Alle Nasen riechen Dill, wenn dein starker Arm es will
Nicht dass ich wirklich annahm, dieser Pesthauch der Steakgewürze könne irgendwie in mein Interessensgebiet fallen, aber nachdem ich von den frischen Villoresis wie "Dilmun", "Wild Lavender" oder "Acqua di Colonia" sehr angetan war, dachte ich (zugegebenermaßen etwas verfrüht), dass ich mich ausnahmsweise mal mit einem Nischenlabel anfreunden könnte, trotzte allen von Igraines gutgemeinten Warnungen und wollte mehr.
Dabei begann der Niedergang des Hauses Villoresi für mich schon mit dem süßgrünen "Yerbamate", und auch die Weihrauchorgie "Incensi" vermochte mich nicht vom Hocker zu reißen, doch richtig schwierig wurde's erst mit dem schwarzen Pfeffer und seinen Verbündeten, die ich bis dato eher Johann Lafers Einkaufszettel als einer Duftpyramide zugeordnet hätte. Und selbst im Küchenbetrieb würden mir Fenchel, Anis, Dill oder gar dunkle Schokolade keine Freude bereiten. Ich weiß, Banause is my middle name, aber Hustenbonbons und Spreewaldgurken zum Kakao sind nicht gerade mein olfaktorisches Dreamteam. Nix für ungut Lou, dann bleibt der BH eben zu.