Heute befahl mich fieses Rückenaua in die City zum Docki.
Trotz mieser Laune hielt ich mich strikt an die StVo und wühlte mich stoisch durch den Verkehr.
Doch plötzlich bremste ein drahtiger ambitionierter Rennradfahrer, ganz in Nylon gewandet, vor meiner Motorhaube und beschimpfte mich aufs Übelste. Dabei war er doch in der Mitte der Straße gefahren! Er belehrte mich über meine Fahrerlaubnis - ich riet ihm, sich mal satt zu essen, und Mercedes zu fahren - das entspanne.
Nachdem wir Rad(t)schläge ausgetauscht hatten, humpelte ich erst einmal zur Parfumerie. Da fiel mir schon am Eingang Glam X in die Hände.
Und was soll ich sagen - Christina hat ihre Sache mal wieder sehr gut gemacht. Meine Nerven beruhigen sich. Über die dreiste " Anmache " des Mustersportlers muss ich nun lächeln.
Die Mandarine ist aquatisch transparent, unterstützt durch milden Pfirsichsaft. Die Orangenblüte wärmt, und ist zart pudrig - der Sternanis würzig aber nicht lakritzig. Schillernder Heliotrop und weisser Jasmin bilden den Glam Faktor. Das Sandelholz schmiegt den leger eleganten Duft behutsam an meine Haut.
Ich fühle mich dezent und unpompös in Samt und Seide gewickelt - allemal schöner als ein sportiver Nylon Strampelanzug.
Mit den Synthetikwässerchen von Anguilera kann ich nichts anfangen. Aber diese rasenden Radler....och ja, davon könnte man Lieder - ach was - Opern in Wagnerlänge singen.
:-D Als jemand, der auf einer von ganzen Heerscharen von lebensmüden Extrem-Radfahrern heimgesuchten Insel lebt, fand ich das sehr lustig und lass mal eine Gedulds-Klangschale da.