Die Täuschung
Vorne Weg, ich bin ein riesen Pana Dora Fan, sowohl vom Duft als auch von der Performance! Ich wollte so sehr Dux Orients mögen, da die Noten unglaublich spannend klangen und der Flakon sich auch nochmal von den ohnehin wunderschönen Pana Dora Flakons abhebte. Zudem bin ich kein großer Fan davon, die gleichen Düfte wie jeder Zweite von einer Marke zu besitzen.
Nun zum Duft selber, zunächst habe ich ihn im Flakon gerochen und wow! Unglaublich Unique mit einer undefinierbaren und doch natürlichen fruchtigen Note die ich so noch nie gerochen habe. Dazu kam eine sehr stark orientalisch-würzige Note, die nicht wie bei vielen Anderen, erzwungen wirkte, sondern sich perfekt in das Gesamtbild einschmiegte. Ich war wirklich hin und weg von meinem "besonderen" Fund, bis ich ihn mir zum ersten mal auf die Haut und das T-Shirt sprühte; Direkt zwei Sprüher weil kann ja nicht schaden... oder?
Was im Flakon wie eine ausbalancierte Mischung wirkte, entwickelte sich auf meiner Haut zum Horror-Trip! Es waren immer noch die Grund-Nuancen gut wahrnehmbar, jedoch gesellte sich dazu eine extrem stechende Note. Ich weis ehrlich gesagt nicht ob es der Seetang oder die Narde, oder sonst eine Note ist. Was ich weis, ist dass sich der wunderbar ausbalancierte Duft in eine stechende Richtung entwickelte, die leider auch im Dry-Down erhalten blieb.
Als ich dann wieder zu Hause ankam, wollte ich den Duft so schnell wie möglich los werden und wusch meine Hände mehrmals gründlich. Danach roch ich ihn endlich nicht mehr so stark...Nach zwei Stunden kam meine Freundin wieder und beschwerte sich direkt über den extremen Geruch (sie fragte mich ob ich mal wieder eins meiner Parfüms absolut oversprayed habe).
Was man daraus schließen kann: Die Packungsbeilage mit den Warnhinweisen hat leider gefehlt!
Die H/S ist unglaublich und ich roch den Duft sowohl an meiner Haut als auch insbesondere auf meinem T-Shirt immer noch 18h später.
Ich persönlich denke das Dux Orients bestimmt manchen gefallen wird und wenn Du einer davon bist, hast du aus meiner Sicht mit diesem Duft den Jackpot geknackt, denn so eine Performance findet man nicht oft! Zudem ist der Duft auch ein absoluter Signature womit du dir sicher sein kannst, immer aus der Masse rauszustechen.
Orientalischer Gewürzmarkt
Was man vorne weg sagen kann: Der Abu Dhabi ist unglaublich einzigartig!
Selten habe ich einen Duft gerochen, auf den die Beschreibung orientalisch/ würzig so gut zutrifft. Die Kopfnote startet stark mit einer orangen-pflaumen Mischung, welche von einer süßen Dattel und leichten Pfeffernote begleitet wird. Diese Noten treten im Drydown in den Hintergrund, sind aber trotzdem noch klar wahrnehmbar. Im Gegensatz zu den meisten Düften, die jetzt auf Sandelholz oder Tonkabohne gesetzt hätten, setzt der Abu Dhabi nochmal mit einer süßen grünen Note aus Vetiver und Vanille nach.
Abu Dhabi erinnert mich an eine Duftreise durch einen orientalischen Gewürzmarkt, mit sowohl eingelegten als auch frischen Früchten und Gewürzen, umringt von frischen Gräsern.
Wer im Sommer oder Herbst mal richtig aus der Masse stechen will und orientalische Düfte liebt, für den ist der Abu Dhabi das perfekte Match.
H/S sind sehr gut und für Oriental-Liebhaber ist der Duft eine 10, für alle anderen jedoch mit Vorsicht zu genießen.
Die heilige Fackel
Bei Sacred Flame ist der Name Programm: Der Duft startet bei der Flamme mit einer sehr fruchtigen, frischen und herbstlichen Note, die den Raum förmlich erhellt. Nach kurzer Zeit, erreicht es auch den Stiehl, welche die fruchtig süße Note mit einer schönen holzigen-Basis ergänzt. Rose, Jasmin etc. rieche ich persönlich nicht wirklich raus, was aber auch kein echter Verlust ist. Verglichen mit den üblichen "europäischen" Duftcharakter stechen für mich die Düfte von Argos generell etwas raus. Sie besitzen eine gewisse Tiefe und reife und sind meiner Meinung nach nicht immer Alltagstauglich. Den Sacred Flame würde ich trotzdem immer wärmstens empfehlen, da er für mich den Herbst einfach widerspiegelt.
Der Feigenbaum
Zunächst sollte ich erwähnen, dass der Gris Charnel ein Blind Buy war. Beim ersten Aufsprühen wurde ich fast von der Feige erschlagen... Ich schaute zu meiner Freundin und mein Blick sagte bereits, dass ich den Duft gar nicht mochte. Jedoch wollte ich ihm noch eine Chance geben und sprühte ihn mir die nächste Tage hin und wieder aufs Handgelenk. Die Kopfnote würde ich schon als pure Feige beschreiben, was man wirklich mögen muss. Der Drydown auf der anderen Seite, bringt eine unglaublich schöne süße und holzige Note durch das Sandelholz und der Tonkabohne, was den Duft sehr rund macht. Gris Charnel hat auf jeden Fall Signature-Charakter da er sehr einzigartig ist und nicht unbedingt jedem gefällt (zumindest die Kopfnote). Trotzdem finde ich den gesamten Duftverlauf unglaublich interessant und er erinnert mich an eine Reise von der Frucht runter bis zum Stumpf des Feigenbaums.