Nr. 18 ist für mich ein Überraschungsduft aus der Exclusiv-Reihe. Hier zunächst mal einen Auszug aus dem Wikipedia:
Die Moschus-Malve (Malva moschata) gehört zur Unterfamilie der Malvoideae innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und wird auch Abelmoschus oder Indische Hibiscus-Malve genannt. Diese hellrosa bis weiß blühende Pflanze ist eine alte Heilpflanze.[1] Sie ist ein Beispiel für einen Neophyten, der schon vor einigen Jahrhunderten bewusst vom Menschen eingeführt wurde.
Als mir die Dame bei Chanel Nr. 18 in der Kombination mit Coromandel vorgestellt hatte, wurde mir von der anfänglichen Schnapsnote, die Coromandel eine verstärkte Cognacnote verleiht, fast übel. Vielleicht war der Duftmix aus dem ständigen schnuppern an den Keramikstäben, die duftgeschwängernde Athmosphäre der Parfumabteilung und die Eindrücke der Duftreise insgesamt zu viel des guten, denn Nr. 18 hatte ich zunächst mal abgelehnt.
Nachdem ich jetzt eine Probe erhalten habe, finde ich den Duft gar nicht mal schlecht und bin sogar von ihm beeindruckt.
Der Auftakt beginnt tatsächlich sehr hochprozentig, aber das ist nur ein kurzer Moment bis er eine Weintraubenartige Fruchtigkeit frei gibt. Der Duft von der Ambrette oder Moschus-Malve, ist mir auch von Malventee bekannt. Welche blumigen Noten enthalten sind, ist nicht preisgegeben, aber ich tippe auf das klassische Chanel-Rezept, Yasmin-Vetiver-Ylang-Ylang, pudrige Iris und einen zarten Hauch von Moschus und Vanille.
Nr. 18 ist ein dezenter, zurückhaltender und fruchtiger Duft, mit holzigen und pudrigen Unterton, der wenig süss ist und etwas ganz anderes unter den fruchtigen Kompositionen, die wir kennen. Er ist eine elegante und leichte Fruchtbowle und ideal tragbar im Herbst.
Eigentlich finde ich ihn sogar wunderschön, betörend und ausgefallen. Die Schnapsnote verschwindet schnell und ab jetzt stört sie mich nicht mehr.
Deinen Kommtar lese ich ja jetzt erst, *schäm*! Und ich stimme dir sehr gerne zu: NO 18 ist auch für mich ein ganz toller Duft, den ich sehr, sehr gerne trage. Ein Geheimtipp für alle, die etwas Ausgefallenes suchen.
Deinem Blog stimme ich gerne zu, auch wenn es bei mir bisher nur Sycomore in den Schrank geschafft hat. Die No.18 scheint die Parfumo Gemeinde in ihrer unscheinbaren Exzentrik wohl zu überfodern, ich finde ihn auch grandios.
Malventee riecht und schmeckt sehr fruchtig, das konnte ich bei Düften mit Ambrette glücklicherweise nicht riechen. Aber es werden in Düften, so wie ich meine, nur die Samen verwendet. Pokal+