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Leons

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Rezensionen
16 - 17 von 17
Melancholie
Herausgerissen aus dem Mühsal, den Ängsten und dem traurigen Aktionismus der vergangenen Tage und Wochen bleibt
endlich einmal die Zeit stehen. Für mich. Für Sekunden. Für eine kleine Ewigkeit.
Schon die ersten Momente der Begegnung entschleunigen den hastigen Schritt des getriebenen Geistes, der dem gnadenlosen Duktus neuer Normalitäten ratlos gegenüber steht ...

Stille...Stille....Stille....Regungslose Stille. Austritt auf die Waldlichtung. Abendsonne. Niemand. Die eilenden, nervösen Sekunden zerfallen zu Nichts. Ruhiger Atem. Endlich .
Die Wärme der süß bitteren Pudrigkeit legt sich wie zärtliche Hände auf mein Gesicht. Erinnerungen steigen in mir auf an die Atmosphäre der alten Holzlaube am verschatteten Ende des Gartens der Großmutter. Am Abend bereitete sie für die Kinder den ganz wunderbar duftenden, heißen dunklen Kakao.

Dem abendlichen Waldboden entströmen wärmende
erdige, grünhäutige Gerüche. Die Nacht legt ein leichtes, helles Gewand an. Es ist bestickt mit Tränen, duftet so wunderbar nach Vanille und Amber und


....Trost.




5 Antworten
Dornröschen
Die bezaubernd schöne Atmosphäre der Acca Kappa Düfte zieht mich immer wieder sehr an. Ich kenne sie jetzt fast alle und bin immer entzückt von ihrer heiteren Leichtigkeit. Auch die etwas tieferen Noten aus dem Hause Acca Kappa sind feine und duftige Kostbarkeiten. Für besonders dramatische Duftverläufe stehen sie vielleicht nicht; aber das ist wiederum besonders angenehm,entspannend und sehr typisch.
Allerdings gibt es da eine auffällige Ausnahme.

Schweres, schlichtes, dickwandiges Glas.
Ode - eine wunderbar bitter scharfer Auftakt mit leicht öligem Holz. Dunkel, schwer und leise die behutsam abgelegte Rose auf rauchigem Oud und Patchouli...

Und schon ist alles wieder entschwunden. Ein kurzer Zauber - eine hundertjährige Geschichte.
Die Kammer im Schloßturm, die alte Frau am Spinnrad, die Spindel, Dornröschen, die Dornenhecke ...

Dicht und ganz hautnah bleibt Ode noch einige Stunden.
Ein Herbstduft. Letzte Tage im September. Frühe kühle Abendstunden, erste Schatten auf dem Weg.
Dunkles Rot, Biester und Violett.
Celloklang,
Moll ...

Nachtvogel.







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