MAGR

MAGR

Rezensionen
1 - 5 von 20
Modernes Old-School
Ein seltsamer Hybrid der Noir. Er vereint für mich ein paar Duftrichtungen und ist doch irgendwie eigenständig. Es gibt was Grünes, was Herbes, viel Pudriges, vanillig-cremig ist es aber auch.
In seiner Summe riecht er vertraut Old-schoolig, fast schon krautig, ein wenig Barbershoppig. Dann wiederum strahlt das Pudrige am hellsten und eigentlich ist er irgendwie auch animalisch im Unterton.

Also wer sich da noch immer nichts vorstellen kann, dem geht es wie mir. Aber! Der Duft ist mittlerweile ein etablierter Immergeher in meinem Sortiment und gehört zu meinen Lieblingen unter der Gentleman-Düften. Und so richtig Vergleichbares fällt mir akut auch nicht ein, obwohl ich doch schon den einen oder anderen Duft in den letzten 20 Jahren gerochen habe.

Im direkten Vergleich zu seinen Namesfettern Noir Extreme und dem NE Parfum ist er für mich jedoch der stärkste Duft. Zwar nicht direkt verlgleichbar, weil weitaus weniger süss und Vanille-zentriert, aber einfach interessanter, besser und vor allem die Haltbarkeit ist auf meiner Haut exorbitant langlebig.

Tolles Wässerchen!


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Welch Überraschung für einen Skeptiker
Also die Gewürzbombe war bisher gar nicht auf meinem Radar. Trage seit 15 Jahren hochwertige Nische - Xerjoff, Amouage, den einen oder andere Designer. Und alterstechnisch bin ich mit 4 Jahrzehnten auf dem Buckel auch nicht gerade das Zielpublikum der Bombe.

Nun ist der Duft aber trotzdem bei mir eingezogen, nach längerer Suche nach einem cremig, vanilligen Gemütlich-Duft. Die Suche führte über Oud Save the King, Noir Extreme, Kalemat und viele andere.
Die genauen Gründe warum ich zur Spicebomb Extreme gegriffen und das erste Mal gesprüht habe, weiß ich zwar nicht mehr, aber der Duft wurde umgehend gekauft.

Ganz einfach weil:
Er würzig-pfeffrig startet und gleich von Beginn an auch üppig cremig unterlegt ist. Der Kreuzkümmel ist ebenso gleich von Beginn an zu merken - nicht wirklich animalisch, klar, aber der schwitzige Unterton ist da. Wundert mich, dass der Duft letztlich so populär ist, da er schon ein klein wenig fordert mM.
Dann kommt schnell ein vanilliger Tabak. Wobei ich die Vanille nicht im Vordergrund wahrnehme und SBE letztlich auch nicht als Vanilleduft bezeichnen würde. Ähnlichkeit zu Noir Extreme ist vorhanden, aber nur minimal.
Die vordergründige Duftnote für mich ist der Tabak. Und zwar hochdosiert und klar wahrnehmbar. Irgendwie grandios, habe ich mich in meiner Historie auch durch viele Tabakdüfte getestet - Red Tobacco, Triumph of Bacchus, etliche Amouages, etc. - aber die Spicebomb Extreme ist für mich einer der kräftigsten Tabakdüfte. Geht sogar eher schon in Richtung Zaharoff Tabac! Vor allem in Kombi mit dem schwitzigen Cumin, das hat was vom Davana-Tabak von Zaharoff und sogar einen Hauch von Nagarmotha-Tabak von Xerjoffs Empiryan!

In Summe ein, für mich, überraschender Duft - hochwertig, durchaus anspruchsvoll und klarer Tabakduft mit interessantem Verlauf. Irgendwie grandios und gar nicht "klassisch jungendlich" und nur fürs Clubbing.

Performance ist außerordentlich, vergleichbar mit vielen Arabern aus meiner Sammlung.
Der Flakon ist unterirdisch hässlich...
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Einfach einfach
Oud Wood scheint verdammt und vergöttert zu werden. Wir alle, ich eingeschlossen, fanden damit den Einstieg in die Oudnische.

Jetzt heisst es, der Duft habe an Power verloren und seine Zeit sei vorbei.

Ich hab mir nach 10 Jahren 2025 wieder einen Flakon geholt und bin begeistert.

Der Duft hat noch immer sein Motorölopening, wie viele andere Ouds auch. Man vergleiche das ganze mal mit Abdul Samad Al Qurashi Oud aus der Fragrance Wgeel Collection...

Jedenfalls riecht OW rund, holzig, cremig und obwohl ich eine Hautchemie besitze, die jedes Powerhorse verschlingt und somit selbst ein Naxos, Iommi Monkey Special oder Black Afgano erblassen, hält der OW da locker mit. Also Performanceschwäche sehe ich wirklich keine! Normal halt, keine Bombe, aber auch kein Verschwibden nach zwei Stunden.

Für mich Klassiker, der Spass macht und ein unaufgeregtes, sanftes, rundes orientalisches Duftbild liefert.
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Puder und Rose
Ich bin kein Alex II Fanboy, ich kann auch keinen Vergleich dazu machen und kenne auch keinen anderen Xerjoff. Irgendwo im Duty Free hatte ich mich mal durch Xerjoff gesprüht und AIII ist hängegeblieben. Und letztlich hat ein Flakon den Weg zu mir gefunden.

Ein Hammerduft, der auf mich so wirkt:
Zusammenfassend - ein Rosenduft. Und ein richtiger guter. Als Oud-Liebhaber seit knapp 20 Jahren würde ich es jetzt nicht unbedingt als typischen Rose-Oud-Duft bezeichnen. Kenne da alle Bestseller der Konkurrenz von nobel bis simpel und AlexIII ist da doch recht eigenständig.
Rose von Anfang bis Ende - so viel zur Zusammenfassung

Der Start:
Gleich nach dem Auftragen bekomme ich eine wohldosierte Ladung Oud. Durchaus funky, ein wenig Kamelpipi schwingt da schon mit. Aber angenehm und gut so, ohne wär's gleich von Beginn an nur Rose. Das funky Oud bleibt auf meiner Haut eigentlich immer präsent und gefällt mir ausgesprochen gut. Und auch wenn ich oben schreibe, ein Rosenduft, der Oudanteil wirkt auf mich so, als ob ich gestern auf der Kleidung Oud getragen hätte und es heute unterschwellig mitschwingt. Also niedrig dosiert, aber spürbar. Top!

Verlauf:
Ab Sprüher eins ist die Rose voll da. Gepaart mit dem Oud super. Für mich eine traumhafte Rosennote, nicht vergleichbar mit MFK, auch nicht mit Lyric Man, einfach schön. Unisex, aber sicher nicht männlich.
Der Duftverlauf ändert sich auch kaum. Rose bleibt, Oud bleibt, es wird weicher, obwohl es das auch schon von Anfang ist, es wird kuschelig und cremig. Ein Wohlfühlduft, den ich mit nichts vergleichen kann.
Auffallend und für mich der Kern der DNA von Alex III ist eine omnipräsente Pudrigkeit. Die ist jetzt nicht jederManns Sache würde ich behaupten, für mich aber grandios und edel. Riecht aber schon nach Schminkkästchen und würde ich am ehesten mit einem Duft meiner Lebensgefährtin in Verbindung bringen - No.5

Pudrig, aldehydig, floral - so würde ich das Backbone der Duft-DNA von Alex III bezeichnen.
Und da drum rankt sich die Rose und tief unten glimmt das Oud, eher als feine animalische Note wahrnehmbar, so als ob die Rose ein klein wenig vergoren wäre. OudträgerInnen wissen was ich meine, das ist als Kompliment gedacht :-)

Ein toller Duft, nicht nur für besodnere Anlässe, für beie Geschlchter mit einem Faible für pudrige, florale Düfte mit Schmiss. Aber kein Rose-Oud Klassiker.
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Überraschend grün
Ich möchte mal keinen Vergleich zum Standard Interlude herstellen.
IBI startet ausgesprochen sonderbar, irgendwie krautig, aber weniger nach Rosmarin, sondern vermutlich eher nach Veilchenblatt - grün, deftig grün, krautig, pfeffrig. Jedenfalls ist das noch nicht die Glanzstunde des Parfums.

Zu diesem stechend krautigen Ton gesellt sich rasch die Irisnote. Ich nehme da schon ein klein wenig Bezug auch auf Dior Homme Intense, auch wenn das natürlich nicht zwingend gleichzustellen ist. Aber ein klein wenig Lippenstift wabert da schon mit.

Und dann geht es eigentlich schnell Richtung Myrrhe und einer bis zum Ende hin stark präsenten Krautnote, fast schon minzig irgendwie. In Summe ist das Ganze natürlich balsamisch, üppig und absolut nicht für jeden Tag.

Im Drydown nehme ich dann die Hölzer und Vanille am meisten wahr. Da ist IBI dann jedenfalls schon harmlos und unumfänglich tragbar.

Was bleibt? Der Eindruck eines Kraut-Dampfhammers, weniger rauchig als vielmehr pudrig-grün-dampfend.

Hilft mit Sicherheit auch gegen HNO-Beschwerden.
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