Brudintense
Rezensionen
Detailliert
Brudintense vor 1 Monat
Sommer für im Winter.
Marzocco ist für mich einfach ein Gute-Laune-Duft und das ausgerechnet im Winter. An grauen, schweren Tagen reicht ein Sprüher, und ich fühle mich direkt leichter. Irgendwas an diesem Duft gibt mir das Gefühl, getragen zu werden, wie ein stiller Begleiter, der sagt: „Komm, wir machen das heute gemeinsam.“
Was ich besonders mag, ist diese schöne Jasmin-Note. Sie ist nicht aufdringlich oder feminin, sondern einfach angenehm, wie ein Zeichen, dass auch Männer florale Noten tragen dürfen, ohne dass es komisch wirkt. Die Frische von der Orange und diese cremige, weiche Art machen den Duft rund und richtig angenehm zu tragen.
Natürlich muss man sagen, dass die Haltbarkeit nicht über drei Stunden hinausgeht. Aber ganz ehrlich, für meine Zwecke reicht das vollkommen. Es geht nicht darum, ewig zu projizieren, sondern um das gute Gefühl, das er auslöst.
Man riecht die Qualität, und genau das zählt für mich. Ein Duft, der leise aber ehrlich wirkt.
Was ich besonders mag, ist diese schöne Jasmin-Note. Sie ist nicht aufdringlich oder feminin, sondern einfach angenehm, wie ein Zeichen, dass auch Männer florale Noten tragen dürfen, ohne dass es komisch wirkt. Die Frische von der Orange und diese cremige, weiche Art machen den Duft rund und richtig angenehm zu tragen.
Natürlich muss man sagen, dass die Haltbarkeit nicht über drei Stunden hinausgeht. Aber ganz ehrlich, für meine Zwecke reicht das vollkommen. Es geht nicht darum, ewig zu projizieren, sondern um das gute Gefühl, das er auslöst.
Man riecht die Qualität, und genau das zählt für mich. Ein Duft, der leise aber ehrlich wirkt.
Herod – Mein Sommergeheimnis
Manchmal gibt es diese Düfte, bei denen man merkt, dass sie etwas mit einem machen, was man nicht in Worte packen kann. Herod ist für mich genau so ein Duft.
Alle Welt sagt, er ist ein schwerer Winterbegleiter. Ein Duft für kalte Abende, schwere Mäntel, dichte Räume. Aber ich empfinde es ganz anders. Für mich ist Herod im Sommer – leicht aufgesprüht – ein wunderbarer All-Day-Scent, der wie ein weicher Schatten mitläuft.
Schon beim ersten Sprühen entfaltet er diesen geheimnisvollen, warmen Schleier. Die Tabaknote ist nicht laut oder drückend – sie ist eher wie ein leises Versprechen, ein Hauch von Mystic, das man nicht ganz fassen kann. Ein Duft, der Geschichte andeutet.
Und dann, wenn er sich nach einigen Stunden gesetzt hat, kommt diese Vanille, die fast körperlich wird. Sie legt sich über alles wie eine warme, sanfte Decke. Auf einmal verliert der Duft jede Schärfe, wird weich, rund und vertraut – wie etwas, das schon immer da war. Es ist magisch. Kein Gedanke mehr an Kategorien oder Empfehlungen, nur noch dieses Gefühl von wohliger Geborgenheit.
Es gibt Düfte, die tragen dich durch den Tag, ohne dass du es merkst. Herod ist anders. Er erinnert dich immer wieder daran, dass er da ist. Mal in einer feinen Welle von rauchiger Süße, mal in diesem ganz speziellen Moment, wenn du deine Haut berührst und unwillkürlich wieder an ihm riechst.
Er hat etwas Intimes, fast Sinnliches, das ich in kaum einem anderen Parfum gefunden habe. Ein stilles Feuer, das nicht ausgeht. Ein Duft, der viele warme Gefühle weckt – Vertrautheit, Sehnsucht, ein bisschen Stolz.
Und genau deswegen trage ich ihn auch im Sommer. Leicht dosiert, fast nur für mich. Weil es sich gut anfühlt, wenn ein Duft so viel mehr ist als eine saisonale Empfehlung und er einfach dein Begleiter wird. Ganz selbstverständlich.
Alle Welt sagt, er ist ein schwerer Winterbegleiter. Ein Duft für kalte Abende, schwere Mäntel, dichte Räume. Aber ich empfinde es ganz anders. Für mich ist Herod im Sommer – leicht aufgesprüht – ein wunderbarer All-Day-Scent, der wie ein weicher Schatten mitläuft.
Schon beim ersten Sprühen entfaltet er diesen geheimnisvollen, warmen Schleier. Die Tabaknote ist nicht laut oder drückend – sie ist eher wie ein leises Versprechen, ein Hauch von Mystic, das man nicht ganz fassen kann. Ein Duft, der Geschichte andeutet.
Und dann, wenn er sich nach einigen Stunden gesetzt hat, kommt diese Vanille, die fast körperlich wird. Sie legt sich über alles wie eine warme, sanfte Decke. Auf einmal verliert der Duft jede Schärfe, wird weich, rund und vertraut – wie etwas, das schon immer da war. Es ist magisch. Kein Gedanke mehr an Kategorien oder Empfehlungen, nur noch dieses Gefühl von wohliger Geborgenheit.
Es gibt Düfte, die tragen dich durch den Tag, ohne dass du es merkst. Herod ist anders. Er erinnert dich immer wieder daran, dass er da ist. Mal in einer feinen Welle von rauchiger Süße, mal in diesem ganz speziellen Moment, wenn du deine Haut berührst und unwillkürlich wieder an ihm riechst.
Er hat etwas Intimes, fast Sinnliches, das ich in kaum einem anderen Parfum gefunden habe. Ein stilles Feuer, das nicht ausgeht. Ein Duft, der viele warme Gefühle weckt – Vertrautheit, Sehnsucht, ein bisschen Stolz.
Und genau deswegen trage ich ihn auch im Sommer. Leicht dosiert, fast nur für mich. Weil es sich gut anfühlt, wenn ein Duft so viel mehr ist als eine saisonale Empfehlung und er einfach dein Begleiter wird. Ganz selbstverständlich.
2 Antworten
Falsche Welt !?
Ich habe diesen Duft in Ruhe getestet, mit der Erwartung, dass mich etwas Besonderes erwartet. Schließlich ist Alexandria II einer der meistgehypten Nischendüfte überhaupt. Überall liest man wie luxuriös, komplex und edel er doch sein soll.
Ehrlich gesagt: Für mich war es eine ziemliche Ernüchterung.
Der Duft öffnet mit einer Lavendel-Note, die mich sofort an ein gängiges Herren-Deo erinnert. Dazu kommt eine holzige Facette, die eher an frisch gespitzte Bleistifte erinnert als an teures, hochwertiges Holz. Ich habe mehrfach versucht, die angeblich opulente Tiefe, die „magische Komplexität“ oder den berühmten orientalischen Charakter zu finden – da war nichts.
Ich finde, Alexandria II ist ein Paradebeispiel für ein Phänomen, das in der Parfumwelt immer deutlicher wird: Designer-Nischen-Hype. Ein Duft wird in eine schwere Flasche gefüllt, bekommt eine edle Verpackung, kostet ein halbes Vermögen – und plötzlich schwärmen alle davon, wie hochwertig er riecht. Das ist für mich wie bei Essen: Wenn der Teller kunstvoll angerichtet ist, schmeckt es den meisten automatisch besser.
Ganz ehrlich: Wenn man Alexandria II jemandem blind in einen No-Name-Zerstäuber abfüllen würde, bin ich überzeugt, dass viele ihre Begeisterung verlieren würden. Denn objektiv riecht er weder besonders teuer noch besonders facettenreich. Er riecht nach Lavendel und etwas Holz – mehr nicht.
Ich will niemandem seinen Geschmack absprechen, jeder darf fühlen, was er möchte. Aber ich finde es wirklich erstaunlich, wie stark hier die äußere Aufmachung und der Preis die Wahrnehmung beeinflussen. Für mich ist Alexandria II kein Luxus, sondern ein extrem überteuerter, ziemlich austauschbarer Duft, der in dieser Form in jeder Drogerie stehen könnte.
Jeder sollte selbst entscheiden, ob er dafür mehrere Hundert Euro ausgeben möchte. Ich werde es sicher nicht tun.
Ehrlich gesagt: Für mich war es eine ziemliche Ernüchterung.
Der Duft öffnet mit einer Lavendel-Note, die mich sofort an ein gängiges Herren-Deo erinnert. Dazu kommt eine holzige Facette, die eher an frisch gespitzte Bleistifte erinnert als an teures, hochwertiges Holz. Ich habe mehrfach versucht, die angeblich opulente Tiefe, die „magische Komplexität“ oder den berühmten orientalischen Charakter zu finden – da war nichts.
Ich finde, Alexandria II ist ein Paradebeispiel für ein Phänomen, das in der Parfumwelt immer deutlicher wird: Designer-Nischen-Hype. Ein Duft wird in eine schwere Flasche gefüllt, bekommt eine edle Verpackung, kostet ein halbes Vermögen – und plötzlich schwärmen alle davon, wie hochwertig er riecht. Das ist für mich wie bei Essen: Wenn der Teller kunstvoll angerichtet ist, schmeckt es den meisten automatisch besser.
Ganz ehrlich: Wenn man Alexandria II jemandem blind in einen No-Name-Zerstäuber abfüllen würde, bin ich überzeugt, dass viele ihre Begeisterung verlieren würden. Denn objektiv riecht er weder besonders teuer noch besonders facettenreich. Er riecht nach Lavendel und etwas Holz – mehr nicht.
Ich will niemandem seinen Geschmack absprechen, jeder darf fühlen, was er möchte. Aber ich finde es wirklich erstaunlich, wie stark hier die äußere Aufmachung und der Preis die Wahrnehmung beeinflussen. Für mich ist Alexandria II kein Luxus, sondern ein extrem überteuerter, ziemlich austauschbarer Duft, der in dieser Form in jeder Drogerie stehen könnte.
Jeder sollte selbst entscheiden, ob er dafür mehrere Hundert Euro ausgeben möchte. Ich werde es sicher nicht tun.
4 Antworten
Zurück in die Zukunft.
Manche Parfums riechen gut.
Andere erzählen Geschichten.
Und dann gibt es diese seltenen Düfte, die dich nicht nur berühren, sondern dich wortlos nach Hause bringen.
Ich wusste lange nicht, wie der Duft hieß. Ich weiß nur:
Irgendwann, als ich etwa acht Jahre alt war, hatte ich ihn einmal eingeatmet. Flüchtig, beiläufig, wie ein Schatten im Sommerlicht. Mein großer Bruder hatte seine „coolen Jungs“ zu Besuch. Die Art Jungs, die schon BMX-Räder hatten, Gelfrisuren trugen und für mich wie Helden wirkten. Sie lachten laut, trugen Baggy Jeans und brachten einen Hauch von Welt mit, der größer war als mein Kinderzimmer.
Ich saß still im Garten auf meinem Stuhl, die Nase im Wind, und roch… etwas. Etwas leichtes. Männliches. Aber nicht hart. Eher wie der erste Sommerabend auf dem Bolzplatz, mit Cola in der Hand, die ersten Blumen blühend und dem Gefühl dass alles möglich ist...
Jahre später, völlig unverhofft, trat dieser Duft erneut in mein Leben. Ich war in einer Parfümerie, auf der Suche nach etwas ganz anderem. Und plötzlich… da war er.
Dieser eine Duft.
Ein Schlag ins Herz.
Ein Flashback, der mich in Sekunden in eine längst vergessene Kindheitsszene zurückwarf.
Ich war wieder der kleine Junge. Im Garten. Stimmen. Lachen. Bewunderung.
Ich stand dort, mit dem Tester in der Hand – und hatte Gänsehaut.
(Im Nachhinein betrachtet war es der Moment in dem mir bewusst wurde was Gerüche mit mir und meinem Gefühl anstellen können)
Es ist nicht nur ein Parfum. Es ist eine Zeitreise.
Eine olfaktorische Kapsel, die mich an meine Wurzeln erinnert. An die Unschuld. Die Bewunderung. Den Wunsch, irgendwann selbst so zu sein wie diese Jungs, die nach Abenteuer rochen.
Der Duft selbst ?
Wie eine warme Sommerbrise, die durch ein offenes Fenster weht.
Er ist sauber, fast cremig, mit diesem seifigen Unterton, der an frisch geduschte Haut erinnert, vermischt mit einer leichten, rebellischen Würze, die nach jugendlicher Freiheit riecht.
Er hat etwas Ungezähmtes, aber auch etwas Beruhigendes.
Nicht laut, nicht aufdringlich.
Eher wie jemand, der den Raum betritt und man spürt ihn, bevor man ihn sieht.
Für mich ist dieses Parfum kein Accessoire.
Es ist ein Teil meiner Geschichte.
Und jedes Mal, wenn ich es trage, trage ich ein Stück Kindheit mit mir, direkt auf der Haut. Ich fühle mich damit wie einer meiner Helden.
Andere erzählen Geschichten.
Und dann gibt es diese seltenen Düfte, die dich nicht nur berühren, sondern dich wortlos nach Hause bringen.
Ich wusste lange nicht, wie der Duft hieß. Ich weiß nur:
Irgendwann, als ich etwa acht Jahre alt war, hatte ich ihn einmal eingeatmet. Flüchtig, beiläufig, wie ein Schatten im Sommerlicht. Mein großer Bruder hatte seine „coolen Jungs“ zu Besuch. Die Art Jungs, die schon BMX-Räder hatten, Gelfrisuren trugen und für mich wie Helden wirkten. Sie lachten laut, trugen Baggy Jeans und brachten einen Hauch von Welt mit, der größer war als mein Kinderzimmer.
Ich saß still im Garten auf meinem Stuhl, die Nase im Wind, und roch… etwas. Etwas leichtes. Männliches. Aber nicht hart. Eher wie der erste Sommerabend auf dem Bolzplatz, mit Cola in der Hand, die ersten Blumen blühend und dem Gefühl dass alles möglich ist...
Jahre später, völlig unverhofft, trat dieser Duft erneut in mein Leben. Ich war in einer Parfümerie, auf der Suche nach etwas ganz anderem. Und plötzlich… da war er.
Dieser eine Duft.
Ein Schlag ins Herz.
Ein Flashback, der mich in Sekunden in eine längst vergessene Kindheitsszene zurückwarf.
Ich war wieder der kleine Junge. Im Garten. Stimmen. Lachen. Bewunderung.
Ich stand dort, mit dem Tester in der Hand – und hatte Gänsehaut.
(Im Nachhinein betrachtet war es der Moment in dem mir bewusst wurde was Gerüche mit mir und meinem Gefühl anstellen können)
Es ist nicht nur ein Parfum. Es ist eine Zeitreise.
Eine olfaktorische Kapsel, die mich an meine Wurzeln erinnert. An die Unschuld. Die Bewunderung. Den Wunsch, irgendwann selbst so zu sein wie diese Jungs, die nach Abenteuer rochen.
Der Duft selbst ?
Wie eine warme Sommerbrise, die durch ein offenes Fenster weht.
Er ist sauber, fast cremig, mit diesem seifigen Unterton, der an frisch geduschte Haut erinnert, vermischt mit einer leichten, rebellischen Würze, die nach jugendlicher Freiheit riecht.
Er hat etwas Ungezähmtes, aber auch etwas Beruhigendes.
Nicht laut, nicht aufdringlich.
Eher wie jemand, der den Raum betritt und man spürt ihn, bevor man ihn sieht.
Für mich ist dieses Parfum kein Accessoire.
Es ist ein Teil meiner Geschichte.
Und jedes Mal, wenn ich es trage, trage ich ein Stück Kindheit mit mir, direkt auf der Haut. Ich fühle mich damit wie einer meiner Helden.
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