MinigolfIch denke mal, es liegt an den doch beträchtlichen Unterschieden zischen Geschmacks- und Geruchssinn. Zum Schmecken braucht man zwar die Nase- wenn man sich diese zuhält, schmeckt alles fad und man könnte auch Papier essen...
Doch beim eigentlichen Riechen werden alle "flüchtigen" Aromen wahrgenommen, also alles, was eine Frucht, ein Gewürz, etc. oder ein Parfum ausdünstet. Beim eigentlichen Schmecken spielen die Geschmacksknospen auf der Zunge eine große Rolle, die nach und nach ALLE Geschmacksstoffe offenbaren. Da kann dann was dabei sein, das eben nicht schmeckt. Beim Duft allein jedoch keine Störung darstellt...
Beispiel von mir: Kümmel rieche ich sehr gerne, ebenso Fenchel- auch in Düften. Auf den Körnern kauen mag ich jedoch nicht, weil dann das "Strenge" und Bittere mitschwingt... das die Nase selber nicht wahrnimmt...
Tatsächlich schmecken wir über die Zunge ja nur 5 klassische grobe Geschmackseinteilungen, ansonsten nur Beschaffenheit, Viskosität etc.
Und ich glaube auch, dass das einer der Gründe für dieses Phänomen ist, warum ein und dasselbe Aroma übers Riechen von außen und übers Schmecken von innen unterschiedlich wahrgenommen und bewertet wird.
Fürs feinere Schmecken brauchen wir jedoch die Nase (Schmecken und Riechen gelten m.E. als ein Sinn), um die feineren nouancierteren Geschmacksnoten beim Essen erkennen zu können, nur dass die verantwortlichen Aromen eben von innen über den Rachen an die Riechzellen gelangen statt von außen über die Nase.
Dieser veränderte Weg auf dem die Moleküle zu den Riechzellen gelangen könnte auch einen Unterschied machen... Wir nehmen ja aufgrund der Knochenleitung auch unsere eigene Stimme anders wahr, als wenn wir sie auf "Band" aufgenommen hören, um mal eine Analogie zu einem anderen Sinnesorgan zu ziehen.