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Top Rezension
Zu diesen 'Upper Ten' möchte ich nicht gehören ...
Oh ja, wer möchte nicht dazu gehören, zu den ‚oberen Zehntausend’, zur ‚High Society’, oder wie meine Großmutter sagte: zur ‚Hautevolee’?!
Ehrlich gesagt, möchte ich nicht - oder nur ganz selten.
Dann aber würde ich mich ganz bestimmt nicht mit ‚Upper Ten’ beduften.
Es ist schon seltsam: da lanciert Lubin eine durchweg gelungene Reihe namens ‚Les Talismania’, beginnend mit ‚Idole de Lubin’, über ‚Korrigan’, ‚Akkad’ bis ‚Galaad’ – alles charakterstarke und ungewöhnliche orientalische Düfte – und schiebt dann einige Jahre später einen ‚Sauvage’/’Bleu de Chanel’-Klon hinterher, der weder in die Reihe passt, noch das Niveau seiner Vorgänger auch nur ansatzweise erreicht.
Dabei war es erneut, wie bei dem äußerst gelungenen ‚Korrigan’, das Team Thomas Fontaine/Gilles Thévenin, das diesen Duft entwickelte.
Und dass Thomas Fontaine großartige Düfte kreieren kann, das hat er zu Genüge bewiesen. Leider aber auch weniger großartige, wie beispielsweise das neue, ausgesprochen verzagte ‚Patou pour Homme’.
Auch ‚Upper Ten’ ist verzagt, und wie.
Keine Spur von Innovation, kein Mut zum Besonderen, kein Drang nach Individualität.
Ausgerechnet jene willensstarke Pioniere, die Amerika aufbauten und die man später die ‚Upper Ten’ nannte, ausgerechnet diese wackeren Männer und Frauen dienten als Inspirationsquelle für diesen Duft?
O-Ton Lubin: „Ohne Angst vor Hindernissen lebten sie jeden Augenblick ihres Lebens, als sei er der letzte.“
Mit ‚Upper Ten’?
Kaum zu glauben.
Lubins Duft versetzt mich olfaktorisch viel eher in eine x-beliebige Herrendusche eines Fitness-Centers, in der es tagein-tagaus nach derselben ‚For Men’-Duschgel-Melange riecht.
Nicht, dass das unbedingt schlecht sein muss. Das kann man mögen. Aber mein Fall ist es nicht.
Es ist ein bisschen so, als würde man alle Bilder der schönsten Gesichter übereinanderlegen, um das allerschönste zu finden, das Destillat alles Schönen sozusagen, nur um schließlich festzustellen, dass das allerlangweiligste dabei herausgekommen ist.
So geht es mir mit ‚Upper Ten’.
Natürlich ist der Duft gut gemacht! Er duftet schön würzig-pfeffrig, hat ein paar fruchtige Nuancen zu bieten, nebst modischem Ambroxan-Abgang, hat Ausdauer und gut austarierte Projektion.
Doch soweit, so gähn, so schnarch....
Seltsam auch, dass Luca Turin diesen Duft so preist. Ich kann ihm da nicht ganz folgen. Ähnlich wie vor Jahren bei seiner Hymne auf ‚Beyond Paradise for Men’ habe ich das Gefühl, dass ich an einem völlig anderen Duft schnuppere als er.
Aber gut, Geschmäcker sind verschieden.
Frei nach Wowi: ‚Und das ist auch gut so!’
Ehrlich gesagt, möchte ich nicht - oder nur ganz selten.
Dann aber würde ich mich ganz bestimmt nicht mit ‚Upper Ten’ beduften.
Es ist schon seltsam: da lanciert Lubin eine durchweg gelungene Reihe namens ‚Les Talismania’, beginnend mit ‚Idole de Lubin’, über ‚Korrigan’, ‚Akkad’ bis ‚Galaad’ – alles charakterstarke und ungewöhnliche orientalische Düfte – und schiebt dann einige Jahre später einen ‚Sauvage’/’Bleu de Chanel’-Klon hinterher, der weder in die Reihe passt, noch das Niveau seiner Vorgänger auch nur ansatzweise erreicht.
Dabei war es erneut, wie bei dem äußerst gelungenen ‚Korrigan’, das Team Thomas Fontaine/Gilles Thévenin, das diesen Duft entwickelte.
Und dass Thomas Fontaine großartige Düfte kreieren kann, das hat er zu Genüge bewiesen. Leider aber auch weniger großartige, wie beispielsweise das neue, ausgesprochen verzagte ‚Patou pour Homme’.
Auch ‚Upper Ten’ ist verzagt, und wie.
Keine Spur von Innovation, kein Mut zum Besonderen, kein Drang nach Individualität.
Ausgerechnet jene willensstarke Pioniere, die Amerika aufbauten und die man später die ‚Upper Ten’ nannte, ausgerechnet diese wackeren Männer und Frauen dienten als Inspirationsquelle für diesen Duft?
O-Ton Lubin: „Ohne Angst vor Hindernissen lebten sie jeden Augenblick ihres Lebens, als sei er der letzte.“
Mit ‚Upper Ten’?
Kaum zu glauben.
Lubins Duft versetzt mich olfaktorisch viel eher in eine x-beliebige Herrendusche eines Fitness-Centers, in der es tagein-tagaus nach derselben ‚For Men’-Duschgel-Melange riecht.
Nicht, dass das unbedingt schlecht sein muss. Das kann man mögen. Aber mein Fall ist es nicht.
Es ist ein bisschen so, als würde man alle Bilder der schönsten Gesichter übereinanderlegen, um das allerschönste zu finden, das Destillat alles Schönen sozusagen, nur um schließlich festzustellen, dass das allerlangweiligste dabei herausgekommen ist.
So geht es mir mit ‚Upper Ten’.
Natürlich ist der Duft gut gemacht! Er duftet schön würzig-pfeffrig, hat ein paar fruchtige Nuancen zu bieten, nebst modischem Ambroxan-Abgang, hat Ausdauer und gut austarierte Projektion.
Doch soweit, so gähn, so schnarch....
Seltsam auch, dass Luca Turin diesen Duft so preist. Ich kann ihm da nicht ganz folgen. Ähnlich wie vor Jahren bei seiner Hymne auf ‚Beyond Paradise for Men’ habe ich das Gefühl, dass ich an einem völlig anderen Duft schnuppere als er.
Aber gut, Geschmäcker sind verschieden.
Frei nach Wowi: ‚Und das ist auch gut so!’
9 Antworten


Manchmal aber schnuppere ich an dem einen oder anderen Duschgel, einfach so, meinem Interesse an Düften folgend.
Daher meine Duschgel-Assoziation.