Da musste ich nach dem Aufsprühen doch noch mal einige Minuten überlegen, wohin die olfaktorische Reise gehen soll. Nach der angegebenen Pyramide müsste es ja recht fruchtig-würzig zugehen. Allerdings habe ich mich bezüglich der Einordnung der einzelnen Ingredienzien sehr schwer getan. Wiedererkennen kann ich da eigentlich nichts.
Was hängen bleibt ist mehr ein synthetisch-frischer Mix und dann fiel endlich der Groschen: inBlack ist eine krude Cool Water Kopie, nur halt gröber, schärfer, schwitziger und durchaus preiswerter umgesetzt. Meine aktive CW-Zeit ist wirklich einige Dekaden her, aber damals empfand ich jenen Duft als das Nonplusultra zum Thema Sommerbedieselung. Da war der Name Programm - und dieses Programm gefiel mir mehr als sehr.
inBlack ist dagegen ein missglückter Versuch an diesen Erfolg anzuknöpfen. Und was mich überrascht: er wird auf der Website von Franck Olivier immer noch angeboten. Anscheinend gibt es dafür immer weiterhin Käufer. Optimisten würden ihn gar als eigenständige Interpretation betrachten. Realisten als Ärgernis aus dem Drogeriesegment.
Warum dies kein vollkommener Verriss wird, liegt einzig allein an der Tatsache, dass selbst ein verhunzter CW-Klon immer noch besser ist, als was heutzutage als langweilige Neukreation auf den Markt geworfen wird.
Dein letzter Satz ist allein schon drei Pokale wert! Ist etwas gut, dann finden sich immer welche, die auf den fahrenden Zug aufspringen! Sehr selten wird es gut oder besser, die anderen kommen unter die Räder! Hoffentlich!
Ich trage CW heute noch gern, wenn auch nur zum Sport. Und GIT hat ja auch weiterhin seine Anhänger, von daher hat diese Duft DNA durchaus seine Berechtigung.
Den letzten Satz unterschreibe ich auch mit. Cool Water war Anno 1990 mein erster "erwachsener" Duft, den ich mir vom ersten Lehrlingsgehalt gegönnt hatte. Halbgare Kopien davon habe ich nie gebraucht.
Eine Erkenntnis, die viel häufiger ausgesprochen werden sollte.