Ich hätte diesen weniger als guten Myrrhe-Duft bezeichnet. Die Leder-Myrrhe-Benzoe-Kombi ist sehr gefällig und schafft es gerade noch so, nicht an der Designertür zu kratzen.
Ich hätte mir kürzlich in Paris beinahe „Soie Malaquais“ wegen des traumhaften Flakon gekauft. Hätte mich der Duft nur ein kleines bisschen mehr überzeugt. Aber ich mochte ihn.
Das klingt ziemlich wunderbar. Da ignoriere ich sogar Straußenlederhandschuhe ;) Es muss ja nicht immer rocken, die kleinen simplen Freuden der Komfortzone sind nicht zu unterschätzen.
* Dass mein herzallerliebstes Modehaus schöne, aber keine bahnbrechenden Düfte macht: ernüchternd. Hohe Erwartungen vielleicht? Nach dem zweiten, dritten Test offenbaren sich kleine Schätze, „Rock the Myrrh“ inklusive. Gerockt wird hier nichts. Weich ist das Leder, minimal pfeffrig, erinnert mich an den Duft meiner Handschuhe aus Straussenleder vor sehr langer Zeit (dürfte man heute sowas noch tragen?). Am liebsten würde ich mich hineinlegen & darin versinken, auf einer Lederfeder in Richtung Myrrhe gleitend. Patchouli darf die zweite Stimme singen und schafft den kleinen Kontrast in der harzigen Landschaft. Diese wird von Labdanum noch weicher gezeichnet, welches mit dem Leder leidenschaftliche Küsse austauscht. Die zugeworfenen Küsse landen in Benzoe, natürlich balsamisch-süss & gerade noch hinter meiner gezogenen Landesgrenze zu Gourmand operierend. Das ist so simpel. Und so ergreifend. Meine Ratio macht Pause, ich lasse mich fallen & warte warm eingehüllt auf die Sonnenwende.
Dein state hat mein Interesse geweckt