Grey Flannel Geoffrey Beene 1975 Eau de Toilette
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Top Rezension
Otto Normalverbraucher ueber nassen Tweed und Killerveilchen
Also Leute, ob das mit mir und dem Geoffrey noch was wird, ich weiss es nicht. Ihr koennt mich totschlagen, aber ich kann Euch einfach nicht sagen, ob Grey Flannel mich anzieht oder eher abstoesst. Auf jeden Fall zieht mich der Flakon magisch an, manchmal bin ich fast so weit, mir Grey Flannel zu kaufen, nur wegen dem Flakon (fuer Bayern), wegen des Flakons (fuer alle anderen). Nicht dass einer denkt, ich sei des richtigen Ablativs nicht maechtig. Zurueck zum Flakon, den finde ich sowas von schoen, weil er so einfach und klassisch ist. Heutzutage sagt man ja minimaistisch und minimalistich, da steh ich drauf. Wer jetzt nicht weiss, was minimalistisch ist, das bedeutet "nix". Ich steh sozusagen auf nix. Deswegen zieht der Geoffrey auch regelmaessig in meine Wunschliste ein. Der passt auch farblich hervorragend zu Chypre Palatin, neben dem steht er naemlich in der Wunschliste.
Aber jedesmal wenn ich Grey Flannel aufspruehe, kommen mir Zweifel. Der Duft huellt einen sofort in eine gruene Aura ein. Das hat aber nichts mit dem Blattgruen eines Feigenbaumes wie in Philosykos oder dem Dschungelgruen wie in Fleur de Liane zu tun. Das Gruen in Grey Flannel riecht seifig und bitter. Hinzu kommt eine Veilchennote, die mich an Fahrenheit erinnert, die aufgrund ihrer Killerdosierung gleichzeitig anziehend und abstossend wirkt - zumindest auf mich. Mit der Zeit schleichen sich erdige Nuancen dazu und ich habe den Eindruck, einen frisch gereingten, aber noch nassen Tweedanzug zu tragen.
Der Spock aus Enterprise wuerde mit Sicherheit "interessant" sagen. Ich dagegen nehme dann den Flakon ad hoc (italienisch und heisst ruckizucki) aus meiner Wunschliste raus. Fuer Chypre Palatin findet sich auch ein anderer Nachbar. Das seltsame ist, dass ich aber nie denke, der Duft wuerde stinken, so wie das einige boese Parfumi in ihren Kommentaren geschrieben haben. Irgendwie habe ich ein bisschen Ehrfurcht vor diese Kreation. Als Parfumo-Vollprofi merke ich natuerlich, dass Grey Flannel Charakter hat und zur Zeit seiner Geburt anders war, als alle anderen Herrenduefte. Ich weiss zu schaetzen, dass dieser Duft, gruene, seifige, erdige und benzinartige Noten nebeneinander stellt und so anziehend / abstossend wirkt. Aus diesem Grund bin ich auch nicht in der Lage, ihn zu benoten. Egal ob ich ihm eine 10 oder eine 5 geben wuerde, beides waere ungerecht. Nur bei Haltbarkeit und Sillage habe ich keine Zweifel. Ob es jetzt 10 oder 8 ist, hat keine Bedeutung, beide Kriterien liegen fuer mich unzweifelhaft im oberen Bereich. Grey Flannel ist ein Duft fuer Induvidualisten und koennte aufgrund seiner Andersartigkeit von Etat Libre d'Orange sein. Und wie es so im Leben ist, Andersartigkeit kann zu Zuneigung oder Abstossen fuehren. Ich finde man sollte der Andersartigkeit einen gewissen Respekt zollen, sie nicht gleich nach dem ersten Eindruck be- / verurteilen. Oft, nein meistens wird derjenige, der seiner Neugierde nachgibt auch belohnt. Das heisst noch lange nicht, dass man Grey Flannel moegen muss.
Wenn bloss der Flakon nicht so schoen waere, ich stehe eben auf "nix".
Aber jedesmal wenn ich Grey Flannel aufspruehe, kommen mir Zweifel. Der Duft huellt einen sofort in eine gruene Aura ein. Das hat aber nichts mit dem Blattgruen eines Feigenbaumes wie in Philosykos oder dem Dschungelgruen wie in Fleur de Liane zu tun. Das Gruen in Grey Flannel riecht seifig und bitter. Hinzu kommt eine Veilchennote, die mich an Fahrenheit erinnert, die aufgrund ihrer Killerdosierung gleichzeitig anziehend und abstossend wirkt - zumindest auf mich. Mit der Zeit schleichen sich erdige Nuancen dazu und ich habe den Eindruck, einen frisch gereingten, aber noch nassen Tweedanzug zu tragen.
Der Spock aus Enterprise wuerde mit Sicherheit "interessant" sagen. Ich dagegen nehme dann den Flakon ad hoc (italienisch und heisst ruckizucki) aus meiner Wunschliste raus. Fuer Chypre Palatin findet sich auch ein anderer Nachbar. Das seltsame ist, dass ich aber nie denke, der Duft wuerde stinken, so wie das einige boese Parfumi in ihren Kommentaren geschrieben haben. Irgendwie habe ich ein bisschen Ehrfurcht vor diese Kreation. Als Parfumo-Vollprofi merke ich natuerlich, dass Grey Flannel Charakter hat und zur Zeit seiner Geburt anders war, als alle anderen Herrenduefte. Ich weiss zu schaetzen, dass dieser Duft, gruene, seifige, erdige und benzinartige Noten nebeneinander stellt und so anziehend / abstossend wirkt. Aus diesem Grund bin ich auch nicht in der Lage, ihn zu benoten. Egal ob ich ihm eine 10 oder eine 5 geben wuerde, beides waere ungerecht. Nur bei Haltbarkeit und Sillage habe ich keine Zweifel. Ob es jetzt 10 oder 8 ist, hat keine Bedeutung, beide Kriterien liegen fuer mich unzweifelhaft im oberen Bereich. Grey Flannel ist ein Duft fuer Induvidualisten und koennte aufgrund seiner Andersartigkeit von Etat Libre d'Orange sein. Und wie es so im Leben ist, Andersartigkeit kann zu Zuneigung oder Abstossen fuehren. Ich finde man sollte der Andersartigkeit einen gewissen Respekt zollen, sie nicht gleich nach dem ersten Eindruck be- / verurteilen. Oft, nein meistens wird derjenige, der seiner Neugierde nachgibt auch belohnt. Das heisst noch lange nicht, dass man Grey Flannel moegen muss.
Wenn bloss der Flakon nicht so schoen waere, ich stehe eben auf "nix".
8 Antworten


FFI ./. EA Fragrances
Version von FFI Fragrances:
Veilchen, Geraniol, dann Galbanum, weiches Moss, leichte Hölzer
Version von EA Fragrances:
Zitrisch, viel Veilchenblatt, dann eine moosig holzige Kühle
vielleicht hilft Dir das weiter.
Ich mache gerade Pause mit GF .. seit ich auf Parfumo unterwegs bin habe ich so viele neue tolle Düfte entdeckt die ich trage.
Pokälsche!