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Interlude Black Iris 2020

Interlude Black Iris von Amouage
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8.1 / 10 708 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Amouage für Herren, erschienen im Jahr 2020. Der Duft ist rauchig-würzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von Sabco Group / Oman Perfumery vermarktet.
Aussprache
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Duftrichtung

Rauchig
Würzig
Holzig
Orientalisch
Harzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
RosmarinRosmarin VeilchenblattVeilchenblatt BergamotteBergamotte
Herznote Herznote
WeihrauchWeihrauch IrisbutterIrisbutter MyrrheMyrrhe AmberAmber florentinische Schwertlilie Absolueflorentinische Schwertlilie Absolue VanilleVanille ZistroseZistrose
Basisnote Basisnote
geräuchertes Ledergeräuchertes Leder PatchouliPatchouli SandelholzSandelholz ZedernholzZedernholz OudOud

Parfümeur

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Bewertungen
Duft
8.1708 Bewertungen
Haltbarkeit
9.1655 Bewertungen
Sillage
8.7656 Bewertungen
Flakon
9.1630 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.1452 Bewertungen
Eingetragen von SippSniff, letzte Aktualisierung am 19.05.2024.
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion „Main”.

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Rezensionen

23 ausführliche Duftbeschreibungen
6
Preis
10
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Pollita

348 Rezensionen
Pollita
Pollita
Top Rezension 49  
Museumsfahrt
In jedem Jahr läutet der Frühlingsanfang für ihn die allerschönste Zeit des Jahres ein. Wenn die Natur erwacht, das erste Grün aus dem Boden sprießt, dann weiß er, dauert es nicht mehr lange, bis er seiner allergrößten Leidenschaft wieder nachkommen darf. Er ist Lokführer, doch erst ab Mai fahren die Museumsbahnen und er darf seine geliebte Dampflokomotive wieder steuern. Die Touristen sind zwar manchmal etwas nervig mit ihren Fotoapparaten und den vielen kleinen Kindern, die auch mal über die Gleise rennen, aber bei den Fahrten seiner Museumsbahn geht alles so wunderbar ruhig zu, da stört ihn das alles überhaupt nicht.

In der Früh wird die Lok in Gang gebracht. Sein Heizerkollege ist schon vor Ort und sie müssen sich ranhalten. Gegen Mittag rücken die ersten Touristen an. Doch die beiden Herren wissen, was sie tun. Der historische Zug kann pünktlich mit allen Passagieren starten. In der Lok ist es immerzu heiß, stickig und die Luft ist stets vom Rauch der Kohlen getränkt. Das alles erfüllt ihn mit heller Freude. Draußen rauscht an ihm die wunderschöne, blühende Frühlingslandschaft vorbei. Die Blumen blühen, das Gras ist saftig und die Sonne strahlt an diesem Tag. Als hätte sie sich ebenso sehr gefreut, wie auch er, dass die Museumsbahn endlich wieder fahren darf. Seine Lokomotive dampft und zischt und die Kinder machen große Augen, als sie langsam und gemütlich über die historischen Eisenbahnbrücken rollt.

Zu schnell neigt sich dieser Tag auch wieder dem Ende zu. Als er sich am Abend von seiner Lokomotive verabschiedet, ist sein Gesicht ziemlich schwarz eingefärbt, wie auch seine Kleidung. Seine Haut und seine Kleidung haben wie immer den typisch rauchigen Duft seiner Lokomotive aufgesogen, den er so sehr liebgewonnen hat in all den Jahren. Darunter kann man seinen klassischen Herrenduft noch wahrnehmen, den er am Morgen aufgetragen hat. Zusätzlich hat sich ein Hauch der Irisblüte aus der Natur auf seiner Haut niedergelegt. Was war das auch für ein herrlicher Tag. Duschen? Nö. Warum denn? Lieber noch ein paar Stunden so bleiben. Und zum Ausklang des Tages einen schönen, warmen Tee mit Vanille genießen. Bis zur nächsten Museumsfahrt.

Black Iris gefällt mir an meinem Mann um einiges besser als der klassische Interlude, da er die intensiven, schwarzrauchigen Noten etwas dimmt. So ergibt das einen zwar sehr speziellen, doch ebenso harmonischen, männlichen Duft, der mir gut gefällt.

Herzlichen Dank an Chizza für die Probe.
38 Antworten
10
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
DerDefcon

131 Rezensionen
DerDefcon
DerDefcon
Top Rezension 35  
Ein perfekt ausbalanciertes Spiel zwischen Licht und Dunkelheit.
Gestern kam die Abfüllung aus dem Sharing und heute kommt der Kommentar.

"Jetzt kommt schon ein Kommentar, obwohl er diesen Duft erst einmal getragen hat?"

Vielleicht stellt sich der eine oder andere diese Frage, aber ich kann euch sagen, dass ich mich gestern - im Rahmen meines Uni-Home-Office - beinahe ausgiebiger mit dem Duft beschäftigt habe als mit meinem universitären Kram. Ich behaupte daher mal ganz selbstbewusst, dass ich mir jetzt schon einen Kommentar erlauben kann und darf.

Ihr lest hier übrigens den Kommentar einer Person, die den "originalen" Interlude noch nie gerochen hat. Vergleiche kann ich also nicht anstellen. Die Duftbeschreibung wird daher eine völlig vom "Originalduft" losgelöste sein. Das möchte ich zu Beginn noch angemerkt haben.

Im Forum verfasste ich übrigens einen Threat, in welchem ich nach Erwartungen zum neuen "Interlude Black Iris Man" fragte. Selbstverständlich formulierte ich auch meine eigene Erwartungshaltung. Ich erlaube mir mal, mich selbst zu zitieren:

"Als Nichtkenner des "Interlude Man" hoffe ich bei der Neuerscheinung aus dem Hause Amouage auf ein Spiel zwischen Licht und Dunkel. Ich hoffe auf eine hell-blitzende, vielleicht auch saubere Iris, die mit den eher dunkleren Noten, zu denen ich Leder, Weihrauch und Oud zähle, ein schönes kontrastreiches Spiel treibt."

Nun stellt sich unweigerlich die Frage, ob jene Erwartung erfüllt wurde. Also auf zur Duftbeschreibung!

Sprühe ich "Interlude Black Iris Man" auf meinen Hals - der Handrückentest wurde gänzlich ausgelassen - umweht mich zu Beginn eine dunkelholzige, stark rauchige Note, die aber sofort von einer hellen, etwas kratzigen Iris aufgefangen und gezähmt wird. Dieses Rauchige kommt dem Aroma kalter Asche recht nahe, was wohl dem Weihrauch, dem Oud und eventuell auch dem Leder zu verdanken ist. Hier ist die Duftpyramide also nur Formsache und dient der groben Orientierung. Über den tatsächlichen Duftverlauf sagt sie nicht sonderlich viel aus. Übrigens vernahm ich kurzzeitig auch Rosmarin, welches sich dann schnell wieder vom Acker machte.

Die soeben erwähnte Iris erinnert mit ihrer blitzeblanken Kratzigkeit ein wenig an jene in "L'Homme" von Prada, nur dass es hier gänzlich an der blumigen Schönwetterfreundlichkeit fehlt. Die Iris hier ist hell, aber irgendwie auch schmutzig, sehr kantig und für Leute, die mit ihr prinzipiell nicht zurechtkommen, auch definitiv überfordernd. Es gibt sogar eine Phase im Duftverlauf, in welcher die Iris die an Asche erinnernde Rauchigkeit gänzlich verschlingt - aber auch nur temporär.

Mit der Zeit verliert die Iris ihre Kratzigkeit. Sie wird etwas dunkler, ist nun nicht mehr so steril und passt sich ihrem Umfeld ein wenig an. Dieses besticht nun durch eine präsentere Oudnote. Jene ist dunkel, sehr trocken, aber keineswegs fäkal, animalisch oder medizinisch. Wir haben es einfach nur mit dunklem Holz zu tun, bei dem der Weihrauch im Hintergrund ein wenig mitschwingt. Die Asche-Assoziation ist zwar noch immer vorhanden, allerdings nicht mehr in dem Maße wie zu Beginn, als der Duft frisch ausgesprüht wurde.

Auf die schönste Phase müssen wir - und das finde ich etwas schade - circa drei Stunden warten. "Interlude Black Iris Man" wird dann richtig anschmiegsam. Ich als Träger werde von einer rauchigen, holzigen Süße umweht, bei der ich nicht genau weiß, woher sie kommt. Ich bin mir aber sicher, dass es das Zedernholz ist, welches zusammen mit der Zistrose oder auch der Vanille - wer weiß - die gesamte Komposition weicher werden lässt. Die einst kratzige, nun jedoch fast cremige Iris unterlegt all das mit einer dezenten Pudrigkeit, schafft es aber trotz ihres nicht mehr allzu offensiven Zugegenseins, ein bisschen Licht in diesen prinzipiell dunklen Duftnotenverbund zu bringen. Vom Aschenbecher fehlt nun übrigens auch jede Spur - nur so nebenbei.

Natürlich ist "Interlude Black Iris Man" weit davon entfernt, ein süßer Duft zu sein. Der Fokus liegt eher auf einer dunkelholzigen Rauchigkeit und ist darauf ausgerichtet, möglichst kantig und damit auch polarisierend daherzukommen. Die dezente Süße ändert an all dem prinzipiell nichts, schafft es aber, die Duftkomposition angenehm abzurunden. Dem Träger wird hier also ein hochkomplexer Duftverlauf präsentiert, der definitiv jede Langeweile vertreibt. Man erkennt über den Tag immer wieder neue Facetten, durchlebt Phasen, die einem mal mehr und mal weniger gefallen und hat im Allgemeinen einen Duft auf der Haut, dessen DNA sogar als recht alltagstauglich eingestuft werden kann. Die Haltbarkeit ist sehr gut, aber glücklicherweise nicht in der Liga, in dem selbst eine Dusche keine Abhilfe mehr schafft. Die Sillage ist ebenfalls keine erschlagene, solange man mit der Dosierung ein bisschen aufpasst, was aber bei vielen Herbst- und Winterdüften die Regel sein sollte. Das soll ja beim originalen Interlude - jetzt ist hier doch noch ein Vergleich - ein wenig anders sein.

Am Ende des Tages kann gesagt werden, dass Amouage mit dieser Kreation meine Erwartungen und Vermutungen bestätigt hat. Wir haben es mit einem gekonnten, perfekt ausbalancierten Licht-Dunkel-Spiel zu tun, das durchaus viele Freunde hier auf parfumo finden wird. Gerade Irisliebhaber werden auf ihre Kosten kommen, sofern sie keine Schwierigkeiten mit dunklem Holz und Weihrauch haben. Ich persönlich habe den Duft sehr gerne getragen, kann aber noch nicht sicher sagen, ob dieser zu mir passt, weshalb ich auf eine Bewertung nach Punkten vorerst verzichte. Schauen wir also, was die Zukunft bringt.

Nachtrag:

Ich trug den Duft nun die letzten Tage und habe ihn wirklich mögen gelernt. Was ich besonders schätze, ist seine Vielfältigkeit. Außer auf Arbeit kann der eigentlich immer getragen werden, sei es casual, sei es mit Lederjacke oder Anzug. Der Duft ist beinahe ein Alleskönner. So habe ich nun auch eine Bewertung nach Punkten vorgenommen.
14 Antworten
9
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
7
Duft
LVCAS

6 Rezensionen
LVCAS
LVCAS
Top Rezension 37  
Wo Schatten ist, da ist auch Licht!
Viele getestete Düfte aus meinen Sammlungen oder derer, die ich besitze, hätten ebenfalls meinen ersten Kommentar verdient gehabt und es ist schlichtweg dem frischen Release aus dem Hause AMOUAGE zuzuschreiben, dass ich mich nun für den neuen Flanker "Interlude Black Iris Man" entscheide.

Vorwort: Noch gar nicht so lange ist es her, dass ich meine Duftreise gestartet habe - August 2019 - und seitdem bin ich diesem Hobby restlos verfallen und Parfumo ist mein neuer täglicher Begleiter! Und obwohl ich noch gar nicht so lange dabei bin wie viele von euch bin ich sehr positiv überrascht von der Community und habe schon einige tolle Kontakte kennengelernt und freue mich sehr über den Austausch! Selbstverständlich schildere ich hier meinen Eindruck und den wird nicht jeder teilen, aber seid trotzdem bitte konstruktiv und gnädig. Den perfekten Kommentar gibt es nicht und gerade die Vielfalt an Statements und Kommentaren bringt erst Farbe ins Bild - also learning by doing ^^

Recht schnell bin ich zu Beginn meiner Reise mit dem Hause AMOUAGE in Berührung gekommen und war begeistert - warum? "Reflection Man" wurde mein erster Duft, der sich in Richtung Nischendüfte bewegt und nach wie vor verbinde ich mit diesem Duft ein ganz besonderes Feeling. Es sollte nicht bei einem bleiben und ich stürzte mich auf viele andere aus dem Haus. Interlude, Epic, Lyric, Memoir, Myths, Sunshine, Jubilation usw. folgten und man kann wirklich sagen, dass hier ein breites Spektrum abgedeckt wird. Die Tatsache, dass es sich bei AMOUAGE noch um ein Parfumhaus aus dem Oman handelt brachte einen besonderen Funken mit sich (wirkte direkt exotischer als die ganzen Designer). Irgendwann schnappte ich mir auch den originalen "Interlude Man" und wenn ich heute zwei Düfte von Amouage wählen müsste, dann Reflection & Interlude. Dementsprechend hoch war meine Neugierde als ich Anfang Mai diesen Jahres den Trailer von "Interlude Black Iris Man" sah. Der erste Flanker und schon das Original hatte mich bis dato mehr als überwältigt - ein exquisiter Exot.

Die vergangene Woche stand folglich ganz im Zeichen des neuen Duftes, da ich seit Dienstag auch im Besitz einer Abfüllung war - Grüße gehen raus an den sehr freundlichen Kontakt - und ausgiebig testen konnte. Auch den kompletten Sonntag nochmal im direkten Vergleich mit seinem erwachseneren und stärkeren Bruder.

Wer den originalen Interlude kennt, der weiß wie viel Power in diesem Monster zu Beginn steckt - brachiale Würze mit Oregano-Einschlag! Ein tiefes, warmes und orientalisches Feeling macht sich breit, denn der Bursche strahlt wie nix! Dieses "Blue Biest" lässt sich nicht so einfach zähmen und auf genau diese Kraft war ich in Kombination mit der Black Iris gespannt.

Nun, im neuen Flanker haben wir im Kopf Rosmarin und Veilchenblatt statt Oregano und Piment und man wird hier sanfter begrüßt auch, wenn mir beim allerersten Aufsprühen der Gedanke kam: "Das ist ja zu 95% der Originale - kein Unterschied!". Ja, am Anfang liegen beide sehr dicht beieinander und erst im direkten Vergleich spührt man die kleine aber intensivere Prise des Originals. Nichtsdestotrotz startet auch der neue explosiv rauchig, wenn auch gefühlt mit einem Fünkchen weniger als beim Original. Da ist Black Iris merklich weicher. Ich hatte schon überlegt, ob das ein Interlude mit Dior-Homme-Touch wird was die Iris betrifft, aber dem ist tatsächlich nicht so. Die Anmerkungen kann man sich getrost schenken. Die "Black Iris" wird hier wundervoll sanft und pudrig-weich inszeniert und verleiht dem gesamten Duft schon ein angenehmes und leichtes Feeling, obwohl das immer noch kein wirklich leichter Duft ist - trotzdem auf Anhieb gefühlt tragbarer. Wirklich schön ausbalanciert wie ich finde und lässt abgeschwächt trotzdem noch tief blicken, denn im weiteren Duftverlauf trennen sich beide dann letztlich. Interlude bleibt bei mir würzig-tief und warm auf der Haut zurück wohingegen der Black Iris neben der Iris auch noch Vanille im Herzen führt und die sorgt freudig dafür, dass der nicht nur weich und geschmeidig bleibt, sondern auch süß wird - hätte nicht gedacht, dass der hinterher so pudrig-süß wird. Nichtsdestotrotz sind beide immer noch stark rauchig - crazy oder? Der Black Iris vollbringt zumindest eine eindrücklichere Entwicklung und drückt den Rauch zügiger in den Hintergrund.

In der Base spielen weiterhin die üblichen Verdächtigen hervorragend ihre Rolle - mehr oder weniger. Iris u. Vanille machen aber den wahrnembaren Unterschied. Man kann das ganz stumpf mit einem Gaming-Headset vergleichen mit einem Regler für Voices/Spielsound. Bei Interlude ist der Spielsound bei 100% und Voices stumm und beim Black Iris habt ihr beides 50/50, also Voices als neue Impulse, aber ihr spührt noch, dass da etwas im Hintergrund ist. Das Verhältnis driftet später weiter in Richtung Voices. 40/60 und 30/70.

In punkto Haltbarkeit/Sillage überzeugen mich beide Düfte! Locker 6-8 Stunden mindestens und die Sillage zermalmt alle Düfte in der näheren Umgebung!

Wieso also mein Titel "Wo Schatten ist, da ist auch Licht!"? Ganz einfach: "Interlude Black Iris Man" steht m.E. definitiv im Schatten seines älteren und größeren Bruders, aber weiß allemal mit seiner "gefälligeren" Art Impulse in Form von Iris und Vanille zu setzen und die verbinde ich hier mit dem "Licht". Der muss sich auf jeden Fall nicht hinter seinem Vorgänger verstecken und will das bestimmt auch nicht.

Schlussendlich halte ich fest, dass das KEIN Duell war oder ist - davon kann wirklich keine Rede sein. Beide wissen mit ihren Vorzügen zu schmeicheln und wie immer entscheiden EURE persönlichen Präferenzen!

Amouage hat einen grandiosen Orientale ein Stück weit alltagstauglicher gestaltet und ich stelle mir die Frage "Warum ausgerechnet einen Flanker und nicht einen neuen, eigenständigen Duft?" - Wie sieht ihr das!?

Ich sehe beide nicht als must-have, wenn ihr schon den Originalen besitzt. Außer ihr bezeichnet euch als absolute Amouage-Enthusiasten.

Wem die Interlude-DNA gänzlich fremd ist, dem empfehle ich vorher unbedingt zu testen !!
Herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit und LG, Lucas
4 Antworten
8
Preis
9
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Leimbacher

2766 Rezensionen
Leimbacher
Leimbacher
Top Rezension 31  
Die Bestie in vornehmen Kleidern
Der originale „Interlude Man“ war eine meiner stärksten und prägendsten Dufterfahrungen. Erst recht weil sie sehr früh geschah und dieses blaue Biest wohl für sehr viele Parfumos eine der ersten (Nischen-)Erfahrungen darstellt. Ich war schockiert, umgehauen, begeistert und überfordert zugleich. Über die Monate wuchs jedoch mein Ansehen für ihn. Enorm. Plus meine Oma war von ihm mehr als angetan, was ich auch ewig positiv mit ihm und ihr in Verbindung bringen werde. Nun bekommen sogar schon solche legendären Luxusparfums „Flanker“. Gar mit der Iris prominent im Zentrum, noch immer wohl meine Lieblingsnote. Seine sofortige Wanderung auf die Testliste war eine Selbstverständlichkeit. Was kann also „Black Iris“? Edles Monster? Oder unnötige Verwässerung und Spaßverderberin?

Böse Zungen könnten diese Version „Interlight“ nennen. Zwar immer noch kernig, warm, orientalisch, würzig. Ein vielfältiges Weihrauchbömbchen. Noch viel mehr. Massiv viele Ebenen. Basare, Souks, königliche Zelte und güldene Sandstürme. Aber nun eben wesentlich gedimmter, weniger ungestüm und runder. Mir kommt das gelegen. Erst recht durch diese pudrig-schminkige Iris, die ich dermaßen liebe. Für andere mag das Spaß an und Kern der Sache verwässern. Ich würde „Black Iris“ womöglich sogar vorziehen. Und definitiv öfters tragen, da das Original doch sehr beschränkt auf „große Abende“ schien. Dieser blaulilane Kronprinz ist nun definitiv im Westen der Welt angekommen, hat mehr Manieren und wirkt zugänglicher, universeller und tragbarer. Beide haben aber ohne Frage ihre Berechtigung und sind sehr, sehr eng verwandt, eigentlich nur leichte Variationen voneinander. Jetzt bin ich auf den „Interlude 53“ und dessen Vorzüge gespannt. Das hier ist für mich schon nah am heiligen Duftgral.

Flakon: noch dickeres Glas bei den „Nummerierten“?
Sillage: monströs (aber etwas milder als „ihr Vater“)
Haltbarkeit: übersteht Duschen, Wäschegänge, Schläfchen, Tage…

Fazit: für mich noch eher eine grandiose Wahl als das Original. Brecher, Bombe, Beduine. Wenn man die Iris mal im orientalischen Beastmode erleben will - tadaa!
6 Antworten
9
Preis
10
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Kianoush

27 Rezensionen
Kianoush
Kianoush
Top Rezension 28  
Dem Anteus sein Endgegner
1998. Abi in der Tasche, Uni kann noch warten. Jobben ist angesagt, in angesagten Cafés, hübsche Kellnerinnen, als Barkeeper bist du der King. Jeden Abend 150 DM verdient, viel Geld für jemanden, der gerade noch Schüler war. Also wurde ausgegeben. Le Male hatte jeder, Versus nur noch die Kenner. Opium war für die raffinierten, und die ganz harten griffen zu Anteus. So stellte man sich damals den Duft von Stallone vor, von Schwarzenegger, nichts ist härter, animalischer, männlicher...
2022. Paar Tage älter, paar Erfahrungen reicher. Ab und zu denkt man noch an die schöne Zeit zurück. Zwischendurch bestellst du dir eine Probe Interlude Black Iris, sprühst dir was auf die Hand, und denkst nur noch leck mich a.... A....
25 Jahre vorbei, und du hast plötzlich die gleichen Assoziationen. Pure Männlichkeit, Härte, Kraft, Dunkelheit. Eben wie Anteus, und doch ganz anders.
Ein Opening wie mit dem Vorschlaghammer. So ein bisschen wenn du von der frischen Luft in den Alpen einen Sprung in einen Gewürzladen machst. Dich trifft der Schlag, aber der Schlag tut nicht weh. Er verwirrt dich nur kurz, und lässt dich tiefer in den Laden gehen.
Weiter hinten sitzen Männer in Gewändern und rauchen Wasserpfeife. Rauch, überall Rauch. Er vermischt sich mit den Gewürzen. Es ist dunkel, hier im hinten fällt kaum Licht. Du befindest dich in der Twilight Zone. Alles ist fremd, aber trotzdem gehörst du irgendwie dazu. Du hörst eine Sprache, die du nicht verstehst, aber der Klang ist schön. Er lädt dich ein, tiefer einzutauchen in diese mystische Welt...
und jetzt wieder zurück in die nüchterne Welt. Interlude black Iris ist ein sehr dunkler, mystischer, würziger Duft. Sehr raffiniert kombiniert, aber auch sehr schwer. Nicht jeder kann ihn tragen, und diejenigen, die ihn tragen können, werden ihn nicht immer tragen können.
Einzelne Komponenten aufzählen, was wann wie lange wie stark duftet? Bullshit! Wozu auch? Probieren, und ist der zu stark....der Rest ist Geschichte
1 Antwort
Weitere Rezensionen

Statements

179 kurze Meinungen zum Parfum
Eggi37Eggi37 vor 11 Monaten
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
7
Duft
Hauch von pudrig-floraler Iris &
Wechsel von Oregano zu herb-grünen Veilchen tut der DNA gut
Aber noch immer intensiv-dicht,
Süße Rauchwolke
41 Antworten
YataganYatagan vor 3 Jahren
7
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
5
Duft
Vanille und Iris machen aus einem penetranten Duft endgültig einen plakativen: pudrig süße Töne beißen sich mit Harz, Leder und Rauch.
19 Antworten
SeejungfrauSeejungfrau vor 4 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
10
Haltbarkeit
7
Duft
Wenn Brausestäbchen
Irismauvepuderschmelzend
auf der Zunge explodieren
Weihrauchfetzen
48h krautigglimmend
Eingeweide attackieren
Magie ?
25 Antworten
PollitaPollita vor 3 Jahren
10
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Wenn Dampflokomotiven im Hochsommer durch die grüne und blühende Natur rauschen. Dunkler Rauch trifft auf weiche, helle Iris, schön!
13 Antworten
SchoeibksrSchoeibksr vor 9 Monaten
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
7
Duft
Mit Zigarre im Mund
zum mediterranen Gewürzschrank greifend
ButterIris auf der Pfanne schmelzend
Für die harten Kerle
mit weichen Kern
24 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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29 Parfumfotos der Community
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