
Mairuwa
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Mairuwa
Hilfreiche Rezension
8
Vom lichten Nadelwald in balsamische Gefilde
Nachdem ich inzwischen einige der Düfte von Dawn Stewart kennenlernen durfte, habe ich eine durchaus hohe Meinung von dem Haus „Organic Perfume Girl“ und seiner Parfümeurin, dem Organic Perfume Girl selbst, gewissermaßen. Aus hochwertigen, natürlichen Rohstoffen und oftmals unter Verwendung von selbst handgefertigten Tinkturen werden hier die unterschiedlichsten, oft durch große Authentizität überzeugenden, Konzeptdüfte umgesetzt. Da gibt es beispielsweise eine minimalistische aber beinahe naturalistische Impression von „Big Red“-Zimtkaugummi (Cinnamon Girl) und eine ähnlich überzeugende Interpretation von Kretek-Zigaretten (Clove Cigarette Perfume ). Auch der dunke Tobacco Vanilla Rose ist sehr stimmungsvoll und hat mich auf seine Weise überzeugt. Besonders gut gefallen mir aber einige der harzigen und waldigen Düfte aus dem Haus, insbesondere Primal Forest Entsprechend groß war meine Neugier auf „Woodland“.
Ein heller, strahlender Auftakt. Wenn der Duft einen Wald heraufbeschwören soll, wie der Name es nahelegt, dann einen lichten, vom morgendlichen Frühlingsregen erfrischten. Zitrisch-harzig würde ich das nennen, doch da keine Hesperiden gelistet sind, wird wohl das hell Nadelharzige der Weißtanne dahinter stecken. Die ambrierte Basis schwingt im Hintergrund schon mit und steuert eine gewisse Wärme bei. Zugegeben habe ich bei dem Namen zunächst etwas Tieferes, Dunkleres erwartet, aber das, was hier statt dessen geboten wird, gefällt mir schon recht gut. Der Dufteindruck ändert sich dann allerdings relativ schnell. Das Hellharzige verflüchtigt sich bald und mit ihm leider auch der erste, kurz aufblitzende Eindruck des frisch gewaschenen Waldes. Statt dessen wird die zunehmend balsamische, leicht süßlich-harzige Ambernote dominant und der Duft lässt tatsächlich nicht mehr so sehr an Wald denken, sondern vielmehr an Holz, und auch da weniger an frisches Holz, sondern eher an längst verarbeitetes, vielleicht sogar noch eher an die Pflegemittel, denen antike Möbel ihren Glanz und ihren speziellen Duft verdanken. In dieser Hinsicht stellt sich eine gewisse, wenn auch eher flüchtige Ähnlichkeit zu einem anderen Duft des Hauses ein, Ancient Woods , bei dem dieses olfaktorische Bild, wenn auch in deutlich dunkleren Farben gemalt, noch deutlicher präsenter ist. Es ist, wie gesagt nur eine Richtung, eine Nähe von Assoziationen, niemals eine wirkliche Übereinstimmung.
Obwohl ich aufgrund des Namens auf mehr Wald gehofft hatte, sagt mir doch auch der zweite Teil des Duftverlaufs durchaus zu. Die balsamische Süße wird noch von genug hellem Harz erfrischt, so dass der wirklich überzeugende Auftakt als Spur zu erahnen bleibt und den Duft als Idee weiter begleitet. Auch wenn der Weg eher aus dem Wald hinaus führt, so führt er doch in sehr angenehme, balsamische Gefilde.
Dank für die Testmöglichkeit geht an @BeJot.
Ein heller, strahlender Auftakt. Wenn der Duft einen Wald heraufbeschwören soll, wie der Name es nahelegt, dann einen lichten, vom morgendlichen Frühlingsregen erfrischten. Zitrisch-harzig würde ich das nennen, doch da keine Hesperiden gelistet sind, wird wohl das hell Nadelharzige der Weißtanne dahinter stecken. Die ambrierte Basis schwingt im Hintergrund schon mit und steuert eine gewisse Wärme bei. Zugegeben habe ich bei dem Namen zunächst etwas Tieferes, Dunkleres erwartet, aber das, was hier statt dessen geboten wird, gefällt mir schon recht gut. Der Dufteindruck ändert sich dann allerdings relativ schnell. Das Hellharzige verflüchtigt sich bald und mit ihm leider auch der erste, kurz aufblitzende Eindruck des frisch gewaschenen Waldes. Statt dessen wird die zunehmend balsamische, leicht süßlich-harzige Ambernote dominant und der Duft lässt tatsächlich nicht mehr so sehr an Wald denken, sondern vielmehr an Holz, und auch da weniger an frisches Holz, sondern eher an längst verarbeitetes, vielleicht sogar noch eher an die Pflegemittel, denen antike Möbel ihren Glanz und ihren speziellen Duft verdanken. In dieser Hinsicht stellt sich eine gewisse, wenn auch eher flüchtige Ähnlichkeit zu einem anderen Duft des Hauses ein, Ancient Woods , bei dem dieses olfaktorische Bild, wenn auch in deutlich dunkleren Farben gemalt, noch deutlicher präsenter ist. Es ist, wie gesagt nur eine Richtung, eine Nähe von Assoziationen, niemals eine wirkliche Übereinstimmung.
Obwohl ich aufgrund des Namens auf mehr Wald gehofft hatte, sagt mir doch auch der zweite Teil des Duftverlaufs durchaus zu. Die balsamische Süße wird noch von genug hellem Harz erfrischt, so dass der wirklich überzeugende Auftakt als Spur zu erahnen bleibt und den Duft als Idee weiter begleitet. Auch wenn der Weg eher aus dem Wald hinaus führt, so führt er doch in sehr angenehme, balsamische Gefilde.
Dank für die Testmöglichkeit geht an @BeJot.
Aktualisiert am 15.02.2026 - 10:41 Uhr
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