und es auf dieser Insel immer wieder “Neues zu entdecken” gibt.
Diese Noten wieder in ein malerisches Bild umzusetzen überlasse ich gerne Eurer Fantasie.
Eventuell spürt man in diesem Fall tatsächlich auch, dass das traditionelle in der Toskana ansässige Familienunternehmen Giardini di Toscana auf hochwertige, biologisch und ökologisch nachhaltige Inhaltsstoffe setzt. Sie nennen das bezeichnenderweise “Ökoluxus”.
Fazit:
Borabora vermittelt wahrlich Südseevibes, Leichtigkeit voller bunter Blüten und cremig-fruchtiger, dezent süßer Eleganz, und das in einer spannenden und changierenden Mischung. Ich empfehle, dem Duft ganz entspannt ein bisschen Zeit zu geben, die Duftinsel sozusagen in neugieriger Gelassenheit zu erkunden und die Kulisse der unterschiedlichen Duftfacetten und deren Zusammenspiel in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Der Urlaub aus dem Flakon übt seinen Zauber einige Stunden in gut wahrnehmbarer Form aus.
Und nachdem ich sehr wahrscheinlich auch heuer nicht auf diese traumhafte Insel kommen werde, ist die "Insel im Flakon" nun am Weg zu mir. Aloha.
8 Antworten
Despi vor 2 Jahren
1
pokal dafür, dass du diese treffenden worte gefunden hast, die ich nicht zu formulieren vermag. danke! ich bin absolut bei dir und liebe meinen flakon!
Pollita vor 3 Jahren
Das ist eine ganz großartige Duftbeschreibung. Mir geht es allerdings ähnlich wie auch Floyd. Kokos auf der Haut habe ich nicht so gerne. Lieber pur oder im Cocktail, zum trinken :)
CoraKirsch vor 3 Jahren
Du hast ja so Recht!! Ich habe - in einem Anfall von Überarbeitung und geistiger Umnachtung - diesen Duft blind gekauft (obwohl ich mir wirklich geschworen hatte, nichts mehr blind zu kaufen, weil bisher ALLES ein Flop war, was auf diese Weise zu mir gekommen ist). Und heute ist er angekommen. Ich liebe ihn!!! Alles, was Du schreibst, stimmt ganz genau.
CoraKirsch vor 3 Jahren
Nachtrag: Hoffentlich reift er ähnlich gut nach wie Bianco Latte. So frisch gekauft ist er mir noch zu leise...
Floyd vor 3 Jahren
Kokos trinke ich gerne am Strand, direkt aus der Nuss. Auf der Haut hab ich sie nicht so gern. Toll beschrieben aber wieder.
Gandix vor 3 Jahren
1
Kokosdüfte kann ich an mir nicht haben, aber die Aprikose nehme ich. Ganz tolle Rezension, und gratuliere zum Duft.
Escada1970 vor 3 Jahren
Da kommt Urlaubsstimmung auf 🌴
HansiBuchem vor 3 Jahren
Da hat das Lesen Spaß gemacht.... ❤️

