Diesen Kommentar widme ich einer lieben Parfuma, die mich an diesem Duft teilhaben ließ. Danke liebe Walti. So langsam kriegst Du mich :)
Zum Duft: Rosa Moceniga startet weniger frisch, als ich es erwartet hätte. Ok die meisten Blumendüfte zeigen als erstes zitrisch-frische Noten. Aber hier meine ich zusätzlich die zarte Süße von Orangenblüten zu vernehmen. Der Duft hat gleich zu Beginn etwas fruchtig-saftiges, das ihn so unglaublich attraktiv und nasengängig macht.
Obwohl ich den Geruch von Johannisbeeren, deren Blättern und vor allem den herbfruchtigen Duft des jungen Holzes liebe (und insgeheim darauf spekuliert habe) bleibt gerade dieser meiner Nase verborgen. Rosa M. bleibt aber vornehm im Blütensektor und rutscht nicht ins Gourmandige ab.
Die Königin aller Blumen ist hier von kräftigerer Statur. Da gibt es weitaus zerbrechlichere Rosendüfte. Zunehmend gestärt durch Vanille und Amber entwickelt sich das Parfum mit linearer Konstanz zu einem warmen, vornehm – ja beinah historisch wirkenden – leicht gesüßten Rosenzauber. Das klinisch Reine, Unschuldige in vielen Rosendüften tritt hier weniger zu Tage und ich komme mit Rosa Moceniga deutlich besser klar, als mit anderen Vertretern dieser Gattung.
Die Haltbarkeit: 9 Stunden und länger. Beachtliche Leistung
Der Duftschweif: Zwei Spritzer reichen für mich aus. Die Sillage ist im mittleren bis oberen Bereich und der Duft aus einem Meter Entfernung noch sehr gut wahrnehmbar. (Partnertest) Aufgrund seiner ausgesprochenen Alltagstauglichkeit sicher auch in höherer Dosierung ein Genuss.
Fazit: Ein femininer Begleiter, unaufgeregt, zugänglich und aufgrund seiner Noblesse und Dezenz für die alltägliche Benutzung prädestiniert. Und obwohl nicht mein Beuteschema stielt er sich so langsam in mein Herz.
Für mich ist das auch ein Rosenduft, mit dem ich ungewohnt gut klarkomme.;-) Hätte das nie gedacht, da Rosendüfte eigentlich auch nicht zu meinem Beutschema gehören, genau wie bei dir.