Eines gleich vorweg. Ich liiiiebe Veilchen. Diese kleinen, scheinbar zarten Pflänzchen, die ein durchsetzungsfähiges vernetztes Wurzelsystem haben, sich auch ungünstiger Witterung widersetzen, fast keine Pflege benötigen und dabei – wie im Falle von Viola Oderata – auch noch gut duften.
Bei Letzterem gibt es ein kleines anosmisches Problem meinerseits: den Veilchenduft in meinem Garten nehme ich kaum wahr. Da muss die zarte Blüte schon fast in meiner Nase platziert worden sein oder – noch besser – in meinem Mund. Auch wenn es schade um die kleinen Blüten ist, ich esse diese sehr gern.
Lecker, aromatisch und würzig.
Genau das was ich beim genussvollen Zerkauen einer Veilchenblüte erlebe, empfinde ich nach dem Aufsprühen von Violetta: Veilchen, Veilchen und nochmals Veilchen. Grün, etwas herb, würzig, frisch und blumig.
Für mich ist es ein wunderbar typisches, englisches Eau de Toilette. Da verzeihe ich auch eine kurze Haltbarkeit.
Wem „Violetta“ von Penhaligon’s zu grün/frisch ist, dem empfehle ich Annick Goutal – Les Soliflores – „La Violette“. Dieser ist etwas lieblicher. Eher wie ein kandiertes Veilchen. Für mich aber weniger authentisch.
Ich habe einen Rest Violette von Melvita, nicht gelistet, total authentischer Veilchenduft, gibt's nicht mehr. Veilchen haben wenig Sillage, weil's noch sehr kalt ist wenn sie blühen. Sie duften jedes Jahr anders, V-Duft ist aus Veilchenwurzelextrakt.